July 27, 2026

Streit vs. Einheitsglaube: Gott in falschen Händen? (#07)

Streit vs. Einheitsglaube: Gott in falschen Händen? (#07)
Streit vs. Einheitsglaube: Gott in falschen Händen? (#07)
ALLES GLAUBEN
Streit vs. Einheitsglaube: Gott in falschen Händen? (#07)

Was unterscheidet eine lebendige Debattenkultur von destruktiver Spaltung? In dieser Episode beleuchten wir mit dem jüdischen Philosophen Elad Lapidot die faszinierende Welt des permanenten Aushandelns, in der Vielfalt kein Unfall der Geschichte, sondern das Zentrum der Tradition ist.

Wir sprechen über den verantwortungsvollen Umgang mit Schriften, das Hinterfragen von Projektionen und das katholische Ringen um gemeinsames Entscheiden. Zudem zieht Johanna Tannen theologische Vergleiche zwischen Europa und den USA und ruft das Publikum dazu auf, eigene Fragen für das anstehende Sommer-Special einzureichen.

Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.

WEBVTT

00:00:23.500 --> 00:00:25.120
Speaker 1: Herzlich willkommen zu einer neuen

00:00:25.259 --> 00:00:25.660
Speaker 0: Folge

00:00:26.080 --> 00:00:44.519
Speaker 1: von Alles Glauben, dem Podcast von Jesuit Felix Körner, Inhaber des Nikolaus Cousinus Lehrstuhls an der Humboldt-Universität zu Berlin und mir Johanna Tannen Promowentin in katholischer Theologie und Visiting Scholar am Boston College.

00:00:45.540 --> 00:00:51.120
Speaker 1: Wir sind der Podcast also ein Wissenschaftskommunikationspodcast namens alles glauben.

00:00:51.860 --> 00:00:57.440
Speaker 1: Und wir sprechen hier über Religion und behaupten aber keineswegs, man sollte alles glauben.

00:00:58.480 --> 00:00:59.860
Speaker 1: Wie geht's Ihnen Professor Körder?

00:01:00.319 --> 00:01:02.019
Speaker 1: Es ist jetzt Semester Endspurt!

00:01:02.560 --> 00:01:03.560
Speaker 2: Die letzte Vorlesung war.

00:01:03.640 --> 00:01:08.300
Speaker 2: heute hat auch Mars Spaß gemacht weil wirklich toll diskutiert wurde.

00:01:08.880 --> 00:01:09.540
Speaker 2: Und wie geht es Ihnen?

00:01:09.800 --> 00:01:10.160
Speaker 2: Dann drücke

00:01:10.200 --> 00:01:13.080
Speaker 1: ich als allen Studis die Daumen, dass sie gute Prüferchen ablegen.

00:01:15.180 --> 00:01:15.960
Speaker 1: Ja, wir geht's gut.

00:01:16.040 --> 00:01:22.620
Speaker 1: Ich war gerade ein paar Tage im Urlaub am Meer in Cape Cod und das war sehr schön!

00:01:23.300 --> 00:01:25.200
Speaker 1: Wir haben sehr viele Seehunde gesehen.

00:01:27.100 --> 00:01:32.280
Speaker 1: Genau, habe gerade Besuch auch aus Deutschland und aus Studienzeiten.

00:01:32.540 --> 00:01:35.500
Speaker 1: Und ich glaube wir haben ja sehr hundert als Menschen gesehen.

00:01:35.800 --> 00:01:36.760
Speaker 2: Ja, sehr schön toll!

00:01:36.920 --> 00:01:41.540
Speaker 2: Und Sie sind auch nicht von irgendwelchen Hayen oder anderen Lebewesen gebissen worden?

00:01:41.600 --> 00:01:42.780
Speaker 2: Super das freut uns.

00:01:43.040 --> 00:01:43.500
Speaker 1: Das klappt.

00:01:44.400 --> 00:01:45.080
Speaker 2: Was machen wir heute?

00:01:45.880 --> 00:01:46.140
Speaker 1: Genau.

00:01:46.560 --> 00:01:51.040
Speaker 1: also heute gehen wir nochmal der Frage von der letzten Folge nach.

00:01:51.160 --> 00:01:59.500
Speaker 1: Und zwar haben wir in der letzten folgen mit Professor Koch Hede Über die Frage gesprochen, was passiert wenn Gott in falsche Hände gerält?

00:02:00.060 --> 00:02:00.260
Speaker 1: Genau.

00:02:00.400 --> 00:02:02.660
Speaker 1: Herzlich willkommen Professor Dr.

00:02:02.920 --> 00:02:04.060
Speaker 1: Elad Lapidot!

00:02:07.180 --> 00:02:08.479
Speaker 1: Alles im Gespräch!

00:02:09.039 --> 00:02:20.640
Speaker 2: Elad Lapidot hat Jura und Philosophie an der Hebräischen Universität in Jerusalem studiert – und in Jerusalem wurde er auch geboren vor ziemlich genau fünfzig Jahren.

00:02:22.079 --> 00:02:25.820
Speaker 2: Sein Doktor hatte er an der Sorbonne in Paris gemacht.

00:02:28.060 --> 00:02:37.920
Speaker 2: Dort hat er zu Martin Heidegger geforscht, dessen Hauptwerk er auch seit Jahren aus dem Deutschen neu in Zebräische übersetzt.

00:02:38.960 --> 00:02:45.840
Speaker 2: Elad du bist Professor für jüdische Studien in Lille in Nordfrankreich, lebst aber in Berlin.

00:02:46.280 --> 00:02:46.580
Speaker 0: Stimmt!

00:02:47.000 --> 00:02:48.140
Speaker 1: Ja herzlich willkommen.

00:02:48.260 --> 00:02:49.340
Speaker 1: schön dass Sie da sind.

00:02:49.760 --> 00:02:52.640
Speaker 1: Schön das es klappt als wir uns... Heute hier austauschen.

00:02:52.800 --> 00:02:54.980
Speaker 1: und dann fangen wir doch mal direkt an.

00:02:55.080 --> 00:03:00.160
Speaker 1: Unser Thema heißt ja heute Streit versus Eindeutigkeit, Gott in falschen Händen.

00:03:01.680 --> 00:03:21.200
Speaker 1: Herr Professor Lapidot, damit wollen wir uns heute mit Ihnen rüber unterhalten und vielleicht erst einmal anfangen... Ich habe mal einen Freiwilligendienst in Indien gemacht und da hab ich so in der Praxis echt dieser diversen religiösen Vielfalt dort die einzig gewonnen, das Religion Ambivalent sind.

00:03:21.440 --> 00:03:34.840
Speaker 1: Im YouTube gibt es ja jetzt keinen jüdischen Papst, der sozusagen einmal verbinden das richtige Verständnis auslegt oder kanonisiert sondern darüber diskutieren Jüdinnen und Juden.

00:03:36.920 --> 00:03:40.180
Speaker 1: also da gibt's einen andauenden Diskurs drüber.

00:03:42.000 --> 00:03:46.460
Speaker 1: Also es wird eher auf Streit könnte man sagen gesetzt hat Auf Eindeutigkeit.

00:03:48.180 --> 00:03:53.480
Speaker 1: Aber Dann denke ich mir, okay wenn es dann irgendwie so viel Streit die ganze Zeit gibt oder viel Diskurs.

00:03:56.120 --> 00:04:04.260
Speaker 1: Wer übernimmt auch die Verantwortung für Gewalt, die von Religion ausgeht?

00:04:04.340 --> 00:04:08.820
Speaker 1: Oder schlimme Sachen, die im Namen von Religionen geschieht?

00:04:11.080 --> 00:04:17.060
Speaker 1: Muss man sagen jeder schlussert sich da ein bisschen das zurecht was ihm gerade hilfreich und nützlich erscheint.

00:04:18.920 --> 00:04:24.000
Speaker 1: Also wie ist es mit dem Streit und der Eindeutigkeit aus Ihrer Sicht?

00:04:24.920 --> 00:04:28.380
Speaker 0: Das ist eine Frage, dass ich mich ständig stelle.

00:04:28.900 --> 00:04:42.719
Speaker 0: Wer darf das bestimmen, wer darf sagen... Und in Judentum nicht mehr als Jude, als Forscher von Judentums bin ich nicht sicher, wer entscheidet.

00:04:43.020 --> 00:04:55.280
Speaker 0: Und ich denke dir, wir müssen doch nicht darüber reden, uns klarstellen, dass es besonders schwierig ist wenn man zwischen Religionen sprechen möchte.

00:04:55.500 --> 00:05:18.599
Speaker 0: Das heißt, wenn man aus einer bestimmten religiösen Perspektive eine andere Religion bespricht also als Christ über Juden redet oder alles Musli oder Christen redete und es ist schwierig weil die Religionen haben auch nicht nur Verständnisse für sich selbst sondern von anderen und dann kommt in Gefahr ja das ich auch seine bestimmte Tradition eine andere Tradition.

00:05:19.820 --> 00:05:26.679
Speaker 0: Und deswegen, weil das ist auch so ein interreligiöse Podcast – ich denke es ist wichtig darüber zu sprechen!

00:05:27.500 --> 00:05:47.159
Speaker 0: Wenn wir näher zu Judentum kommen, weil da war auch Ihre Frage, müssen wir uns dann klar machen dass wenn es gibt heute tatsächlich sehr viele Verständnisse was bedeutet Judentums und es gibt manche Verständnissen die nicht mehr mit Religion zu tun haben mit Religion.

00:05:47.859 --> 00:05:50.500
Speaker 0: Ich spreche noch nicht was in der Religion, die Religion überhaupt!

00:05:51.260 --> 00:05:56.080
Speaker 0: Das heißt es kann... Es gibt viele Leute, die würden sagen Judentum ist überhaupt keine Religion.

00:05:56.580 --> 00:06:02.500
Speaker 1: Jetzt aus meiner Perspektive ist der Streit im Juden schon TUM sozusagen die Methode?

00:06:03.400 --> 00:06:08.460
Speaker 0: Also wie gesagt ... Die Frage ist Was meinen Sie wenn sie Judentums sagen?

00:06:09.299 --> 00:06:19.140
Speaker 0: jetzt will ich aber doch etwas sagen dass vielleicht ein Anfang sein könnte wo man mit die Frage über Streitkultur ansetzen kann.

00:06:20.599 --> 00:06:35.619
Speaker 0: Es stimmt, es stimmt wohl dass die Schwierigkeit, die ich versuche zu beschreiben hat eine und ich denke diese Schwierigkeiten trifft jede Tradition und jede Religion oder wie auch immer das man nennt.

00:06:36.520 --> 00:06:50.760
Speaker 0: vielleicht kann sein, dass im Jundum hat als eine spezifische Farbe einer Spezifischen vielleicht auch Intensität, in dem Sinn dass es tatsächlich keine Kirchen gibt.

00:06:50.799 --> 00:06:56.299
Speaker 0: Beziehungsweise ist vielleicht eine Frage gegenüber Christentum weil ich kenne nur Christentun mit Kirchen.

00:06:57.859 --> 00:07:04.440
Speaker 0: Ich denke in Islam ist eine andere Frage wenn andere Religionen geben Buddhismus noch schwieriger vielleicht?

00:07:05.400 --> 00:07:19.060
Speaker 0: Also in Christen vielleicht gibt es eine sehr klare Struktur und vielleicht vor allem im katholischen Christentums auch eine bestimmte Hierarchie Und das hilft vielleicht, Einheit zu bekommen.

00:07:20.340 --> 00:07:26.419
Speaker 0: Mehr zu wissen beziehungsweise autorit sagen wir so legitime oder weniger legitime Antworten zu haben.

00:07:26.960 --> 00:07:30.599
Speaker 0: aber in Jundum gibt es ich denke in der meisten Regionen.

00:07:30.719 --> 00:07:31.580
Speaker 0: Es gibt sowas nicht.

00:07:32.560 --> 00:07:37.039
Speaker 0: Von daher die Frage ist wirklich wer soll da genau sagen?

00:07:37.340 --> 00:07:38.900
Speaker 0: Wer soll entscheiden über was genau?

00:07:39.580 --> 00:07:42.880
Speaker 0: Man kann man sagen Ich bin jüdisch bin hier geboren Aber mich will mit Tocha gar nichts zu tun.

00:07:43.560 --> 00:07:45.060
Speaker 0: Immerhin wird Tora das bedeuten.

00:07:45.140 --> 00:07:49.359
Speaker 0: Jetzt, wortwörtlich heißt das Weisung.

00:07:50.000 --> 00:07:52.340
Speaker 0: aber was ist diese Weisungen?

00:07:53.979 --> 00:07:56.460
Speaker 0: Da gibt es sehr viele Repetitionen.

00:07:58.080 --> 00:08:01.060
Speaker 0: Was überhaupt unter Tora zu verstehen sei.

00:08:02.020 --> 00:08:04.560
Speaker 0: also die Frage ist was man darüber versteht.

00:08:04.619 --> 00:08:16.539
Speaker 0: aber ich wiederhole tatsächlich wir haben einen Punkt erreicht weil Tora ist schon etwas dass man bespricht Und man liest und diskutiert, wo er dann streit.

00:08:16.719 --> 00:08:16.780
Speaker 0: Ja

00:08:18.060 --> 00:08:18.260
Speaker 2: super!

00:08:18.580 --> 00:08:29.659
Speaker 2: Also du legst ja auch großen Wert darauf dass es eigentlich so sehr wir das vielleicht wünschen um's einfach zu machen so eine Eindeutigkeit nicht gibt.

00:08:31.700 --> 00:08:34.419
Speaker 2: Das ist halt wirklich dann eine entscheidende Frage.

00:08:34.539 --> 00:08:40.320
Speaker 2: also Vielleicht kann man sogar sagen Es geht gar nicht darum Wahrheit zu finden.

00:08:40.600 --> 00:08:41.840
Speaker 2: dazu müssen wir jetzt noch ein bisschen.

00:08:43.220 --> 00:08:44.460
Speaker 2: Ja, genau.

00:08:45.120 --> 00:08:46.280
Speaker 1: Ich habe jetzt noch mal eine Frage.

00:08:46.340 --> 00:08:49.920
Speaker 1: Sie haben ja auch kurz schon den Streit erwähnt – das interessiert mich nämlich!

00:08:51.260 --> 00:09:16.440
Speaker 1: Man könnte jetzt unterscheiden zwischen einem produktiven Streit, fruchtbaren Streit und einem Streit der irgendwie auch eine gewisse Nachhaltigkeit anstrebt und einem, der eher eine Verwirrung hinterlässt oder gar wirklich zu ... unüberbrückbaren Gräben und Spaltung auseinanderdriften führt.

00:09:17.660 --> 00:09:22.040
Speaker 1: Können Sie das mal so ein bisschen vielleicht aus Ihrer Perspektive, wie würden sie das unterscheiden?

00:09:22.680 --> 00:09:25.080
Speaker 1: Produktiven von einem nicht-so-produktiven Streit?

00:09:25.840 --> 00:09:27.440
Speaker 0: Noch eine große Frage!

00:09:28.300 --> 00:09:30.740
Speaker 0: Was ist Streit, was ist produktiv oder nichtproduktiv?

00:09:30.880 --> 00:09:34.960
Speaker 0: und ob Spalten unproduktives oder produktives?

00:09:36.300 --> 00:09:40.920
Speaker 0: Gleichbalten ist gut, manchmal muss man sich voneinander trennen um produktiv zu sein.

00:09:40.980 --> 00:09:44.740
Speaker 0: Manchmal ist es sehr störerisch etwas zu vereinen was nicht eins ist.

00:09:45.680 --> 00:09:49.220
Speaker 0: Juntum ist eine Gemeinde oder sagen wir als Kultur.

00:09:49.840 --> 00:10:20.020
Speaker 0: Es ist eine Kollektiv des geschichtlich tatsächlich um gemeinsame Praxis, gemeinsame Bräuche und Gebote gemeinsame narrative Texte sprachen, ohne dass jedes Individuum unbedingt sich mit diese Textegebräuche identifiziert.

00:10:20.620 --> 00:10:24.620
Speaker 0: Und das Wichtigste ist es heute – ohne dass in der Moderne bzw.

00:10:25.040 --> 00:10:29.580
Speaker 0: in der Gergenwart alle die sich asylisch bezeichnen, sich so verstehen!

00:10:29.980 --> 00:10:34.140
Speaker 0: Also ich denke, es hat damit zu tun, ob wie man Judentum definiert.

00:10:34.600 --> 00:10:52.360
Speaker 0: Und ich würde sagen vielleicht können wir sagen wenn man Judntum als Geburt definiert dann streitet man nicht so weil es heißt nur das man ist jüdisch geboren und kann alles tun und nudig bleiben und es gibt nur die Frage von Geburt.

00:10:53.040 --> 00:11:03.560
Speaker 0: Wenn man eher Judentums mit Torah identifiziert Inhalt, Bedeutung, Narrative, Texte und so fort.

00:11:04.300 --> 00:11:14.560
Speaker 0: Dann fangen wir an zu reden und dann fangen weh an zu diskutieren und vielleicht sehr schnell beginnen wir zu streiten.

00:11:15.460 --> 00:11:17.340
Speaker 1: Darf ich dazu noch mal eine Nachfrage stellen?

00:11:17.800 --> 00:11:29.600
Speaker 1: Weil Sie haben am Anfang gesagt es gibt jetzt ja so zwei Möglichkeiten aufgemacht einmal man wird jüdisch geboren und dann ist Judentum, wird dann eher verstanden als Gebot.

00:11:30.560 --> 00:11:31.740
Speaker 1: Wenn ich es richtig verstanden habe?

00:11:32.520 --> 00:11:42.360
Speaker 1: Und wenn wir uns sagen Ausgangspunkt Toral, dann hat man eher sozusagen Deutungsfragen oder ist man nicht im Diskurs und in einem möglichen Streit eher.

00:11:43.960 --> 00:11:49.000
Speaker 1: Aber ich hab mal schon eine Frage zu dem Geburt, vielleicht ist das auch die Perspektive, die ich habe und das sehr so verstehe.

00:11:49.060 --> 00:11:55.860
Speaker 1: aber ich finde ein Gebot hat ja auch eine gewisse Normativität in sich drin.

00:11:55.920 --> 00:11:57.880
Speaker 1: oder was verstehen Sie denn genau unter Gebot?

00:12:00.240 --> 00:12:08.540
Speaker 1: Weil, ist das dann gar nicht normativ sondern nur eine Handlungsempfehlung.

00:12:09.280 --> 00:12:11.020
Speaker 0: Eine Handlungsempfehlung ist auch normativ.

00:12:11.840 --> 00:12:24.860
Speaker 0: aber ich will nur sagen dass interessant weil ich habe gesagt es jede bedeutet Inhalt ist schon eine Interpretation, Diskussion ist immer noch streiter.

00:12:25.040 --> 00:12:28.600
Speaker 0: Zum Beispiel die sagen Gebot und ich höre auch Geburt.

00:12:30.300 --> 00:12:30.860
Speaker 1: Ach du Bot!

00:12:31.080 --> 00:12:31.340
Speaker 1: Okay.

00:12:31.880 --> 00:12:32.340
Speaker 1: Gebot?

00:12:32.600 --> 00:12:34.280
Speaker 1: Ich hab da nicht richtig gehört.

00:12:34.380 --> 00:12:35.820
Speaker 1: okay dann liegt sie an der Verbindung.

00:12:36.680 --> 00:12:39.800
Speaker 0: Nein nein es liegt an... Es liegt an die Wirklichkeit, es liegt auf die Sprache.

00:12:40.440 --> 00:12:47.640
Speaker 0: Wann ist immer eine Frage Sie haben gebot, ich weiß nicht was Sie sagen Und es könnte auch Gebort sein und das ist in Ordnung.

00:12:49.000 --> 00:12:50.880
Speaker 0: Die Zuhörer werden auch nicht sicher sein.

00:12:51.360 --> 00:12:56.380
Speaker 0: Deswegen sage ich, es ist jetzt nicht auch unsere kleine Gemeinde jetzt um diese unserer kleinen Torah.

00:12:57.100 --> 00:13:04.640
Speaker 0: Es ist schon eine Diskussion worüber was wir hier sagen und Ich will das nur sagen weil Geburt.

00:13:05.620 --> 00:13:11.040
Speaker 0: tatsächlich wenn es Jude bei Geburt Ist das dann keine Diskussion.

00:13:11.520 --> 00:13:13.340
Speaker 0: vielleicht vielleicht okay?

00:13:13.400 --> 00:13:18.420
Speaker 0: Wenn man an Geburt glaubt dazu zu sagen ist dass keine Diskussionen weil ok es ist kein Inhalt.

00:13:18.940 --> 00:13:27.400
Speaker 0: aber wenn man von Geburt beziehungsweise Torah spricht und die hängen miteinander zusammen.

00:13:27.800 --> 00:13:40.560
Speaker 0: Okay, die Torah ist ein Welt von Bedeutungen können wir jetzt sagen Texte, Wörter wie auch immer woher sie stammen Und diese Texte haben eine bestimmte Charakter.

00:13:41.320 --> 00:13:42.340
Speaker 0: Sie fragen was heißt das?

00:13:43.040 --> 00:13:48.840
Speaker 0: Also ich denke normativ ist es keine schlechte Anfang zu verstehen was ist Gebot.

00:13:50.860 --> 00:14:04.680
Speaker 0: Das heißt es ist eine Art zu reden, die Ziel hat als eine Handlung zu empfehlen im weiteren Sinne.

00:14:05.680 --> 00:14:07.860
Speaker 0: Zu sagen was soll und soll man nicht tun?

00:14:08.920 --> 00:14:17.260
Speaker 0: Also wenn ich jetzt rede, ist das kein Gebot weil ich sage jetzt keiner was man machen soll oder nicht.

00:14:17.460 --> 00:14:21.880
Speaker 0: Ich beschreibe Ich versuche, zu beschreiben.

00:14:22.060 --> 00:14:22.260
Speaker 0: Nicht

00:14:23.200 --> 00:14:27.180
Speaker 2: vorschreiben normativ sondern beschreiben deskriptiv ganz genau.

00:14:28.820 --> 00:14:32.580
Speaker 0: Genau und wenn ich eine Geschichte erzähle dann beschreibe ich etwas.

00:14:33.020 --> 00:14:51.800
Speaker 0: aber wenn ich sage zum Beispiel ich denke wir müssen jetzt Schluss machen es ist keine Beschreibung sondern vielleicht klingt das als wenn ich denke dass aber letztendlich ich sage wir sollen Schluss machen und das bedeutet Ich spreche jetzt normativ.

00:14:52.440 --> 00:14:55.560
Speaker 0: Oder ich denke es wäre schön, wenn wir bis das reden.

00:14:56.060 --> 00:14:56.860
Speaker 0: Es ist ein Vorschlag.

00:14:57.360 --> 00:14:59.400
Speaker 0: Ja, Vorschreiben nicht im Dienervon.

00:14:59.540 --> 00:15:12.340
Speaker 0: Ich befehle aber ich lege irgendwelche Handlungen nahe und deswegen sage ich, es ist normativ in einer sehr breitere Sinne.

00:15:12.400 --> 00:15:23.220
Speaker 0: Das ist eine Art von Rede oder bestimmte Texte die als Zentrum In dem Sinne Normativ sind, dass Sie legen irgendwelche Handlungen.

00:15:24.200 --> 00:15:26.620
Speaker 2: Ja wir können auch noch mal einen anderen Aspekt bringen.

00:15:27.580 --> 00:15:37.560
Speaker 2: also wenn wir nämlich von Autorität vorhin zu reden begonnen haben dann muss man natürlich auch schauen autorität lässt sich missbrauchen.

00:15:39.100 --> 00:15:45.020
Speaker 2: deswegen müssen wir da nochmal auf deine Erfahrungen vielleicht ein bisschen kommen Fortan.

00:15:45.180 --> 00:15:46.900
Speaker 2: wollen Sie vielleicht da noch mal weiter?

00:15:46.940 --> 00:15:47.160
Speaker 1: Ja, genau.

00:15:47.260 --> 00:16:03.240
Speaker 1: Ich glaube das hat auch dann mit der Normativität also wenn die Texte eben eine Normativitet in sich tragen über die man dann diskutieren kann Die eben unterschiedlich gedeutet werden kann Das passiert ja.

00:16:03.620 --> 00:16:20.180
Speaker 1: Also es ist ja leider ein Fakt dem man sich irgendwie auch wenn man sich mit Religion beschäftigt Schon wahrnimmt dass es passiert und wie Ja, wie ist das jetzt wieder sehr allgemein gesprochen?

00:16:20.260 --> 00:16:24.700
Speaker 1: Aber wie würden Sie das sagen aus Ihrer Perspektive.

00:16:25.740 --> 00:16:39.900
Speaker 1: Gibt es sozusagen Mechanismen gegen diesen Missbrauch der Interpretation weil wir ja schon uns mit der Realität befassen müssen dass es eben unterschiedlichere Interpretations gibt.

00:16:41.800 --> 00:16:44.900
Speaker 1: Das meine ich auch mit der Ambivalenz von Religionen und wie?

00:16:45.380 --> 00:16:55.380
Speaker 1: welche Mechanismen gibt es eben in einer Religion, dann damit umzugehen oder auch in einer Kultur?

00:16:55.800 --> 00:17:00.360
Speaker 0: Es gibt Sachen die wir sie ertüren müssen oder nicht tun sollen.

00:17:01.340 --> 00:17:04.160
Speaker 0: Und wenn wir das falsch machen und übertreten, dann kommt Polizei.

00:17:05.520 --> 00:17:06.180
Speaker 0: Und Kontpolizei,

00:17:06.339 --> 00:17:06.379
Speaker 0: d.h.,

00:17:06.599 --> 00:17:14.500
Speaker 0: wir bekommen eine Straf- Norm ist dann mit Macht sehr oft verbunden.

00:17:15.839 --> 00:17:19.740
Speaker 0: Und dann kann man fragen, wie stellen sie sich zueinander?

00:17:19.859 --> 00:17:34.760
Speaker 0: Ist Macht da um das Gesetz zu behalten, dass wir miteinander gut umgehen und das Gerechtigkeit herrscht oder ist ein Gesetz da, um Macht zu erhalten?

00:17:35.720 --> 00:17:43.159
Speaker 0: Das heißt, der Gesetz dazu dient, die Macht haben weiterhin Macht haben und die, die nicht weiterhin nicht.

00:17:44.520 --> 00:17:47.139
Speaker 0: Was ist für da Gesetz für Macht oder Macht für Gesetz?

00:17:47.500 --> 00:17:50.280
Speaker 0: Und das ist eine schwierige Frage!

00:17:51.740 --> 00:18:02.159
Speaker 0: Ich werde allerdings sagen dass diese Frage so wie wir jetzt gerade formulieren sehr stark mit politische Macht tun.

00:18:02.220 --> 00:18:06.800
Speaker 0: hat er so wieder und noch spezifischer mit dem Staat?

00:18:08.780 --> 00:18:15.040
Speaker 0: Und ich denke, dass was in Judentum oder sagen wir nochmal um vorsichtiger zu reden.

00:18:18.419 --> 00:18:34.020
Speaker 0: Um uns zu vergegenwärtigen wie schwierig es ist über Judentom zu reden überhaupt dann müssen wir sehen das historisch genau diese Frage in Judantum hat sich sehr viel geändert.

00:18:36.520 --> 00:18:37.379
Speaker 0: Wie gesetzt?

00:18:37.639 --> 00:18:37.760
Speaker 0: bzw.

00:18:38.100 --> 00:18:39.320
Speaker 0: jüdische Gesetz, bzw.

00:18:39.959 --> 00:18:44.600
Speaker 0: das was man als Jude sein tun soll und stattmacht?

00:18:45.260 --> 00:18:46.419
Speaker 0: wie hat es mit der Lande zu tun?

00:18:49.260 --> 00:19:13.360
Speaker 0: Es gab lange periodende Geschichte sagen wir so jetzt unverantwortlich ab dem erster zweiten Jahrhunderte nach Christus bis zwanzigste Jahrhundert wo Jüdische Gemeinden um ihre Gesetze, das heißt um ihre Gebote.

00:19:13.639 --> 00:19:15.899
Speaker 0: Lassen Sie uns jüdisch sprechen.

00:19:15.959 --> 00:19:33.540
Speaker 0: Die Gebote die Mitzvott-System zu erhalten hatten sie mit dieser Bedürfnis oder mit diesem System hatten sie keine Stadtmacht mit sich.

00:19:38.800 --> 00:19:48.020
Speaker 0: Gebote beziehungsweise Judentum, also das was man als jüdisch sein sagen soll hatte mit Stadtmacht nichts zu tun.

00:19:50.459 --> 00:20:01.040
Speaker 0: Judentun war kein Religions von keinem Stadt bzw wurde durch keinen Stadt als Gesetz oder keine Macht.

00:20:01.120 --> 00:20:09.379
Speaker 0: vom Staat diente keine Stadtmachts, sagen wir so Und das war für lange Zeit die Situation.

00:20:10.300 --> 00:20:22.500
Speaker 0: Das scheint es mir historisch anders bei Christentum zu sein und bei Islam zum Beispiel, die in verschiedenen Konstellationen Stadtreligionen wurden.

00:20:23.560 --> 00:20:33.480
Speaker 0: Judentum war wahrscheinlich nicht... Diese Situation hat sich sehr stark geändert, seitdem es ein jüdisches Staat gibt.

00:20:34.540 --> 00:20:41.939
Speaker 0: Das war nicht sicherlich Religion versteht, aber er hat eine klare Verständnis teilweise.

00:20:42.139 --> 00:20:42.699
Speaker 0: Was ist jüdisch?

00:20:43.179 --> 00:20:44.520
Speaker 0: Was bedeutet jüdische zu sein?

00:20:45.040 --> 00:20:48.919
Speaker 0: Was soll, kann, darf man das jüdischen tun oder nicht?

00:20:49.360 --> 00:20:54.860
Speaker 0: und das steht zusammen mit Stadtmacht und das ändert natürlich die Sachen sehr.

00:20:55.040 --> 00:21:12.060
Speaker 0: Das heißt wenn die Entscheidung darüber zum Beispiel wie jüdisches ist hängt damit zusammen wer Stadtbürger sein darf Und als Stadtbürger bestimmte Sachen machen soll, darf oder nicht.

00:21:12.580 --> 00:21:17.580
Speaker 0: Dann ist natürlich eine ganz andere Situation wie man darüber diskutiert streitet und was bedeutet überhaupt Streit?

00:21:19.220 --> 00:21:25.760
Speaker 0: Das ist nur zu verstehen zu geben wie radikal die Situation sich verändert hat.

00:21:27.899 --> 00:21:36.220
Speaker 2: Erlade ich gehe noch mal einen Schritt in eine andere Richtung Und frag was zum Thema jüdische Theologie.

00:21:37.720 --> 00:21:57.139
Speaker 2: Erster Teil der Frage sehe ich das richtig, dass du dich selber nicht als jüdischer Theologe verstehst sondern eher als ein Forscher der jüdischen Geschichte realitäten beschreibt darstellt analysiert ja und dann.

00:21:58.020 --> 00:22:04.879
Speaker 2: nun gibt es aber in Deutschland inzwischen so etwas wie jüdische Theologie an manchen Unis.

00:22:06.860 --> 00:22:19.600
Speaker 2: Und es gibt die verschiedenen Rabbinausbildungen, die ja doch ziemlich normativ zu reden das Recht haben.

00:22:21.000 --> 00:22:38.419
Speaker 2: und jetzt vielleicht ein bisschen unverschämte Frage wird zu sagen ich habe Ideen wenn ich auf diese entstehende jüdischen Theologie in Deutschland schaue was die mal als Frage angehen könnten, was die mal behandeln sollten.

00:22:38.540 --> 00:22:40.379
Speaker 2: Wie die mal vorgehen könnten?

00:22:40.959 --> 00:22:46.399
Speaker 2: Das ist natürlich alles schon eigentlich viel zu normativ das ja heute unser Stichwort.

00:22:48.139 --> 00:22:50.860
Speaker 2: Viel zu normal tief für das, was du eigentlich tun willst.

00:22:50.939 --> 00:23:00.500
Speaker 2: aber trotzdem interessiert es mich einfach jemand der tief beobachtet, tief analysiert hat da vielleicht trotzdem auch eine Idee zu.

00:23:00.740 --> 00:23:01.980
Speaker 2: also diese Doppelfrage

00:23:03.620 --> 00:23:05.679
Speaker 0: Ja, danke Felix.

00:23:08.740 --> 00:23:22.959
Speaker 0: Also wie gesagt, Theologie gehört zur Welt von Diskussionen und Wissen und es ist eine bestimmte Art von Wissen, bestimmter Art von Rede wortwörtlich Rede über Gott.

00:23:25.800 --> 00:23:38.139
Speaker 0: Und man kann sagen das Innerheit der jüdischen Tradition so weit wir über Tradition von Reden, Texten und Bedeutungen sprechen.

00:23:39.159 --> 00:24:07.959
Speaker 0: Also sagen wir so in der Tradition der Torah um jüdisch nochmal zu sprechen kann man sagen dass es irgendwann aber nicht immer und nicht überall auch so eine Art Zureden gab Reden über Gott die historisch etwas sehr eng zusammen mit der Philosophie zu tun hat.

00:24:10.379 --> 00:24:16.740
Speaker 0: Es ist Logie, es ist eigentlich ein theoretisches Wissen über Gott.

00:24:17.699 --> 00:24:23.280
Speaker 0: Das heißt du sagst Wissenschaft als eine bestimmte Wissenschaft über Gott.

00:24:24.780 --> 00:24:31.560
Speaker 0: das zum Beispiel ist eine Frage ob es normativ ist als Logie, als Theologie.

00:24:32.020 --> 00:24:36.260
Speaker 0: Und das gibt es auch in Jündom ab einem bestimmten Moment.

00:24:36.419 --> 00:24:42.620
Speaker 0: eigentlich kann man sagen ab dem Zeitpunkt wo Islam zur Welt kam bzw.

00:24:43.540 --> 00:25:02.620
Speaker 0: islamische Kultur hat in Zusammenhang mit griechischen Philosophien eine Art entwickelt philosophisch-theologisch Übergott zu reden und weil es Juden in islamischer Welt gab, wie Maimonides zum Beispiel ein sehr wichtige jüdische Philosoph.

00:25:02.820 --> 00:25:04.139
Speaker 0: Und kann man sagen Theolog?

00:25:04.560 --> 00:25:08.520
Speaker 0: Weil er war tatsächlich... wir sprechen von der Mittelalter, okay?

00:25:10.240 --> 00:25:23.939
Speaker 0: Eine der überhaupt angefangen hat innerhalb jüdischer Religion so übergott zureden was wir heute sehr oft Theologie nennen und ab dieser Zeitpunkt gibt's Auch Theologie.

00:25:26.580 --> 00:25:41.560
Speaker 0: Allerdings, ich denke die Funktion dessen was man im Judentum dieser abstrakte wissenschaftlichste theoretische Rede über Gott Die Funktion von diesem Diskurs eine andere Funktion hat als in Islam und Andere noch als in Christum.

00:25:44.260 --> 00:25:58.120
Speaker 0: Weil Christentum scheint es mir das und wir haben schon ein bisschen darüber gesprochen Dadurch, dass es eine Kirche und deswegen eine Hierarchite Institution vom Glaube gibt, theoretisches Wissen.

00:25:59.080 --> 00:26:11.360
Speaker 0: Also das was man über Gott sagt oder ja jetzt über alles was mit der Religion zu tun hat und mit Christen zu tun haben viel mehr geregelt ist.

00:26:11.540 --> 00:26:22.399
Speaker 0: Es gibt Mechanismen die relativ stark je nachdem entscheiden was ist legitim oder unlegitim zu sagen.

00:26:22.639 --> 00:26:29.159
Speaker 0: Es scheint mir, dass in der jüdischen Tradition gibt es wenige davon.

00:26:29.260 --> 00:26:45.100
Speaker 0: ich würde nicht sagen es gibt gar nichts davon weil natürlich es gab auch und es gibt auch in Jundum Mechanismen die vielleicht nicht so stark hierarchisiert wie die katholische Kirche ist aber schon bestimmte Mechanism von Anerkennung.

00:26:47.520 --> 00:26:54.520
Speaker 0: Wer weiß, wer gelehrt ist, wer weniger, wer also soziologisch oder gemeinschaftlich anerkannt oder nicht.

00:26:55.800 --> 00:26:57.260
Speaker 0: Was ist eine bestimmte Konsensus?

00:26:57.399 --> 00:26:59.100
Speaker 0: Was wird skandalös?

00:27:00.280 --> 00:27:00.959
Speaker 0: Ja Spinoza!

00:27:02.139 --> 00:27:18.560
Speaker 0: In Amsterdam, im Frühe Moderne hat angefangen Sachen zu sagen die in seiner Synagoge fand man dann skandalös und in eine bestimmte Zeitpunkt hat man dem exkommuniziert also er dürften mich mit Juden umkehren.

00:27:19.439 --> 00:27:26.620
Speaker 0: Es gibt auch sowas aber ich denke es ist weniger reguliert als in der katholische Kirche.

00:27:31.980 --> 00:27:32.620
Speaker 0: Regel davor.

00:27:33.679 --> 00:27:38.540
Speaker 0: jetzt zu Deutschland, also in Deutschland bzw.

00:27:38.939 --> 00:27:42.679
Speaker 0: im deutschen Sprachraum weil es auch in anderen Ländern.

00:27:42.879 --> 00:27:43.260
Speaker 0: das gibt.

00:27:43.780 --> 00:27:51.000
Speaker 0: Es gibt tatsächlich innerhalb der Universitäten eine besondere Wissenschaft.

00:27:51.500 --> 00:28:11.240
Speaker 0: Die Wissenschaft übergeht die Theologie Das anders als Biologie oder Soziologie Tatsächlich nicht nur die allgemeine Strukturen von Entscheidung, was ist oder nicht wares Wissen in der Universität wie alle anderen.

00:28:12.720 --> 00:28:16.899
Speaker 0: Nicht nur mit dieser Institution im Zutun hat sondern noch eine andere Institution und das ist die Kirche.

00:28:18.100 --> 00:28:21.860
Speaker 0: Und das ist eine komplizierte Sache.

00:28:21.899 --> 00:28:29.000
Speaker 0: aber ich denke es tatsächlich kommt daraus dass die Funktion von Theologie noch mal viel mehr geregelt ist.

00:28:29.699 --> 00:28:43.600
Speaker 0: Und es scheint mir, dass in dem was man islamische Theologie und jüdische Theorie nennt die Situation ist anders weil die Regelung ist einfach anders.

00:28:43.659 --> 00:28:44.620
Speaker 0: Es gibt keine Kirche.

00:28:45.260 --> 00:28:51.580
Speaker 0: Das bedeutet das Wissen oder Aussagen oder die Wahrheitsansprache.

00:28:54.580 --> 00:29:01.919
Speaker 0: Jüdische Theologie, also Institutionen für die Physiologie produziert Bücher schreibt Vorträge gibt.

00:29:02.379 --> 00:29:06.459
Speaker 0: es gibt viel unklarer Situation.

00:29:07.159 --> 00:29:08.360
Speaker 0: wer prüft das?

00:29:08.760 --> 00:29:10.439
Speaker 0: Wer darf dazu was sagen oder nicht?

00:29:10.600 --> 00:29:12.040
Speaker 0: außerhalb von anderen Wissenschaftlern?

00:29:12.939 --> 00:29:14.419
Speaker 0: Jetzt ist es stimmt nicht dass keiner.

00:29:15.459 --> 00:29:25.060
Speaker 0: Es gibt keiner der sagt natürlich es könnte sehr stark sein, dass ein Professor das in die jüdische Theologie arbeitet.

00:29:25.480 --> 00:29:57.740
Speaker 0: Obwohl es keine Kirche gibt anfängt Sachen zu sagen über Judentum für Judentom, die irgendwann der jüdischen Gemeinde oder sehr viele Juden als problematisch finden zum Beispiel wenn irgendeine in Deutschland eine jüdliche Theologe wird anfangen zu erzählen, dass im Zentrum von Judentums statt eine absolute Abneigung von Stadtwesen und deswegen Stadt Israel, jüdische Stadt gar nicht mit Jundum zu tun hat sondern vielleicht sogar anti-Judisch ist.

00:29:58.040 --> 00:30:02.580
Speaker 0: Natürlich werden sehr viele Juden sagen ach was soll das wenn man das über Judentum sagt?

00:30:03.080 --> 00:30:04.720
Speaker 0: Das kann da lösen!

00:30:05.300 --> 00:30:19.919
Speaker 0: Und natürlich es kann sein dass genau so eine katholische Theolog etwas sagt in einer direkten in eine direkte Widerspruch zur Kirchenlehre steht, vielleicht dann auch dort Probleme gibt.

00:30:20.199 --> 00:30:26.340
Speaker 1: Ja ich wollte noch was dazu sagen und zwar vielleicht ist das jetzt meine Perspektive sehr stark.

00:30:26.439 --> 00:30:35.639
Speaker 1: aber ich kann verstehen dass sozusagen die katholische Kirche von außen wie so ein sehr autoritäres Gebilde wirkt.

00:30:35.720 --> 00:30:40.879
Speaker 1: aber es gibt schon auch also ich würde jetzt... Ich glaube man kann jetzt nicht.

00:30:43.060 --> 00:30:49.699
Speaker 1: Also es gibt schon auch sozusagen partizipative Elemente innerhalb der Kirche und auch außerhalb der Kirch.

00:30:50.500 --> 00:30:58.720
Speaker 1: Es ist jetzt nicht so eine gated Community, wie man vielleicht das manchmal von außen wahrnimmt was ich verstehen kann wofür wir Verantwortung tragen dass es so gated wirkt.

00:30:59.620 --> 00:31:03.020
Speaker 1: aber es gibt ja auch zum Beispiel den Glaubenssinn aller Gläubigen.

00:31:03.340 --> 00:31:10.860
Speaker 1: Das natürlich schon intra also in in der Community, aber den halte ich schon für wichtig.

00:31:10.959 --> 00:31:24.379
Speaker 1: Und da ist auch ein Ort wo theologische Erkenntnis also eine Wissensproduktion passiert und der wird allen Gläubigen, sprich allen Getauften erst mal zugesprochen.

00:31:25.240 --> 00:31:33.360
Speaker 1: Und gerade seit dem zweiten Vatikanischen Konzil ist er auch sozusagen, wo geht ja auch als wichtiger Erkenntniskwelle?

00:31:33.939 --> 00:31:37.280
Speaker 1: des gesamten Gottesvolks, so sprechen dann Invitäologen.

00:31:37.379 --> 00:31:56.720
Speaker 1: Also heißt der von allen getauften Menschen weltweit und das kann man verstehen wie schon irgendwie eine Art intuitive Fähigkeit die Kirche hier lehre aber auch den eigenen Glaubensvollzug in Übereinstimmung zu bringen.

00:31:56.800 --> 00:32:05.840
Speaker 1: also ich würde jetzt nicht sagen dass alles vom Papst aus Rom da geht's ständig entschieden werden muss oder es ist also sozusagen so ein Micro-Management.

00:32:06.820 --> 00:32:07.899
Speaker 1: So ist das auch nicht.

00:32:08.360 --> 00:32:30.260
Speaker 1: und vielleicht kann Professor Körner noch etwas dazu sagen, dass es auch von der Katholischen Kirche außerhalb des Gebildes Kirche auch Partizipationsmöglichkeiten gibt dass irgendwie komplett geschlossen ist.

00:32:31.899 --> 00:32:35.959
Speaker 1: Obwohl es natürlich auch diese Elemente hat, ist als sozusagen sehr gated.

00:32:37.439 --> 00:32:39.120
Speaker 1: aber genau das würde ich noch mal

00:32:40.260 --> 00:32:41.040
Speaker 2: anfühlen.

00:32:41.379 --> 00:33:10.480
Speaker 2: Mir ist gerade gesagt, ich mache noch einen Satz dazu in den neunzehntelneinzigern Jahren haben wir als kirchliche Gemeinschaft katholisch ausdrücklich anerkannt was wir vorher eigentlich schon immer auch praktiziert hatten nur manchmal etwas zu wenig, nämlich dass die Kirche eine immer weiter lernende Gemeinschaft ist.

00:33:11.500 --> 00:33:32.020
Speaker 2: Von den eigenen Leuten in der Debatte im Hinhörn in der gemeinsamen und unterschiedlichen Erfahrung lernen und auch von Philosophen, Denkern, Kritikern den Stimmen der anderen lernend und aufgreifend.

00:33:32.179 --> 00:33:38.720
Speaker 2: Und durch die Kritik, manchmal auch durch die Ablehnung lernen das gehört schon auch dazu.

00:33:38.939 --> 00:33:41.139
Speaker 2: Das ist jetzt vielleicht ein bisschen idealisiert.

00:33:41.199 --> 00:33:43.040
Speaker 2: aber ich wollte ja auch nur einen Satz dazu sagen.

00:33:43.080 --> 00:33:44.080
Speaker 2: Der sehe ich schon viel zu lang.

00:33:45.320 --> 00:33:51.540
Speaker 2: Vielleicht lieber Elad wir wollen ja nie dass es so eine Einbahnstraße ist.

00:33:52.320 --> 00:33:55.620
Speaker 2: Wir stellen dir die Fragen erwarten dann von dir die Antwort.

00:33:55.679 --> 00:34:01.879
Speaker 2: Jetzt hat Frau Tannen mir gerade schon eine Frage gestellt, aber stellst du uns doch mal die ein oder andere Frage?

00:34:03.199 --> 00:34:12.179
Speaker 2: Was willst du denn von uns noch gerne wissen so gerade jetzt zum Thema Einheit-Regelung?

00:34:13.460 --> 00:34:14.139
Speaker 0: Ja danke Felix!

00:34:14.280 --> 00:34:26.800
Speaker 0: Eigentlich meine große Frage war wie seht ihr Christentum ist das eine Einheitskultur oder Streitkultur.

00:34:28.780 --> 00:34:37.300
Speaker 0: Und lustige Weise haben sie schon angefangen, tatsächlich bevor die Frage kamen, die Antwort zu geben.

00:34:37.940 --> 00:34:45.340
Speaker 0: und das bedeutet vielleicht war die Frage schon da ohne dass ich sie ausdrücklich artikuliert habe.

00:34:46.780 --> 00:34:47.440
Speaker 0: Das ist doch schön!

00:34:51.080 --> 00:34:56.080
Speaker 0: Nur sagen das, wenn ich dann höre ihre Antwort bevor ich die Frage gestellt habe.

00:34:56.180 --> 00:35:20.360
Speaker 0: Dann muss sich darüber nachdenken dass vielleicht ist es so tatsächlich wir zu einfach und karikatoral und falsch denken Wenn sie sagen Christentum weil es Kirche gibt Und noch Katolizismus weil es Papst gibt eigentlich eher eine Einheitsstruktur als Kultur, als Streit.

00:35:21.260 --> 00:35:31.760
Speaker 0: Weil wenn man geschichtlich denkt was Christentum ist, Christentums ist eine unglaubliche Welt von Streit!

00:35:35.600 --> 00:35:38.540
Speaker 0: Die Spaltung von verschiedenen Kirchen

00:35:39.400 --> 00:35:39.720
Speaker 1: ist

00:35:40.100 --> 00:35:49.180
Speaker 0: so zentral geschichtlich zu Christentoum bzw die Die Geburtgeschichte von Christentum, das heißt was man z.B.

00:35:49.500 --> 00:36:04.060
Speaker 0: in Paulus liest ist dass Christendom durch eine Streit entstellt, durch einen Bruch bestimmte Strite mit dem was man Paulus als Jude zum Beispiel verstanden hat.

00:36:04.600 --> 00:36:05.980
Speaker 0: Er hat den Synagogen gesprochen

00:36:06.020 --> 00:36:06.160
Speaker 0: d.h.,

00:36:06.640 --> 00:36:11.180
Speaker 0: er kam aus einer Bestellkultur und hat gesagt ja wir müssen hier ein Bruch machen oder etwas Neues anfangen.

00:36:12.100 --> 00:36:12.260
Speaker 0: D.h.

00:36:12.700 --> 00:36:21.080
Speaker 0: in Christendurm es gibt diese so zentrale scheint es mir auf jeden Fall theologisch und sie sagen mir was die denken vielleicht dass ich bin.

00:36:21.120 --> 00:36:29.960
Speaker 0: meine frage ob es nicht in christen tatsächlich eine sehr starke streitkultur gibt in dem sinn das man muss immer sozusagen das neue denken.

00:36:30.540 --> 00:36:35.620
Speaker 0: und deswegen sind wir auch christendum als eine geschichte von brüche ost und westen.

00:36:37.040 --> 00:36:59.020
Speaker 0: ja die moderne ist von protesten protestantismus sehr stark geprägt, eine Reform, eine Kontrarreform und dadurch eine ständige Dynamik auch heute in unserer Welt der Gegenwart.

00:37:00.240 --> 00:37:02.940
Speaker 0: Landschaft der Kirchen sehr dynamisch ist.

00:37:03.360 --> 00:37:05.160
Speaker 0: Neukirchen, Freikirchen.

00:37:05.580 --> 00:37:07.580
Speaker 0: Pentakost, evangelisch.

00:37:08.640 --> 00:37:12.040
Speaker 0: Deutsche Christen gegen Sina.

00:37:12.800 --> 00:37:14.660
Speaker 0: Sinodale Wege gegen ... Ja?

00:37:14.820 --> 00:37:18.680
Speaker 0: Es ist doch eine sehr dynamische Ereignis.

00:37:19.720 --> 00:37:21.340
Speaker 2: Vorher wollen Sie anfangen oder ... Ich

00:37:23.300 --> 00:37:37.760
Speaker 1: hab so verstanden dass sozusagen Ihre Frage eigentlich ist gibt es im in der Theologie so eine Theologie des Bruches sozusagen, die sich immer wieder wiederholt und die eigentlich so konstitutiv ist im Christentum.

00:37:38.480 --> 00:37:40.320
Speaker 1: Ich weiß nicht.

00:37:40.360 --> 00:37:44.600
Speaker 1: ich finde den Bruch sehr apokalyptisch also es hat immer einen Einbruch.

00:37:45.560 --> 00:37:48.960
Speaker 1: Also das finde ich ein bisschen ambivalent.

00:37:50.640 --> 00:37:59.560
Speaker 1: Ich glaube was es schon gibt durch diese Gedanken dass Reich Gottes hat schon angefangen und steht noch aus, diese Spannung die da ist.

00:37:59.620 --> 00:38:01.900
Speaker 1: Die kann man immer wieder neu verhandeln.

00:38:02.740 --> 00:38:07.160
Speaker 1: Und dann sprechen irgendwie Theologen so ja wir müssen uns die Zeichen der Zeit anschauen.

00:38:08.460 --> 00:38:09.640
Speaker 1: was sagt uns diese Zeit?

00:38:10.200 --> 00:38:17.100
Speaker 1: Also man bewegt sich dann auf die Zeit zu und versucht sie mir jetzt zu verstehen weil man ist ja eh ein Teil von ihr genau.

00:38:17.280 --> 00:38:28.940
Speaker 1: und ich glaube sozusagen wie kann man diese Botschaft die wir mit einer Person, Jesus Christus, der ist für uns die Botschaft.

00:38:29.340 --> 00:38:38.640
Speaker 1: Wie können wir sie jetzt schon verwirklichen und gleichzeitig aber auch dieses ... es steht noch aus und dieses Ausstehen muss darf nicht aufgehoben werden?

00:38:39.080 --> 00:38:43.740
Speaker 1: Weil sonst wird's meiner Meinung nach viel zu apokalyptisch und dann ist dieser Bruch zu doll!

00:38:44.760 --> 00:38:47.680
Speaker 1: Und genau also wie kann man sich die Hoffnung bewahren?

00:38:51.440 --> 00:38:55.080
Speaker 1: Deswegen würde ich sagen, es gibt schon so eine Theologie des Bruches.

00:38:55.160 --> 00:39:09.420
Speaker 1: Die man irgendwie sehr sensibel durchdenken muss und die nicht eine zu starke apokalyptische Anschärfung aus meiner Perspektive einnehmen sollte.

00:39:10.180 --> 00:39:11.320
Speaker 1: Das würde ich dazu sagen.

00:39:12.180 --> 00:39:16.400
Speaker 2: Apokalypthisch heißt schroffes Ende der Geschichte?

00:39:17.020 --> 00:39:17.280
Speaker 2: Nicht wahr?

00:39:17.560 --> 00:39:17.600
Speaker 2: Ja,

00:39:18.000 --> 00:39:18.720
Speaker 1: Weltuntergang.

00:39:20.720 --> 00:39:20.880
Speaker 2: Genau!

00:39:22.460 --> 00:39:28.720
Speaker 2: Ich sage noch einen Punkt in Ergänzung zu dem, was Sie gerade gesagt haben, Votan.

00:39:30.860 --> 00:39:47.140
Speaker 2: Ja, das Christentum ist halt aus dieser Erfahrung der Auferstehung Jesu von Anfang an in der schwierigen Situation, dass wir etwas ausdrücken wollen, was man in die Sprache gar nicht so hineinpacken kann.

00:39:47.740 --> 00:39:52.380
Speaker 2: und deswegen gibt es ständig Diskussionen wie kann man das jetzt gut?

00:39:53.380 --> 00:40:07.760
Speaker 2: zur Sprache bringen und was wir katholischerseits für gut halten, dass wir uns darüber unterhalten und ruhig auch zanken.

00:40:10.140 --> 00:40:12.520
Speaker 2: das endet für viele Katholiken.

00:40:12.680 --> 00:40:22.040
Speaker 2: Ich würde mich da einschließen wenn man sagt ja gut dann müssen wir aber jetzt die Gemeinschaft der Kirche damit aufbrechen und ich gründe jetzt eine neue kirche.

00:40:22.500 --> 00:40:28.020
Speaker 2: Auch Luther wollte das nicht, der hat sogar einmal gesagt es wäre absurd wenn man eine neue Kirche gründen wollte.

00:40:28.880 --> 00:40:34.620
Speaker 2: Dass wir trotz der Unterschiede diese Eine Zeugnisgemeinschaft sind und bleiben.

00:40:34.720 --> 00:40:36.520
Speaker 2: dass die große Herausforderung.

00:40:36.580 --> 00:40:38.940
Speaker 2: schönes Beispiel sechzehntes Jahrhundert.

00:40:40.100 --> 00:40:57.880
Speaker 2: Die erst kürzlich gegründeten Jesuiten streiten sich mit den schon aus dem Mittelalter kommenden Intellektuellen Ordensleuten den Dominikanern über eine feine Frage, wie viel können wir selber beitragen zur Erlösung?

00:40:58.960 --> 00:41:00.560
Speaker 2: Stichwort Gnadenstreit.

00:41:01.740 --> 00:41:12.580
Speaker 2: Und Jesuitten und Dominikaner erklären die Position des jeweils anderen als so verkehrt dass sie nicht mehr katholisch sind.

00:41:13.080 --> 00:41:14.180
Speaker 2: Das ist falsch.

00:41:14.280 --> 00:41:15.660
Speaker 2: du bist kein Katholik mehr!

00:41:15.740 --> 00:41:18.880
Speaker 2: Du bist aus der Kirche ausgeschlossen mit deiner Meinung.

00:41:19.160 --> 00:41:24.900
Speaker 2: Aber die Jesuiten und die Dominikaner haben ganz die Macht, andere Leute aus der Kirche auszuschließen.

00:41:25.320 --> 00:41:37.600
Speaker 2: und dann tritt der Papst auf und sagt er entscheidet jetzt diese Streitfrage und sagt meine Entscheidung lautet ihr dürft einander nicht mehr aus der kirche ausschließen.

00:41:38.280 --> 00:41:39.560
Speaker 2: könnt ihr weiter diskutieren?

00:41:39.860 --> 00:41:41.520
Speaker 2: ich muss auch gar nicht position beziehen.

00:41:42.100 --> 00:41:46.400
Speaker 2: das einzige was ich verlange ist ex kommuniziert euch nicht mehr.

00:41:46.880 --> 00:41:49.740
Speaker 2: Also erklärt mich einander, ihr seid ja gar nicht wirkliche

00:41:49.820 --> 00:41:50.200
Speaker 2: Christen.".

00:41:51.540 --> 00:42:13.120
Speaker 2: Das finde ich so treffend um zu sagen Ja, Unterschiede Vielfalt auch Überraschung über die neue sprachliche Notwendigkeit und Möglichkeit vom Ostergeschehen von Jesus richtig zu reden aber ohne den Bruch der Gemeinschaft

00:42:13.840 --> 00:42:14.420
Speaker 0: Ja, aber natürlich.

00:42:14.720 --> 00:42:16.420
Speaker 0: dann ist es eine gute Frage.

00:42:16.560 --> 00:42:17.340
Speaker 0: Was bedeutet das?

00:42:17.460 --> 00:42:20.400
Speaker 0: es verschiedene Kirchen gibt?

00:42:22.560 --> 00:42:25.580
Speaker 0: Wie versteht jede Kirche diese Vielfalt?

00:42:26.020 --> 00:42:48.100
Speaker 0: Interessante Weise habe ich neulich erfahren dass in Nachvatikant II zwei verschiedene Diskussionsforum-Komiteet entstanden sind für die Katholiken, also der katholische Kirche.

00:42:48.280 --> 00:43:01.360
Speaker 0: Eine für die Beziehungen zwischen Katholikern und andere Religionen und eine andere für Katholiker mit anderen Christen.

00:43:02.320 --> 00:43:04.180
Speaker 0: Also andere Kirchen des Christentums!

00:43:04.300 --> 00:43:07.280
Speaker 0: Und das ist zwei verschiedene Beziehung.

00:43:07.820 --> 00:43:17.180
Speaker 0: Interessanterweise Judentum wurde als Teil von den ekumenischen und nicht von der Weltreligion.

00:43:18.640 --> 00:43:27.120
Speaker 2: Also ursprünglich hießen die beiden Sekretariate, dann hießen sie pälzliche Rähte und inzwischen heißen sie Dikasterien.

00:43:28.360 --> 00:43:50.940
Speaker 2: aber die einen heißen eben für den inter- religiösen Dialog und die anderen heißen für die Einheit der Kirche Einheitssekretariats gleichzeitig damit beauftragt war, sich um die Fragen des Judentums zu kümmern.

00:43:51.540 --> 00:43:54.000
Speaker 2: Kardinal Augustin Bea in Jesuit.

00:43:54.800 --> 00:44:08.960
Speaker 2: Deswegen wurden die Themen Judentum und andere Kirchen in ein- und dieselbe Behörde gelegt was aber auch schon nochmal einen guten geschichtlichen Sinn hat.

00:44:09.440 --> 00:44:15.160
Speaker 2: Es gibt ja in Rom eine tolle, uralte Kirche mit einem Mosaik.

00:44:16.240 --> 00:44:23.520
Speaker 2: Ich glaube das ist um die Zeit vierhundert entstanden und da sind zwei Figuren abgebildet.

00:44:25.400 --> 00:44:29.300
Speaker 2: Die Kirche aus den Heiden, aus dem Völkern.

00:44:29.560 --> 00:44:44.260
Speaker 2: Ecclesia excentibus Ex-Zirkumzisione, also die aus der Beschneidung kommen auf Deutsch jüdische Christen.

00:44:44.940 --> 00:44:59.420
Speaker 2: Das ist natürlich schon eine Hoffnung, die in der Kirche besteht dass wir Menschen aus allen Völkern mit der Osterfreude beschenken können.

00:45:00.700 --> 00:45:10.060
Speaker 2: wenn aber Juden und Jüdinnen kommen dann müssen sie nicht so leben wie wir, die wir eben Kirche aus den Völkern sind.

00:45:10.560 --> 00:45:26.900
Speaker 2: Sondern dann können sie sehr wohl mit den Regeln der Beschneidung, mit den Regelungen des Kurscheren Essens als Jüdinnen und Juden weiterleben so wie die ersten Apostel ja auch weiter in den Tempel gegangen sind, der damals noch bestanden hat usw.

00:45:27.240 --> 00:45:42.860
Speaker 2: Also deswegen gibt es einen ganz guten geschichtlichen Hintergrund, der diese Zusammenlegung – die verschiedenen Kirchen und die Themen des Judentums in ein oder derselben Behörde begründen kann.

00:45:44.020 --> 00:46:13.740
Speaker 0: Genau, also genau das war meine Meinung immer so mein Vorschlag, dass die Geschichte von Christentum eigentlich eine Geschichte von... Also ich habe Buch gesagt und das hat Frau Tannen auf Apokalypse gebracht und das wollte nicht so erschrecken vor allem vielleicht sollte man nicht Bruch sagen sondern bestimmte Spaltung oder ein Trennen, das auch nicht immer wie gesagt zerstörig sein muss.

00:46:13.800 --> 00:46:19.820
Speaker 0: Sondern vielleicht noch produktiv weil eben es eine Mehrheit von Kirchen gibt.

00:46:20.360 --> 00:46:28.060
Speaker 0: und was mich interessiert hat also der Papst hat den Sechstehundert entschlossen dass eben Dominicana und Jesuiten beide zu Kirche gehören.

00:46:28.580 --> 00:46:38.840
Speaker 0: aber das bestimmt gilt auch mit Grenzen andere Gruppen, die darüber streiten was christlich bedeutet.

00:46:39.600 --> 00:46:46.380
Speaker 0: Das heißt es gibt schon eine Anerkennung dass es mehrere Kirchen nicht nur Religionen sondern mehr Kirchen gibt.

00:46:47.540 --> 00:47:06.500
Speaker 0: und man stellt sich die Frage davon gehe ich aus ist vielleicht soll ich sage frage formulieren aber wie verhält es sich mit anderen Kirchen, die historisch sozusagen der katholische Kirche herausgefordet haben.

00:47:07.260 --> 00:47:09.320
Speaker 0: Dagegen protestiert haben, reformiert.

00:47:09.400 --> 00:47:10.120
Speaker 0: Es gab Kriege!

00:47:10.620 --> 00:47:12.900
Speaker 0: Man hat sich gegenseitig geschlachtet.

00:47:13.400 --> 00:47:14.800
Speaker 0: Das machen wir irgendwie nicht mehr.

00:47:16.240 --> 00:47:31.940
Speaker 0: Das heißt, es gab auch eine Änderung in dem Sinne wie man versteht dass es mehrere Kirchen gibt das es im Christentum auch Orthodoxen gibt und dass noch Kirchen gibt, die ganz klein sind.

00:47:33.320 --> 00:47:34.280
Speaker 0: Und was bedeutet das?

00:47:37.120 --> 00:47:52.680
Speaker 0: Was heißt diese, ob man eine Hoffnung hackt, dass einmal irgendwann alle werden sich mal einstimmen oder ist das in Ordnung, es gibt mehrere Auslegungen aber alle kommen in im Himmlische Jerusalem.

00:47:53.700 --> 00:47:56.820
Speaker 0: oder wie versteht man das?

00:47:58.960 --> 00:48:10.200
Speaker 2: Also, erster Punkt wir sagen Gott sei Dank nicht mehr ja wer sich von der katholischen Kirche getrennt hat in einer eigene christliche Gemeinschaft gegründet hat.

00:48:10.320 --> 00:48:25.800
Speaker 2: Der hat halt selber die Schuld sondern wir sehen dass oft Kritik an der Weltkirche geübt wurde die berechtigt war und wo wir zu stur waren diese Kritik auch konstruktiv aufzunehmen.

00:48:25.880 --> 00:48:26.040
Speaker 2: Also

00:48:26.540 --> 00:48:26.820
Speaker 0: Bruch

00:48:27.420 --> 00:48:33.520
Speaker 2: ist nicht immer die Schuld derer, die Gemeinschaft verlassen sondern liegt an beiden Seiten.

00:48:33.600 --> 00:48:37.520
Speaker 2: Wir müssen auch und haben früher zu wenig.

00:48:38.260 --> 00:48:48.580
Speaker 2: Wir müssen lernen mit oft sehr berechtigten reformlierenden Kritik konstruktiver umzugehen.

00:48:50.200 --> 00:48:53.320
Speaker 2: Aber das war noch eine Ergänzung von vorhin.

00:48:54.020 --> 00:49:15.040
Speaker 1: Also aus meiner Perspektive macht sich die katholische Kirche schon sehr viel darüber Gedanken, wie man eigentlich Streit kultivieren kann, Meinungsverschiedenheiten über auch Glaubensfragen in der Kirche sozusagen bevor sich Leute abspalten und sagen so wir machen jetzt unsere eigene Sache weil offensichtlich hört ihr uns nicht richtig zu.

00:49:17.060 --> 00:49:23.320
Speaker 1: Da finde ich schon, dass man sich jetzt seit dem zweiten Partikanum in den Dokumenten zumindestens.

00:49:23.380 --> 00:49:25.240
Speaker 1: Also die Umsetzung davon ist dann was anderes.

00:49:25.340 --> 00:49:32.280
Speaker 1: aber in den dokumenten finde ich gibt es schon Möglichkeiten das genau zu pflegen.

00:49:32.580 --> 00:49:39.580
Speaker 1: und Ja, ich habe schon gesagt dieser Glaubenssinn der Gläubigen ist glaube ich schon ein Versuch genau das zu machen.

00:49:39.780 --> 00:49:45.860
Speaker 1: Also unterschiedliche... also die Vielfalt.

00:49:45.980 --> 00:49:49.680
Speaker 1: wie können wir die Embracing?

00:49:51.520 --> 00:49:53.360
Speaker 1: Also wie können we die Teil haben lassen?

00:49:54.840 --> 00:50:07.840
Speaker 1: Wie können wir sozusagen die Perspektiven und die Fragen die unterschiedlichen Personen mitbringen, die die Zeit mit sich bringt.

00:50:08.660 --> 00:50:12.420
Speaker 1: Wie können wir sie eigentlich nicht einfach so abwehren und sagen ne?

00:50:12.520 --> 00:50:22.160
Speaker 1: Wir wollen uns jetzt damit nicht befassen wie es auch wirklich oft in der höchsten Geschichte passiert ist oder man irgendwie wissenschaftliche Erkenntnisse dann einfach geleugnet hat gesagt nein das ist nicht so.

00:50:22.780 --> 00:50:34.000
Speaker 1: und dann irgendwie ein paar hundert Jahre später ach doch also wie kann man da eigentlich präventiv sich aufstellen in drin mehr Partizipationsmöglichkeiten schaffen, Prozesse schaffen.

00:50:34.160 --> 00:50:42.180
Speaker 1: Wo irgendwie ja der das besser artikuliert wird und mit einbezogen wird?

00:50:42.240 --> 00:50:46.880
Speaker 1: Ich glaube dass es schon so dieser Glaubens in der Gläubigen ist der Versuch das zu machen.

00:50:47.460 --> 00:51:00.000
Speaker 0: Na ich wollte fragen ob Sie das als eine neue Entwicklung im Verhältnis zu vielleicht geschichtliche andere geschichtliche Zeiten und ob sie das gut finden.

00:51:00.600 --> 00:51:08.260
Speaker 0: Und ob Sie auch gut finden, wenn es weniger Trennung zwischen Kirchen überhaupt gäbe.

00:51:09.000 --> 00:51:11.660
Speaker 0: Das heißt warum soll man so stark beharen?

00:51:11.740 --> 00:51:14.180
Speaker 0: Das ist katholische Kirche und evangelische.

00:51:15.120 --> 00:51:18.580
Speaker 0: Es gibt katholische Theologie und evangelischer Theologie.

00:51:18.740 --> 00:51:21.920
Speaker 0: Es geht diese Fakultät und diese Akademie und die anderen Akademien.

00:51:22.280 --> 00:51:24.540
Speaker 0: Vielleicht ist das tatsächlich nicht so wichtig...

00:51:25.480 --> 00:51:27.500
Speaker 2: Ja, das darf uns wirklich nicht egal sein.

00:51:27.840 --> 00:51:43.360
Speaker 2: Also wir wollen uns schon wirklich sehr bemühen und lernen aufeinander zugehen damit wir miteinander besser Zeugnis ablegen können und mehr und mehr eine Gemeinschaft werden.

00:51:44.120 --> 00:51:57.680
Speaker 2: also einmal ist mir das sehr klar geworden als ich in Rom unterrichtet habe ein übrigens US-amerikanischer Seminarist hat gefragt, hat so die rechte und linke Hand vor mich gehalten wenn ihr rechts die Katholiken sind.

00:51:57.800 --> 00:52:02.820
Speaker 2: Und hier links die evangelischen Wie funktioniert dann Einheit der Kirche?

00:52:03.060 --> 00:52:08.600
Speaker 2: Heißt das dass die Kathologen ein bisschen nach links gehen müssen und die Evangelischen ein bisschen da rechts?

00:52:09.300 --> 00:52:15.280
Speaker 2: und Dann hat jeder so Kompromiss gemacht mit seinem Glauben und dann kann man sich einigen.

00:52:16.380 --> 00:52:18.020
Speaker 2: Mir ist klar geworden Nein!

00:52:18.220 --> 00:52:24.160
Speaker 2: So funktioniert es nicht nicht irgendwelche Kompromisse schließen, damit es dann nachher klappt oder so.

00:52:24.780 --> 00:52:35.200
Speaker 2: Sondern wir haben alle als Christinnen, als Gemeinschaften die Aufgabe dass wir mehr die wirkliche Kirche werden.

00:52:35.260 --> 00:52:50.620
Speaker 2: also nicht die einen müssen mehr nach links, die anderen müssen mehr rechts sondern wir müssen weiter nach vorne gehen um immer ernsthafter und echter die Kirche Jesu Christi Die Kirche die wir im Glaubensbekenntnis bekennen werden zu können.

00:52:51.260 --> 00:53:15.140
Speaker 2: Also nicht kompromisse, faul oder kompromisslerisch sondern der Schritt nach vorne den ich natürlich auch durch das Gespräch mit den anderen oft erst entdecke dass sich denn jetzt tun muss in welche Richtung der genau gehen muss damit das was ich als wahres Christentum verstehe wirklich verwirklichen

00:53:15.180 --> 00:53:15.280
Speaker 0: kann.

00:53:15.360 --> 00:53:21.460
Speaker 0: Das heißt du sagst es ist nichts so Sondern es muss so sein und einfach, muss man ein Dach drauf setzen.

00:53:23.620 --> 00:53:46.540
Speaker 2: Also weil jetzt nicht alle Leute uns sehen werden möchte ich's beschreiben ja also nicht die rechts sind müssen weiter nach links und die links sind weiter nach rechts gehen sondern wir müssen beide nach vorne gehen um mit dem Gespräch voneinander zu lernen wo wir noch Christen, die Kirche sind.

00:53:47.000 --> 00:53:52.880
Speaker 2: Die wir eigentlich sein wollen und auch in unseren Texten zum großen Teil schon versprechen zu sein.

00:53:53.580 --> 00:53:58.120
Speaker 2: Wir sagen über die Kirchen des Credos also die Kirch unseres Glaubensbekenntnisses ja?

00:53:58.500 --> 00:54:08.240
Speaker 2: Die eine heilige apostolische katholische Kirche Und so reden wir von der kirche aber sehen wie oft er das noch gar nicht sind.

00:54:11.160 --> 00:54:15.420
Speaker 0: Das heißt, es ist nicht zwei Parallele die sie sich nie treffen.

00:54:17.400 --> 00:54:19.340
Speaker 0: Sondern Sie haben eine bestimmte Richtung

00:54:19.380 --> 00:54:19.480
Speaker 2: und

00:54:20.680 --> 00:54:22.400
Speaker 0: in der Zukunft solle sie sich treffen.

00:54:23.260 --> 00:54:24.460
Speaker 2: Ja das ist unsere Hoffnung.

00:54:25.160 --> 00:54:48.940
Speaker 2: mit manchen kirchlichen Gesprächspartnern also Gesprächspartnern, die andere Kirchen sind, sind wir da auch auf einem ganz tollen Weg haben wir evangelischer und katholischerseits schon sehr viel Verständnis füreinander, und lernen da beide besser Kirche zu sein.

00:54:49.340 --> 00:55:01.120
Speaker 2: Und gerade wir Katholikinnen und Katholiken haben die Hoffnung – aber es gibt auch auf evangelischer Seite viele, die diese Hoffnung haben -, dass wir da tatsächlich wieder eine Gemeinschaft werden können!

00:55:01.580 --> 00:55:02.800
Speaker 2: schon mit anderen Stielen.

00:55:03.740 --> 00:55:13.880
Speaker 2: Wenn manche, die zu unserer einen großen Kirche gehören, lieber die Luther-Übersetzung in ihren Gottesdiensten lesen ist doch völlig in Ordnung.

00:55:13.940 --> 00:55:23.360
Speaker 2: darauf kommt es nicht an nur dass wir uns wirklich so stark anerkennen das wir sagen wir wollen gemeinsam Zeugnis für Christus ablegen.

00:55:24.640 --> 00:55:37.300
Speaker 1: Ja ich finde eigentlich sozusagen diese Verflechtung die man vielleicht einem einfacher fällt zu einer anderen Religion anzuerkennen, sagen ja also Judentum und Christum sind verflochten miteinander.

00:55:37.360 --> 00:55:40.960
Speaker 1: Und sie haben sich nicht isoliert voneinander entwickelt und tun es auch heute nicht.

00:55:41.840 --> 00:55:52.860
Speaker 1: Ich glaube es fällt einem vielleicht manchmal schwieriger das in der eigenen Religionsgemeinschaft anzuerkennen dass es da eben auch interne Vielfalt gibt und zwar auch sehr viel.

00:55:54.240 --> 00:55:56.800
Speaker 1: Ich würde jetzt sagen ich habe nicht das Bedürfnis das einzuhägen.

00:55:58.740 --> 00:56:01.520
Speaker 1: Das Ziel ist, dass es alles gleich ist und alles wieder so zusammenkommt.

00:56:01.560 --> 00:56:25.320
Speaker 1: Weil ich finde auch durch die Zeit haben ja auch andere Konfessionen ihre eigenen Schatz aufgebaut und eine eigene... Ja also da ist ja sozusagen ganz viel entstanden was mit uns verflochten ist und was auch irgendwie diese Verlechtung hat einen Wert für beide Seiten.

00:56:26.360 --> 00:56:33.960
Speaker 1: deswegen finde ich muss man das nicht irgendwie so krampfhaft auflösen wollen

00:56:34.480 --> 00:56:36.320
Speaker 2: oder in so einer Einheitskultur überführen.

00:56:38.700 --> 00:56:45.680
Speaker 1: Ich habe mal im Libanon studiert, in Beirut und dort kann man auch wirklich sehr viel christliche Vielfalt kennen lernen.

00:56:48.120 --> 00:56:54.700
Speaker 1: Ja, also ich hab eigentlich so aus dieser Erfahrung heraus die unterschiedlichen christlichen... Also auch asyrische Christen zum Beispiel.

00:56:54.880 --> 00:56:56.600
Speaker 1: Wie vorher habe ich ihn einfach noch nie vorher kennengelernt?

00:56:57.040 --> 00:57:13.900
Speaker 1: Ich würde jetzt nicht sagen dass es irgendwie das Ziel sein sollte, dass diese eigene Tradition, die dort existiert, die auch durch die Zeit getragen wurde bewahrt wurde und den Menschen auch extrem wichtig ist, dass sie bewahrт bleibt irgendwie aufgehoben.

00:57:16.960 --> 00:57:23.460
Speaker 1: sich irgendwie wegfallen soll oder irgendwo anschließen soll und sich da jetzt eingliedern muss.

00:57:23.620 --> 00:57:29.400
Speaker 1: Das weiß ich gar nicht, ob das so ein Wert ist.

00:57:29.860 --> 00:57:31.860
Speaker 0: Also einfach weiterzudenken diese Spaltung!

00:57:32.720 --> 00:57:35.240
Speaker 0: und Streit oder Einheit innerhalb des Christentums.

00:57:35.680 --> 00:57:41.780
Speaker 0: Also ich habe erwähnt, dass es gab Zeiten wo Christen gegeneinander gekämpft haben und sich geschlachtet haben.

00:57:42.380 --> 00:57:44.660
Speaker 0: Und das gibt es nicht mehr.

00:57:44.740 --> 00:58:03.500
Speaker 0: nicht, dass Christen gegen einen nicht kämpfen aber die Kirschen als Kirschan kämpfen an solcher nicht Sondern die streiten eher... Oder die Spaltung gehen sehr institutionell in Ritus vielleicht und so weit.

00:58:03.600 --> 00:58:24.580
Speaker 0: Aber ich frage euch, mich und euch inwiefern gibt es überhaupt heute in der Welt nicht in unsere Verhältnis zu Ende der Welt also zu letzter Tag zur Erlösung sondern in unserer Verhaltensweise In der Welt zu der Welt?

00:58:26.080 --> 00:58:43.760
Speaker 0: Inwiefern des Innerhalb des Christentums als Christentum und in Wiffer dieser Spaltungen haben noch damit zu tun, zu welcher Kirche man gehört.

00:58:44.140 --> 00:59:04.260
Speaker 0: Also ist in Deutschland sozusagen dadurch das man Katholik eher als evangelisch ist würde es eindeutig bedeuten dass man eine andere politische Aussichten oder soziale Aussichten hat ... sehen Sie noch etwas?

00:59:04.460 --> 00:59:12.580
Speaker 0: Das heißt, dass die Zügehörigkeit zu verschiedenen Kirchen auch zur Weltpolitik oder zu Leben in der Welt was bedeutet.

00:59:12.880 --> 00:59:19.760
Speaker 0: Oder ist das nur sozusagen rein theologische Unterschiede in Bezug auf die Erlösungsdynamik?

00:59:21.940 --> 00:59:37.660
Speaker 2: Also in Deutschland und vielleicht im ganzen Deutschsprachigen Raum katholisch oder evangelisch sein gar nicht mehr Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen Kulturen, zu zwei verschiedene Weltsichten.

00:59:37.900 --> 00:59:43.280
Speaker 2: Zu zwei verschiedenen Parteien oder sowas das gibt es alles kaum noch.

00:59:45.240 --> 01:00:01.900
Speaker 2: gerade in der allerjüngsten Generation von Leuten die sie über diese Fragen Gedanken machen gibt's wieder so neue Profilierung glaube ich auf katholischer Seite, dass dann junge Leute sagen nein weil wir katholisch sind, ticken wir so und so.

01:00:02.540 --> 01:00:10.680
Speaker 2: Aber das ist dann doch eher ein bisschen leicht identitär gedacht.

01:00:10.800 --> 01:00:16.200
Speaker 2: ja, weil man katholoisch ist muss man jetzt so ticken wie JD Warns oder dergleichen.

01:00:16.260 --> 01:00:35.920
Speaker 2: also in Deutschland Gott sei Dank die allermeisten Menschen sagen als evangelischen und katholische empfinden, leben und urteilen wir ein sehr verwandt und verstehen gar nicht warum unsere Kirchen noch getrennte Gemeinschaften sind.

01:00:36.200 --> 01:00:37.380
Speaker 2: Frau Rotan sehen Sie das anders?

01:00:38.880 --> 01:00:44.060
Speaker 1: Ja ich bin ja gerade in den USA und hier ist es schon eine sehr virulette Frage.

01:00:44.940 --> 01:00:51.100
Speaker 1: Es gibt ja auch so das Phänomen oder eine Diskussion die Ich weiß nicht, da ist mein Wissen beschränkt.

01:00:51.140 --> 01:01:01.680
Speaker 1: Aber ich glaube es gibt sich hier die Diskussion zu Zivilreligionen, die sozusagen unabhängig von konfessionellen Kirchen dem Judentum Islam existiert.

01:01:01.960 --> 01:01:14.240
Speaker 1: und das finde ich eigentlich eine spannende Frage weil wenn JD Vance irgendwie ja sich als Katholik äußert und gleichzeitig als Staatsmann Was macht das?

01:01:14.300 --> 01:01:15.600
Speaker 1: Also ich glaube, es ist sehr abhängig.

01:01:15.700 --> 01:01:17.520
Speaker 1: Wo ist man in welchem Kontext?

01:01:18.060 --> 01:01:21.120
Speaker 1: Wie ist da das Verhältnis zwischen Staat- und Religionsgemeinschaften?

01:01:23.140 --> 01:01:26.600
Speaker 1: Und das kann man irgendwie schwer so allgemein sagen!

01:01:26.900 --> 01:01:33.660
Speaker 1: Ich würde sagen in den USA ganz anders auch als in Europa, weil's hier One Nation Under God isst.

01:01:34.800 --> 01:01:41.720
Speaker 1: Das glaub' ich für uns in Deutschland manchmal... Ich habe so länger ich jetzt hier bin, das Gefühl war gereden da ganz oft aneinander vorbei.

01:01:42.540 --> 01:01:50.380
Speaker 1: Weil eben des Staatskirchenverhältnis oder Staatsreligionsverhältnissen doch anders strukturiert ist sich ganz anders entwickelt hat gerade was die katholische Kirche angeht.

01:01:50.440 --> 01:01:51.540
Speaker 1: Die war hier in der Minderheit.

01:01:52.600 --> 01:01:53.840
Speaker 1: Das kennen wir in Deutschland nicht.

01:01:54.260 --> 01:01:55.940
Speaker 1: also wie werden jetzt eine Minderheid?

01:01:56.480 --> 01:02:12.040
Speaker 1: Also genau die andere Bewegung und von daher glaube ich sind da andere gibt es noch andere Geschichte und auch andere Ressourcen die sozusagen dann dass die katholische Theologie in die Öffentlichkeit mit reinbringen kann.

01:02:15.560 --> 01:02:23.100
Speaker 1: Aber vielleicht auch jetzt eine gemeinsame Herausforderung, weil eigentlich so die religiösen Landkarten jetzt sehr ähnlich sind – USA und Deutschland.

01:02:23.900 --> 01:02:25.360
Speaker 1: Ich finde das sehr kontextabhängig.

01:02:26.660 --> 01:02:26.740
Speaker 0: In

01:02:27.680 --> 01:02:44.120
Speaker 2: Deutschland hat aber der große Teil der katholischen Bevölkerung schon mal einen evangelischen Gottesdienst hauptsächlich in der mehrheits- evangelischen Kirche gefeiert wird, miterlebt.

01:02:44.200 --> 01:02:57.780
Speaker 2: Und da war eine Pfarrerin dran oder man hört ne Pfarrin in der Morgenandacht oder dergleichen und hat da ein viel größeres Verständnis auch dafür dass Frauen Pfarrerinnen werden können.

01:02:58.220 --> 01:03:04.500
Speaker 2: In den USA gibt es doch auch eine ganze Reihe von Katholiken die sich das überhaupt nicht vorstellen können.

01:03:04.560 --> 01:03:07.900
Speaker 2: also ein stärkeres Profil.

01:03:08.560 --> 01:03:17.800
Speaker 2: Wir sind katholisch, weil nicht evangelisch die unter den Katholiken und Katholikern dich aus den USA kennen.

01:03:18.720 --> 01:03:20.700
Speaker 2: Ist das schon ein bisschen stärker glaube ich?

01:03:20.760 --> 01:03:22.000
Speaker 2: Verstehen Sie was meine fordern?

01:03:23.140 --> 01:03:23.860
Speaker 1: Ja, ich weiß nicht.

01:03:24.200 --> 01:03:29.660
Speaker 1: Ich bin ja jetzt glaube ich allein sehr als Boston College ist sehr offen liberal so.

01:03:30.000 --> 01:03:31.380
Speaker 1: Ich mache eine ganz andere Erfahrung.

01:03:31.440 --> 01:03:37.980
Speaker 1: aber das glaube ich in der USA ist so groß also dass es ungefähr wie Europa da ist halt auch in jedem Land so anders.

01:03:40.940 --> 01:03:44.700
Speaker 1: Boston ist ein sehr katholischer Ort, das ist sehr kartholisch geprägt.

01:03:48.900 --> 01:03:50.600
Speaker 1: in jeder Gemeinde dann anders.

01:03:51.200 --> 01:04:06.020
Speaker 1: Mein, ich würde sagen Katolizismus ist auf jeden Fall mehr als JD Vance der auch übrigens gerade das Katolisch geworden ist und ich würd sagen USA sind was Katoliziertes angeht enorm divers und eigentlich auch eine Ressource waren sie ja auch im zweiten vatikanischen Konzil.

01:04:06.080 --> 01:04:25.760
Speaker 1: was überhaupt die Anerkennung zum Judentum besonders angeht durch Rabina Tannenbaum der da ja wegweisend war und auch ein Jesuiten John Courtney Murray aktiv gefragt hat, wie kann man in einer religiösen im religiösen Pluralismus das Partikulare irgendwie in die Öffentlichkeit einbringen?

01:04:25.820 --> 01:04:29.380
Speaker 1: Also ich würde eigentlich also mein einfach, den ich jetzt hier mache oder dem Kontext wo ich bin.

01:04:29.500 --> 01:04:33.160
Speaker 1: Morae war auch in Boston ist eigentlich genau das Gegenteil.

01:04:33.440 --> 01:04:36.180
Speaker 1: Oder ich sehe hier irgendwie so eine lernliche Ressourcenkette, wo ich denke Boah!

01:04:36.300 --> 01:04:45.020
Speaker 1: Das ist ja total spannend und es ist ein ganz anderer Wind als jetzt JD Vance da kommuniziert.

01:04:48.400 --> 01:04:53.660
Speaker 1: Ich finde eigentlich ist es sehr, sehr vielfaltig was irgendwie wir ja auch aus Europa kennen.

01:04:54.640 --> 01:05:01.820
Speaker 1: Da ist das auch ganz anders in unterschiedlichen Ländern aufgrund unterschiedlicher historischer Geschehnisse.

01:05:02.340 --> 01:05:15.640
Speaker 0: Vielleicht letzte Frage für diese Frau Tannen als deutsche Katholikin in Amerika haben sie das Gefühl dass die amerikanische Katholiken mehr amerikanischen oder amerikatuliken sind?

01:05:15.940 --> 01:05:16.340
Speaker 0: Für Sie!

01:05:18.100 --> 01:05:23.560
Speaker 1: Darüber gab es ganz viele Debatten hier, ob den Katholiken überhaupt gute Amerikaner werden können.

01:05:25.660 --> 01:05:34.040
Speaker 1: Ich glaube diese Debatte gibt es immer noch – ich habe mittlerweile das Gefühl gerade hier so in Neu-England ist es jetzt on vogue auf eher katholisch zu sein, die gibt's eher weniger Baudestanden mittlerweile!

01:05:35.740 --> 01:05:49.320
Speaker 1: Ich würde sagen sie sind amerikaner aber auf eine katholische Art und Weise und das hat man irgendwie durch die Etablierung eines ganz eigenen Bildungssystems geschafft, aber ich würde sagen es hat funktioniert.

01:05:49.500 --> 01:06:03.220
Speaker 1: Also die sind auf jeden Fall Amerikaner, aber an Kotlik Terms also so ganz auf eine eigene Art und Weise, das hat lange gedauert bis es akzeptiert wurde von der protestantischen Elite, aber jetzt ist es sehr akzeptierter.

01:06:03.820 --> 01:06:07.480
Speaker 2: Lieber Elad vielen Dank für dieses tolle Gespräch!

01:06:08.040 --> 01:06:21.080
Speaker 2: Du hast uns wirklich gezeigt wie oft wir noch mit Projektionen auf die anderen und dass andere schauen Und hast du uns da wirklich die neue Sichtweise beigebracht.

01:06:21.220 --> 01:06:28.660
Speaker 2: Also vielen Dank für deine Zeit und dass viele wissen, dass du uns erschlossen hast!

01:06:29.000 --> 01:06:29.680
Speaker 2: Alles Gute dir!

01:06:30.040 --> 01:06:30.800
Speaker 0: Sehr sehr gerne!

01:06:31.120 --> 01:06:32.200
Speaker 0: Sehr, sehr gerne, Felix!

01:06:33.200 --> 01:06:34.580
Speaker 0: Und sehr, sehr gern Frau Tannen!

01:06:34.840 --> 01:06:35.460
Speaker 1: Vielen Dank!

01:06:36.660 --> 01:06:37.240
Speaker 0: Allesgutze!

01:06:37.420 --> 01:06:38.900
Speaker 0: Danke, danke fürs Gespräch!

01:06:43.620 --> 01:06:46.660
Speaker 2: Frau Tann, wie ist es Ihnen mit El Adlapidot ergangen?

01:06:46.740 --> 01:06:47.440
Speaker 2: Erzählen Sie mal.

01:06:47.760 --> 01:06:47.860
Speaker 2: Mir

01:06:47.940 --> 01:07:11.080
Speaker 1: ist sehr klar geworden im Gespräch diesen Unterschied ... Also er hat ja selber für geworben nicht zu generalisierend über das Judentum zu sprechen und auch sich klarzumachen welche Annahmen hat, also wo man sich selbst verortet wenn man über das Judithub spricht oder grundsätzlich über andere Religionen dass da immer schon Standpunkte kommuniziert werden.

01:07:12.140 --> 01:07:20.200
Speaker 1: Das fand ich einerseits sehr gut und wichtig, dass man sozusagen seine Perspektive reflektiert.

01:07:20.880 --> 01:07:22.800
Speaker 1: Und mitbedenkt die man hat.

01:07:23.260 --> 01:07:36.580
Speaker 1: also jetzt in meinem Fall katholische Theologin habe ich natürlich auch eine bestimmte Perspektiv auf das Judentum und genau da hat das fand ich sehr gut, dass er das nochmal sehr dafür wirbt sich dem selbst zu vergewissern.

01:07:37.300 --> 01:07:43.080
Speaker 1: Und dann hat er ja gesagt, es gibt sozusagen... Hat das so beschrieben?

01:07:43.160 --> 01:07:52.140
Speaker 1: Dass es jüdische Menschen gibt die das Judentum oder ihren eher von der Geburt her verstehen und interpretieren.

01:07:52.960 --> 01:08:07.920
Speaker 1: Dann gibt's auch einen Interpretationsansatz eher vom Torer also von dem Geboten und die Gebote würden eine gewisse Normativität mit sich bringen und deswegen gäbe es sozusagen diesen Diskurs.

01:08:08.020 --> 01:08:19.520
Speaker 1: Und dieses ständige Aushandeln, was jetzt genau in der Tora steht, was damit gemeint ist... Das nehme ich mit!

01:08:20.200 --> 01:08:23.120
Speaker 1: Und da hatte ich natürlich auch einen lustigen Versprecher, weil ich es nämlich erst habe.

01:08:23.160 --> 01:08:26.140
Speaker 1: Ich hab nicht Geburt gehört sondern Geburt.

01:08:27.460 --> 01:08:30.660
Speaker 2: Das war kein Versprechter von Ihnen, das war wirklich unklar bei ihm!

01:08:31.060 --> 01:08:31.300
Speaker 2: Es war

01:08:34.479 --> 01:08:36.240
Speaker 1: eine gute Klärungsmöglichkeit.

01:08:36.399 --> 01:08:46.340
Speaker 1: nochmal und was ist bei ihnen jetzt noch klar geworden oder besonders hängen geblieben?

01:08:48.120 --> 01:08:57.000
Speaker 2: Er hat ja eine richtige Freude daran, alles was uns vorher klar war so nochmal aufzudröseln und zu sagen ne ne so ist es nicht.

01:08:57.100 --> 01:09:00.700
Speaker 2: Und das ist alles viel vielfältiger.

01:09:01.260 --> 01:09:05.319
Speaker 2: So eine spielerische Art sehr charmant wie er das macht.

01:09:05.720 --> 01:09:11.620
Speaker 2: Er möchte halt ganz offenbar nicht diese Unterscheidung haben sie ja eingeführt normativ-deskriptiv.

01:09:14.440 --> 01:09:18.779
Speaker 2: reden so ist es, sondern beschreiben dass es eben verschieden ist.

01:09:19.240 --> 01:09:19.880
Speaker 2: Es gibt das!

01:09:20.500 --> 01:09:40.319
Speaker 2: Ist lustig und hat mir auch noch mal gezeigt, dass es bei uns halt schon nicht eine selbstverständliche Gemeinschaft allein dadurch gibt, dass wir sagen Wir sind alle von einer christlichen Mutter geboren und damit gehören wir zu diesem Volk oder sowas.

01:09:40.359 --> 01:09:48.840
Speaker 2: Das könnte man jüdischerseits ja sagen wenn die Mutter Jüdin ist dann bin ich automatisch Jude, egal was ich lebe, glaube, denke.

01:09:50.460 --> 01:10:10.400
Speaker 2: Und unsere Entstehung ist ja dieses Gepacktsein von der Osterfreude die immer wieder auch richtig ausgedrückt werden will und die man auch immer wirklich verzerrend dann ausdrücken kann.

01:10:10.460 --> 01:10:18.260
Speaker 2: und dann sagt die Kirche ne jetzt stellts mal nicht so da sonst geht die der Clou, der Sache verloren.

01:10:19.360 --> 01:10:31.559
Speaker 2: Da geht es eben mehr um ein Glaubensbekenntnis, um die Abwehr von Missverständnissen und das ist eine andere Art von Diskussionskultur ja?

01:10:32.080 --> 01:10:39.000
Speaker 2: Also was dann auch in den Schriften des Neunters damit Wahrheit heißt, das heißt nicht Ha!

01:10:39.160 --> 01:10:51.120
Speaker 2: Ich hab's gefressen sondern wir haben da etwas erfahren dass wir jetzt als Geschenk, Schätzen aber auch richtig benennen müssen.

01:10:52.240 --> 01:11:01.080
Speaker 2: Deswegen sind wir wirklich viel stärker eine Glaubensgemeinschaft als eine Gemeinschaft der Verwandtschaft oder so.

01:11:02.220 --> 01:11:03.840
Speaker 2: Das ist mir dann noch sehr klar geworden.

01:11:07.280 --> 01:11:09.740
Speaker 1: Alles Gute und bis zum nächsten Glauben!

01:11:10.320 --> 01:11:15.420
Speaker 1: Ja vielleicht fragen Sie mal an was welches Wort ist Ihr Wort des Monats?

01:11:15.980 --> 01:11:20.260
Speaker 2: Genau ich muss es Ein bisschen einleiten, sonst klingt's fürchterlich plump.

01:11:20.420 --> 01:11:23.800
Speaker 2: Aber es passt jetzt auch total zu dem was wir heute gehört haben.

01:11:24.720 --> 01:11:41.580
Speaker 2: Ich hatte vor vier Tagen einen tollen Auftrag im Rabbiner Seminar zu Berlin Also der Ausbildungsstätte für Orthodoxer Rabbiner In ganzen Vormittag gestalten zu können Für die werdenden Rabbiner und die jungen Rabbiner.

01:11:43.600 --> 01:11:46.500
Speaker 2: Zum Christentum Erklären sie uns doch mal da etwas.

01:11:47.660 --> 01:11:53.600
Speaker 2: Da wurde mir klar, wie missverständlich das ist wenn wir von Kirche reden.

01:11:53.680 --> 01:11:57.360
Speaker 2: Und deswegen wollte ich jetzt als mein Wort des Monats Kirche sagen.

01:11:57.400 --> 01:12:11.540
Speaker 2: und es passt auch so gut zu dem was Elat Lapidot gesagt hat Denn wenn man ihn so hört, könnte man ja meinen Wenn er sagt Ja im Judentum gibt's keine Kirche Naja es gibt doch Synagogen Im Islam gibt es keine Kirchen Es gibt doch Moscheen.

01:12:11.980 --> 01:12:21.059
Speaker 2: Nein der meint natürlich nicht das Gebäude Sondern er meint diese weltweite Gemeinschaft die Repräsentanzinstitution hat, ja.

01:12:21.660 --> 01:12:26.420
Speaker 2: Die Strukturen hat wo es eine Hierarchie gibt, wo es Entscheidungswege gibt und so weiter usw.

01:12:27.180 --> 01:12:28.620
Speaker 2: Und was ist bei Ihnen das Wort des Monats?

01:12:28.720 --> 01:12:30.180
Speaker 1: Ich finde mich richtig gut!

01:12:30.480 --> 01:12:31.000
Speaker 1: Sehr spannend.

01:12:31.820 --> 01:12:39.640
Speaker 1: mein Wort des monats hat Herr Professor Lapidot auch schon ab und zu mal gesagt und zwar meins ist Streitkultur.

01:12:45.100 --> 01:12:45.680
Speaker 1: Also warum?

01:12:45.880 --> 01:12:48.660
Speaker 1: Weil das irgendwie ein Widerspruch in sich vereint.

01:12:48.760 --> 01:13:00.680
Speaker 1: Einerseits klingt das sehr nach einem Bruch, weil ein Streit wird damit assizuiert dass eine Anspannung ist die auch in der Gemeinschaft gefährden kann wo man erstmal nicht weiß wie geht er aus.

01:13:02.160 --> 01:13:15.840
Speaker 1: und Kultur klingt eigentlich eher das was eine Gemeinsschaft zusammenhält Und ich fand es heute im Gespräch Professor Elat Lapidot, finde ich genau hat man diese Spannung gemerkt.

01:13:17.620 --> 01:13:28.260
Speaker 1: Also ihm war es ja auch sehr wichtig zu betonen dass ein Bruch nicht unbedingt nur destruktiv ist sondern auch so etwas Konstruktiven führen kann.

01:13:29.360 --> 01:13:43.280
Speaker 1: also Streit kann eine Gemeinschaft irgendwie gefährden aber sie es kann aber auch sozusagen wie eine Methode der Gemeinschaft sein.

01:13:44.059 --> 01:14:02.700
Speaker 1: Und genau, also nicht trotz... Man hat vielleicht jetzt ganz mutig gesprochen ich weiß nicht ob er zustimmen würde aber Ich würde sagen Nicht trotz des Streits gibt es dann Wahrheit sondern im Streit eben selber Also in dem Diskurs im Aushandeln kann man versuchen die Wahrheit zu finden.

01:14:04.420 --> 01:14:16.860
Speaker 1: und ja das heißt aber auch dass die andere Seite dass man der anderen Seite zuhört, dass man diese Lesart die andere Seite präsentiert, artikuliert und für die sie auch wirkt.

01:14:17.200 --> 01:14:22.780
Speaker 1: Nicht irgendwie kategorisch Ausschläge sondern sich mit ihr befasst versucht sie zu verstehen.

01:14:24.600 --> 01:14:30.960
Speaker 1: Und wenn ich... es kann ja auch sein das diese Lesat ich dann irgendwie auch von der ganz positiv beeinflusst bin und ich sie sogar übernehme.

01:14:31.180 --> 01:14:44.720
Speaker 1: also die Möglichkeit auch die eigene Lesart zu modifizieren so verändern anzupassend Genau, das bedeutet natürlich auch dass man da immer in so einer Dynamik ist und genau.

01:14:44.900 --> 01:15:00.400
Speaker 1: Also es ist eine Bewegung die man damit kultiviert und also Herausforderungen aber auch etwas was die Gemeinschaft sozusagen zusammenhält und ja deswegen Streitkultur.

01:15:02.700 --> 01:15:10.140
Speaker 2: Und vielleicht sogar ein bisschen das was die jetzt in Rom praktizieren in diesem synodalen Prozess.

01:15:11.200 --> 01:15:27.600
Speaker 2: Wenn die Menschen reden und ihre Position benennen, dann hören sie immer so zu dass sie sagen ja der heilige Geist sagt natürlich auch durch diese andere Person was?

01:15:28.160 --> 01:15:33.559
Speaker 2: Und jetzt machen wir mal eine Pause und hören bevor ich da etwas dagegen setze.

01:15:33.960 --> 01:15:42.960
Speaker 2: Ja also das ist ja auch ne Art von Streitkultur, dass es also wirklich ein kultiviertes unterschiedlich sein ist.

01:15:43.040 --> 01:15:43.080
Speaker 2: Ja

01:15:44.960 --> 01:15:48.580
Speaker 1: dann bleibt uns nichts weiteres als...

01:15:49.040 --> 01:15:51.580
Speaker 2: Halt!

01:15:52.980 --> 01:15:54.900
Speaker 2: Sie wollten glaube ich noch was ansagen?

01:15:55.340 --> 01:15:56.420
Speaker 1: Ja wollte ich genau.

01:15:56.640 --> 01:16:06.320
Speaker 1: Also wir haben ja eine Community jetzt hier mit unserem Podcast aufgebaut, das uns sehr freut und wir bekommen auch immer ab und zu Nachrichten von euch und ihnen.

01:16:06.400 --> 01:16:27.140
Speaker 1: Und darüber freuen wir uns sehr, sind auf die Idee gekommen dass wir am Ende des Sommers eine Publikumsfolge machen wollen und deswegen wollen wir euch unser Publikum mehr kennenlernen und laden euch ein um eure Fragen die euch beschäftigen zum Thema Glaube und Religion zu senden.

01:16:28.140 --> 01:16:31.920
Speaker 1: Und ihr findet uns ja auf allen sozialen Medien.

01:16:32.080 --> 01:16:37.580
Speaker 1: Ihr könnt uns aber auch gerne eine E-Mail schreiben, auf unser Homepage gibt's einen Kontaktformular.

01:16:38.860 --> 01:16:41.180
Speaker 1: Ansonsten auch gerne in den sozialen Medien.

01:16:43.040 --> 01:16:43.240
Speaker 2: Genau!

01:16:43.780 --> 01:16:49.020
Speaker 2: Wer die Homepage noch nicht gesehen hat, wie heißt einfach www allesglauben.de.

01:16:49.580 --> 01:16:56.540
Speaker 1: Jetzt bleibt es aber wirklich nichts weiteres als zu sagen Alles Gute und bis zum nächsten Glauben

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Speaker 2: und glauben sie nicht alles, was man ihnen sagt.

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Speaker 1: Das war die neue Folge von Alles Glauben!

01:17:02.660 --> 01:17:07.380
Speaker 1: Wir hoffen ihr konntet etwas für euch mitnehmen Wenn euch diese Folge gefallen hat.

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Speaker 1: abonniert gerne den Podcast Und eine richtig große Freude macht ihr uns wenn ihr diesen Podcast mit fünf Sternen bewertet.

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Speaker 1: Alles gute euch und bis zum nächsten letzten Dienstag im

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Speaker 2: Monat.