June 29, 2026

Angst vs. Barmherzigkeit. Gott in falschen Händen?(#06)

Angst vs. Barmherzigkeit. Gott in falschen Händen?(#06)
Angst vs. Barmherzigkeit. Gott in falschen Händen?(#06)
ALLES GLAUBEN
Angst vs. Barmherzigkeit. Gott in falschen Händen?(#06)
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Was passiert, wenn Religion nicht befreit, sondern einengt? In dieser Folge von Alles Glauben diskutieren Johanna Tannen und Felix Körner mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide über die hochsensible Frage, was geschieht, wenn Gott in falsche Hände gerät. Khorchide erläutert aus Sicht der heutigen islamischen Theologie, warum Gott uns Menschen sprichwörtlich „seine Hände anvertraut“ hat und wie wir als seine verantwortungsvollen Stellvertreter die Welt aktiv gestalten sollen.

Wir sprechen darüber, wie eine traditionelle Erziehung durch Schuldgefühle und angedrohten Höllenstrafen das Selbstwertgefühl junger Menschen nachhaltig beschädigt, warum eine Theologie der Barmherzigkeit weitreichende Konsequenzen für die moderne Sexualmoral hat und wie man als Intellektueller aufrecht mit massiver Kritik und Anfeindungen aus der eigenen Community umgeht. Ein Gespräch über die Kunst des Textverstehens, die Überwindung von Machtansprüchen und die Kraft einer befreienden Spiritualität.

Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.

WEBVTT

00:00:23.340 --> 00:00:31.140
Speaker 0: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Alles Glauben, dem Podcast von Professor und Jesuit Felix Körner.

00:00:31.320 --> 00:00:36.700
Speaker 0: Und mir Johanna Tannen, katholische Theologin und Visiting Scholar am Boston College!

00:00:37.379 --> 00:00:42.000
Speaker 0: Wir sind ein Podcast über Religionen der nicht verlangt alles zu glauben.

00:00:42.440 --> 00:00:45.220
Speaker 2: Richtig Frau Tannen Willkommen wieder.

00:00:46.239 --> 00:00:48.680
Speaker 2: Wie geht es Ihnen in den USA gerade?

00:00:49.620 --> 00:00:50.459
Speaker 0: Mir geht's gut.

00:00:51.099 --> 00:01:00.620
Speaker 0: Ich war letzte Woche bei einer Konferenz an der Fordterm University mit der Tannenbaum Foundation in New York und das war

00:01:00.780 --> 00:01:02.440
Speaker 2: echt eine

00:01:03.319 --> 00:01:09.900
Speaker 0: tolle Erfahrung, die wurde im Jahr two-neunzig von Rabina Tannenbaum gegründet bzw.

00:01:10.240 --> 00:01:14.780
Speaker 0: nach seinem Tod wurde sie gegrundet und er war wirklich auch eine spannende Figur.

00:01:14.840 --> 00:01:27.620
Speaker 0: Das war nämlich ein Brückenbauer der sich sehr fürs zweite vatikanische Konzil eingesetzt hat und die katholischen jüdischen Beziehungen sozusagen auf einen neuen Kurs versucht hat zu setzen.

00:01:27.740 --> 00:01:32.840
Speaker 0: Und das ist immer auch glaube ich ziemlich erfolgreich gelungen mit diesem Dokument, da er stark mitgearbeitet.

00:01:36.280 --> 00:01:41.580
Speaker 0: Echt gute Erfahrung, viele Leute zu treffen die sich dafür einsetzen.

00:01:42.300 --> 00:01:54.880
Speaker 0: Dass religiöse Menschen vor allen Dingen zum Beispiel im Arbeitsplatz keine Diskriminierung erfahren und dann gab es immer so die Perspektive aus dem Recht und auch aus den Religionen selber.

00:01:55.100 --> 00:02:03.480
Speaker 0: und genau also das war eine spannende Erfahrung in New York und bin jetzt wieder zurück in Boston.

00:02:03.600 --> 00:02:07.160
Speaker 0: Und Boston ist ein bisschen ruhiger, also ... ja, ich bin ganz froh!

00:02:08.100 --> 00:02:08.759
Speaker 0: Wie geht's Ihnen?

00:02:09.440 --> 00:02:10.759
Speaker 2: Ja sehr gut muss ich sagen.

00:02:11.280 --> 00:02:14.340
Speaker 2: Gerade was so ein bisschen Aufregendes.

00:02:15.240 --> 00:02:23.720
Speaker 2: Ein emeritierter Kollege Reiner Bucher hatte mich gebeten in seinem Podcast aufzutreten.

00:02:24.100 --> 00:02:34.800
Speaker 2: Dieser Podcast ist ganz biografisch Interviewt immer Theologinnen und Theologen über ihren ganzen Werdegang, ihre Zukunftstoffnungen dann.

00:02:35.800 --> 00:02:38.440
Speaker 2: Dieses eine Leben heißt der Podcast.

00:02:38.560 --> 00:02:47.780
Speaker 2: Und da kam auch in den Fragen die er mir gestellt hat wirklich mir selber noch mal so neue Aspekte in meinem Leben auf.

00:02:47.920 --> 00:02:49.880
Speaker 2: Ich konnte es auch ganz gut darlegen.

00:02:49.960 --> 00:02:58.540
Speaker 2: also ich bin jetzt eigentlich einigermaßen zufrieden damit mich da in der Öffentlichkeit biografischer Scheine Vielleicht.

00:02:59.320 --> 00:03:01.380
Speaker 0: Ich hab' ihn auch schon gehört, ich fand's sehr gut!

00:03:01.520 --> 00:03:08.860
Speaker 0: Ja, ich habe ihn schon gehört und fand es auch spannend dass sie auch mal in den USA die USA für Sie eine transformative Erfahrung

00:03:09.240 --> 00:03:09.340
Speaker 2: war.

00:03:09.400 --> 00:03:11.840
Speaker 2: Da war ich noch ganz klein, da war es sechszehn Jahre alt.

00:03:14.360 --> 00:03:31.040
Speaker 0: Und heute wollen wir uns nochmal mit einer Frage beschäftigen, die wir schon öfter angeschnitten haben und mit der wir uns aber heute noch tiefer beschäftigen wollen Was passiert, wenn Religion nicht befreit sondern einengt?

00:03:31.480 --> 00:03:38.760
Speaker 0: Wenn Glaube nicht Menschlichkeit fördert, sondern Angst, Schuld, Gefühle oder auch wirklich Ausgrenzung.

00:03:39.740 --> 00:03:43.480
Speaker 0: Kurz gesagt was passiert, when Gott in falsche Hände gerät?

00:03:44.360 --> 00:03:59.280
Speaker 2: und wir haben heute jemand zu Gast der diese Frage nicht nur von aus und stellt sondern mitten aus der islamischen Theologie heraus und der dafür auch innerhalb seiner eigenen Community nicht immer Applaus bekommt.

00:04:02.260 --> 00:04:03.580
Speaker 0: Alles im Gespräch!

00:04:04.080 --> 00:04:07.160
Speaker 0: Herzlich willkommen, Professor Mohanad Korhide.

00:04:07.580 --> 00:04:11.120
Speaker 2: Ja also, Mohanade große Freude dass du bei uns bist.

00:04:11.180 --> 00:04:11.760
Speaker 2: ich freue mich sehr.

00:04:12.000 --> 00:04:12.980
Speaker 1: Vielen Dank, ich freu mich.

00:04:13.660 --> 00:04:16.019
Speaker 2: Ich stelle dich mal kurz und ganz offiziell vor.

00:04:17.579 --> 00:04:17.700
Speaker 2: Prof.

00:04:18.219 --> 00:04:34.620
Speaker 2: Mohanath Khorshid ist islamischer Theologe Inhaber des Lehrstuhls für islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und Dekan, der frisch gegründeten europaweit ersten Fakultät für Islamische Theologie.

00:04:35.640 --> 00:04:40.160
Speaker 2: Man hat du hast in Wien studiert zunächst übrigens Soziologie.

00:04:41.780 --> 00:04:44.640
Speaker 2: dort in Wieden hast Du dann auch promoviert.

00:04:45.940 --> 00:04:50.620
Speaker 2: Und ich muss schnell noch eine besonders schöne Erinnerung erzählen die uns beide verbindet.

00:04:51.220 --> 00:04:53.080
Speaker 2: Wir waren mal zusammen im Vatikan.

00:04:53.240 --> 00:05:07.080
Speaker 2: Da war gerade dein wichtiges Buch erschienen, Islam ist Barmherzigkeit und Kardinal Casper's Buch BarmHerzigkeit war auch gerade erschienen Und dann habt ihr zusammen in den heiligen Hallen diskutiert.

00:05:07.680 --> 00:05:11.840
Speaker 2: Das war wirklich ein Höhepunkt unserer gemeinsamen Wege.

00:05:13.340 --> 00:05:24.200
Speaker 2: Dafür bist du international bekannt geworden für dieses Buch öffentlich Debatten ausgelöst innerhalb und außerhalb deiner muslimischen Gemeinschaft.

00:05:24.660 --> 00:05:38.160
Speaker 2: Ich würde sagen, dein zentrales Anliegen ist ein Gottesbild zu formulieren das nicht gehasern aus Angst erzeugt sondern Würde Freiheit Liebe vermittelt.

00:05:38.780 --> 00:05:40.160
Speaker 2: Mohanat herzlich willkommen!

00:05:40.480 --> 00:05:41.640
Speaker 1: Vielen lieben Dank lieber Felix.

00:05:41.780 --> 00:05:44.620
Speaker 1: ich freue mich sehr auf das Gespräch mit dir und Frau Thann.

00:05:45.120 --> 00:05:46.680
Speaker 0: Ja, wir freuen uns ebenfalls.

00:05:47.760 --> 00:05:55.260
Speaker 0: Und für den Einstieg unserer Thema heißt ja Gott in falschen Händen und es klingt vielleicht ein bisschen provokant.

00:05:55.520 --> 00:06:00.580
Speaker 0: und was wir damit meinen, dem wollen wir mal ein bisschen nachgehen jetzt.

00:06:01.740 --> 00:06:03.400
Speaker 0: Wann ist Gott im falschen Handen?

00:06:03.500 --> 00:06:07.220
Speaker 0: Wo haben Sie das schon einmal erlebt oder haben sie das schon mal erlebt?

00:06:10.020 --> 00:06:12.800
Speaker 1: Zuerst grundsätzlich, wenn wir sagen falsche Hände.

00:06:12.880 --> 00:06:17.340
Speaker 1: Das ist eine sehr stark normative Aussage.

00:06:19.640 --> 00:06:25.500
Speaker 1: Muslim sein, so dass Gott uns seine Hände anvertraut hat.

00:06:25.660 --> 00:06:29.420
Speaker 1: Dieser Begriff Kalif im Koran oder im christlichen Ebenbild Gottes.

00:06:29.840 --> 00:06:41.660
Speaker 1: also sehr plastisch ein bisschen plakativ technisch gesagt es hätte Gott seine Händen abmontiert und uns Menschen abgegeben und sagt das vertraue ich euch an.

00:06:42.520 --> 00:06:46.400
Speaker 1: Und der Tod ist der Tag in dem wir diese Hände zurück geben.

00:06:46.480 --> 00:07:05.120
Speaker 1: und die eigentliche Frage würde ich Sie so formulieren, also nicht ob Gott in den richtigen Händen liegt sondern ob an dem Tag wo wir Gott seine Hände zurückgeben der uns anvertraut hat er sich mit ihnen identifizieren kann oder wo er sagt naja das sind fremde Hände.

00:07:05.200 --> 00:07:09.740
Speaker 1: Das hätte ich... Mit diesen Händens hätte ich das und dies und jenes so nicht gemacht.

00:07:10.100 --> 00:07:12.980
Speaker 1: Das heißt jetzt auf die Frage zurückzukommen.

00:07:13.360 --> 00:07:20.820
Speaker 1: Ich würde sagen dort wo ich erlebt habe jetzt intellektuell, wenn ich die Geistesgeschichte mir anschaue.

00:07:20.880 --> 00:07:37.520
Speaker 1: Die islamische wo Gottes Hände vielleicht doch nicht seine Hände waren Die Stationen innerhalb der islamischen Ideengeschichte, wo Gottes Name missbraucht wurde, instrumentalisiert wurde für Macht und Herrschaft.

00:07:37.800 --> 00:07:41.340
Speaker 1: Für die kommunale Ansprüche und deren Legitimation.

00:07:41.720 --> 00:07:45.320
Speaker 1: Und das folgt uns bis heute oder persönlich auch.

00:07:45.380 --> 00:07:48.980
Speaker 1: ich bin in Saudi Arabien aufgewachsen dort zur Schule gegangen.

00:07:49.340 --> 00:08:03.900
Speaker 1: zum Teil hieß es ist widerspricht Gott also dem richtigen, dem wahren Islam zum Beispiel Shiiten oder Mystika als Muslime zu bezeichnen.

00:08:04.840 --> 00:08:09.960
Speaker 1: Die Nichtmuslime alle sind ewig in der Höllenfeuer.

00:08:10.300 --> 00:08:21.400
Speaker 1: Also da würde ich sagen Moment also wenn wir es entsprechend denken auslegen handeln Da sind mir...da sind nicht die richtigen Hände Gottes, die unterwegs sind.

00:08:21.660 --> 00:08:25.600
Speaker 0: Und zwar haben Sie das Wort Khalif erwähnt.

00:08:26.760 --> 00:08:28.780
Speaker 0: Ich glaube, das heißt so etwas wie Stellvertreter.

00:08:28.840 --> 00:08:33.980
Speaker 0: aber können Sie nochmal kurz erklären für sozusagen Menschen die das noch nicht gehört haben?

00:08:34.039 --> 00:08:37.459
Speaker 0: also warum haben sie es verglichen mit dem Ebenbild Gottes?

00:08:38.579 --> 00:08:42.740
Speaker 1: In den meisten Koran-Übersetzungen wird Caliph mit Stadthalter übersetzt.

00:08:42.880 --> 00:08:59.160
Speaker 1: Stadthafter, Verwalter ist nicht im politischen Sinne wie wir heute Caliph verstehen als Nachfolger des Propheten oberhaupt der Gemeinde in dem politischen Sinn sondern... Kalif, würde ich sagen so etwas wie Beauftragter.

00:08:59.500 --> 00:09:14.359
Speaker 1: Also eben der Mensch als das Wesen dem Gott seine Hände anvertraut hat oder theologischer, würde der Mensch als Medium durch das Gott in die Welt eingreift.

00:09:14.739 --> 00:09:25.760
Speaker 1: Gott greift nicht unmittelbar in der Welt ein und sagt, kein Problem ich kümmere mich um den Frieden in dieser Welt oder dass keine Menschen hungern oder dursten oder krank werden.

00:09:26.859 --> 00:09:37.939
Speaker 1: so macht er es nicht und so erfahren wir Gott so nicht in der welt sondern wir erfahren Gottes er eben uns seine Hände anvertraut hat, das Ruder uns an die Hand gegeben hat.

00:09:38.459 --> 00:09:41.739
Speaker 1: und wir sind es, die agieren in der Welt.

00:09:41.819 --> 00:09:45.579
Speaker 1: Und das ist dieser Begriff Kalif, den Mensch als beauftragt.

00:09:45.619 --> 00:09:52.800
Speaker 1: er hat einen klaren Auftrag und so verstehe ich auch aber vielleicht missverstehe ich dass auch des Konzeptes Ebenbild Gottes im Christentum.

00:09:52.859 --> 00:09:59.099
Speaker 1: das hat nicht mit dem Aussehen zu tun sondern auch mit dieser verantwortungsvollen Beauftragung an den Menschen.

00:09:59.439 --> 00:10:01.819
Speaker 1: das was sonst Gott machen würde in dieser Welt.

00:10:03.040 --> 00:10:11.280
Speaker 1: der Mensch, er hat den Auftrag eben im Sinne Gottes, im Sinne der Liebe, der Barmherzigkeit und der Gerichtigkeit in die Welt zu agieren.

00:10:11.760 --> 00:10:17.199
Speaker 0: Das führt uns direkt zu der Frage was eigentlich ein menschenfreundliches Gottesbild konkret ist?

00:10:17.420 --> 00:10:18.339
Speaker 2: Genau da mache ich mal weiter!

00:10:19.199 --> 00:10:27.719
Speaker 2: Ich habe ja schon erwähnt wir waren besonders stark in Zusammenarbeit als es um BarmHerzigkeit ging.

00:10:29.060 --> 00:10:33.819
Speaker 2: islamischerseits legt sich das ja auch total nahe von der Barmherzigkeit, Gottes zu reden.

00:10:34.439 --> 00:10:47.959
Speaker 2: Jede Suche außer einer beginnt damit im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes oder in dem Namen des BarmHerzigen Erbarmers kann man Arrahman-Arahim übersetzen.

00:10:51.079 --> 00:10:52.979
Speaker 2: Was bedeutet es jetzt praktisch?

00:10:54.739 --> 00:10:57.839
Speaker 2: Also was ist ein menschenfreundliches Gottesbild?

00:10:57.920 --> 00:11:04.760
Speaker 2: also vor allem interessiert mich dann auch wie du mit dem Einwand umgehst, ja also menschenfreundlich?

00:11:04.880 --> 00:11:07.540
Speaker 2: ist das nicht dann auch so menschengemäß gemacht.

00:11:07.579 --> 00:11:09.000
Speaker 2: Wie wir es gerne hätten?

00:11:09.140 --> 00:11:18.500
Speaker 2: Gott, wie ich ihn mir wünsche, ist da nicht die Gefahr dass ich mir nur einen Gott in den Himmel projiziere groß.

00:11:18.680 --> 00:11:22.579
Speaker 2: Also kannst du darauf mal eingehen lieber Mohannad?

00:11:23.359 --> 00:11:26.140
Speaker 1: Ja, das ist eine ganz wichtige zentrale Frage.

00:11:26.280 --> 00:11:32.959
Speaker 1: Passteln wir uns ein Gottesbild, dass uns gerade gefehlt oder dass wir jetzt instrumentalisieren?

00:11:33.300 --> 00:11:35.319
Speaker 1: Das ist tatsächlich dann die Schwierigkeit!

00:11:35.439 --> 00:11:46.079
Speaker 1: Also basteln wir es uns jetzt ein bestimmtes Gottesbild was eben je nach Kontext gerade nützlich ist zu funktionalisieren – ist das da noch Gott

00:11:46.180 --> 00:11:46.560
Speaker 1: überhaupt?!

00:11:47.719 --> 00:11:52.000
Speaker 1: Oder gibt es klare Kriterien, die uns schützen davor.

00:11:52.400 --> 00:11:56.079
Speaker 1: Warum ich jetzt von der Barmherzigkeit rede?

00:11:56.599 --> 00:12:18.939
Speaker 1: Weil ich meine das ist ja keine Kategorie, die von außen aufgesetzt ist auf den Islam, sondern du hast es lieber Felix Schön gesagt, dass hundertreizende Hundertvierzehn zu mit dieser Formel der Barmer Herzlichkeit starten oder beginnen also eingeleitet als würde der Koran uns selbst auch einladen aufzusetzen, bevor wir den Koran lesen.

00:12:19.060 --> 00:12:19.800
Speaker 1: Aber nicht nur das!

00:12:20.979 --> 00:12:33.660
Speaker 1: Es gibt so Schlüsselaussagen und das ist auch meine hermeneutische Vorgehensweise... Man kann die auch kritisieren, ich leg das mal dar und bin gespannt was ihr dazu sagt.

00:12:34.199 --> 00:12:57.839
Speaker 1: Dass sich innerhalb des koranischen Texts eine Hierarchie herstelle und sage es gibt Aussagen im Koran undologischer Natur also die betreffen dass existenzielle Betreffen Gott selbst betreffend Gott-Mensch Beziehung unabhängig von gesellschaftlichem Wandel Unabhängiger von situativen Gegebenheiten im siebten Jahrhundert

00:12:58.400 --> 00:12:58.599
Speaker 1: Z.B.,

00:12:58.660 --> 00:13:04.359
Speaker 1: es gibt zwei Beispiele, also eine der Szenen die mich faszinieren.

00:13:04.439 --> 00:13:21.599
Speaker 1: im Koran ist diese Schöpfungsgeschichte Adams in der zweiten Zure ab Vers.Dreißig, ich verstehe das alles metaphorisch als Erzählung aber dieser Erzählung beginnt mit einem Dialog Gott und den Engel formuliert das jetzt mit meiner einfachen Sprache.

00:13:22.760 --> 00:13:26.260
Speaker 1: Er fragt der Engel oder sagt ihnen, ja ich habe eine Idee!

00:13:26.359 --> 00:13:30.780
Speaker 1: Ich möchte den Menschen und da wird der Begriff Kalif verwendet.

00:13:31.140 --> 00:13:32.760
Speaker 1: Ich möchte einen Kalifen auf die Erde

00:13:32.859 --> 00:13:33.160
Speaker 1: setzen.".

00:13:33.479 --> 00:13:34.839
Speaker 1: Und der Engl halten nix davon sein.

00:13:34.900 --> 00:13:36.839
Speaker 1: Ja aber Gott, er wird nur Blut vergießen.

00:13:37.280 --> 00:13:39.900
Speaker 1: Unheilstiften, komische Idee muss das sein.

00:13:40.800 --> 00:13:42.420
Speaker 1: Wir beten dich an für verhelllichen

00:13:42.479 --> 00:13:42.619
Speaker 1: Dich!".

00:13:43.079 --> 00:13:46.099
Speaker 1: Und dann kommt die Antwort nach, ich weiß was ihr nicht wisst.

00:13:46.180 --> 00:13:48.439
Speaker 1: also ich würde das so verstehen.

00:13:49.579 --> 00:13:53.540
Speaker 1: Gott hat doch Vertrauen im Menschen und geht das Risiko mit uns ein.

00:13:54.040 --> 00:14:04.819
Speaker 1: Und dann heißt es, er schafft Adam, haucht ihn von seinem Geist ein, bringt ihm die Erkenntnismöglichkeit bei – und dann verlangt er von den Engeln sie mögen sich jetzt niederwerfen!

00:14:07.420 --> 00:14:10.420
Speaker 1: Werfen uns nie da, so wie wir Muslime im Gebeten machen.

00:14:10.880 --> 00:14:15.359
Speaker 1: Von Gott kein Problem aber der macht Gott und das finde ich so stark!

00:14:15.959 --> 00:14:19.239
Speaker 1: Diese zwei Schritte zurück geistig jetzt in metaphorisch gemeint.

00:14:19.640 --> 00:14:25.420
Speaker 1: Zwei Schritte zu rück und sagt nein nicht von mir diesmal sondern ihr wird euch nieder vor diesem Adam.

00:14:25.500 --> 00:14:30.140
Speaker 1: von den Menschen des Wortes Adam übrigens im arabischen bedeutet Mensch geschlechtsneutral.

00:14:31.099 --> 00:14:38.780
Speaker 1: Ewa kommt gar nicht vor ist die Rede von Partner-Partnerin im Koran, also auch geschlechtsneutral.

00:14:39.180 --> 00:14:42.500
Speaker 1: Aber es ist ein anderes Thema und alle machen das bis auf einen.

00:14:43.119 --> 00:14:47.859
Speaker 1: Der eine sagt aber vor dir Gott habe ich kein Problem mit dir.

00:14:47.939 --> 00:14:49.739
Speaker 1: Also mich niederzubeugen.

00:14:50.140 --> 00:14:54.260
Speaker 1: Aber für diese Menschen der ist aus Erde, ich bin aus Feuer Ich bin besser als er.

00:14:54.760 --> 00:14:57.880
Speaker 1: Aus dem ist Iblis, der Erzteufel geworden.

00:14:57.939 --> 00:15:03.420
Speaker 1: zu die koranische Erzählung Wie kann ich das heute modern interpretieren.

00:15:03.859 --> 00:15:09.599
Speaker 1: Es geht hier um den Menschen als Selbstzweck, da geht es gar nicht um Gott selbst.

00:15:09.660 --> 00:15:14.880
Speaker 1: also Gott geht's nicht um sich selbst sondern er macht diese zwei Schritte zurück und sagt mir geht das um diesen Menschen.

00:15:15.420 --> 00:15:22.819
Speaker 1: und wer diesen Menschen würdigt auch in seiner Andersheit auch wenn aus Erde erschaffen ist der ist auf meinem Weg der bleibt im Himmel.

00:15:23.359 --> 00:15:32.420
Speaker 1: und wer diesem Menschen nicht würdig der ist Ja, auf den Tiefpunkt sozusagen.

00:15:33.300 --> 00:15:46.500
Speaker 1: Wenn ich so eine Szene nehme und sage gut die betrifft nicht irgendwas in der Gesellschaft mit Mecca oder Medina damals sondern sie beschreibt einfach Gott-Mensch-Verhältnis dann kann ich das als Kriterium nehmen und sagen Ja, schaut mal.

00:15:46.800 --> 00:16:02.560
Speaker 1: Wir haben es mit einem Gott zu tun dem ist um uns Menschen geht der uns würdigt und das erinnert dann an Kant, Emmanuel Kant Definition von Menschenwürde Dass der Mensch nicht ein Mittel zum Zweck ist sondern selbst weg Ein Subjekt dass sich selbst bestimmt.

00:16:03.699 --> 00:16:07.459
Speaker 1: Und das lese ich in dieser in dieser Schöpfungsgeschichte.

00:16:07.520 --> 00:16:13.859
Speaker 1: Dann haben wir Aussagen über, also grundsätzlich, zum Beispiel Suhrer, Einenundzwanzig, Vershundertsieben.

00:16:14.380 --> 00:16:16.020
Speaker 1: Da heißt es dort ein Mohammed, Mohammed!

00:16:16.079 --> 00:16:20.900
Speaker 1: Wir haben dich lediglich und ausschließlich als Barmherzigkeit für alle Welten

00:16:21.020 --> 00:16:21.439
Speaker 1: entstand.".

00:16:21.959 --> 00:16:27.280
Speaker 1: Dann ist das für mich auch eine klare Ansage über den Kern der Botschaft Mohammed.

00:16:27.699 --> 00:16:29.479
Speaker 1: Das ist eine Botschaft der BarmHerzigkeit.

00:16:29.859 --> 00:16:34.979
Speaker 1: Und das losgelöst von irgendeiner bestimmten Situationen, die er jetzt war.

00:16:36.219 --> 00:16:40.819
Speaker 1: Deshalb nehme ich das als hermeneutischen Schlüssel, diese Kategorie der Barmherzigkeit.

00:16:41.339 --> 00:16:47.060
Speaker 1: Nicht wegen der Quantität in der sie vorkommt sondern eben wegen dieser starken Qualität.

00:16:47.180 --> 00:16:48.119
Speaker 0: Darf ich einmal kurz unterbrechen?

00:16:48.199 --> 00:16:50.680
Speaker 0: Weil hermenneutischer Schlüssel – hermenäutig!

00:16:52.119 --> 00:17:04.440
Speaker 0: Kannst du mal also für nicht-deologische Zuhörer eigentlich ein schönes Wort hermenneutischer Was heimeneutig ist?

00:17:04.819 --> 00:17:07.359
Speaker 1: Also es geht um die Kunst des Verstehens.

00:17:07.680 --> 00:17:11.980
Speaker 1: Wie verstehen wir Texte, Bilder auch, die wir uns anschauen?

00:17:12.440 --> 00:17:14.720
Speaker 1: und damit sitzt sich Herr Meneutik auseinander.

00:17:15.260 --> 00:17:29.159
Speaker 1: und hermeneutische Schlüssel bedeutet haben wir sowas wie eine bestimmte Kategorie mit der den Texte interpretieren, wo wir sagen das ist unser Hauptkriterium oder was wichtig ist heute.

00:17:29.620 --> 00:17:36.960
Speaker 1: Ist es ein Prozess zwischen Text diese Kriterien die der Text anbietet und der Leser oder die Leserin?

00:17:37.419 --> 00:17:47.840
Speaker 1: Und in diesem dialektischen Prozess dieses Hin-und-Herz zwischen uns beiden, wo der Lesern sich aktiv einbringt auch, was mehr als legitim ist.

00:17:48.139 --> 00:18:00.260
Speaker 1: Das wissen Sie Gadama, das spricht ja von dem Horizont mit dem man also mit dem Vorurteil sagt er in so einem positiven Sinne wir sind keine leere Gefäße.

00:18:02.980 --> 00:18:03.240
Speaker 1: genau.

00:18:03.700 --> 00:18:29.540
Speaker 1: und Paul Ruecker der von der Rezeptions ästhetik spricht dass der Sinn eines Textes oder eines Bildes das wir betrachten entsteht nicht alleine indem wir fragen im Sinne von Schleiermacher ist was war die Intention des oder des Autos, sondern es gibt ein Wesselspiel zwischen derjenige die das rezipiert sich anschaut oder liest.

00:18:30.200 --> 00:18:34.540
Speaker 1: Der bringt sich natürlich auch mit seinen Fragen und seinen Interessen.

00:18:36.360 --> 00:18:42.080
Speaker 1: Da ist die Gefahr bei Rezeptionästhetik, dass man in Beliebigkeit geht.

00:18:42.139 --> 00:18:57.379
Speaker 1: Also Rezeptionsästhete ganz kurz versucht also mehr den Leser, der Leserin stärken den Mittelpunkt dieses Prozesses der Sinnfindung beim Lesen eines Textes zurück.

00:18:58.100 --> 00:19:07.879
Speaker 1: und es gibt eine extreme Form, die sagt naja das ganze Sinn ist nur beim Leser dann verabschiedet man sich überhaupt von vom Text selbst über von der Intention.

00:19:08.240 --> 00:19:18.200
Speaker 1: Das wäre zu extrem und das wäre im Sinne manche fundamentalisten oder Extremisten, die dann alles mögliche und unmöglich in den Text hineinlesen was der Text gar nicht hergeht.

00:19:18.639 --> 00:19:22.800
Speaker 1: Was ich will sagen, will so kurz, ich rede lange und viel leider... Ja das ist doch super!

00:19:23.360 --> 00:19:24.100
Speaker 1: Der Orientale

00:19:24.580 --> 00:19:25.600
Speaker 2: unterbricht dich nicht selber.

00:19:26.620 --> 00:19:27.639
Speaker 1: Ja sonst unterbricht bitte.

00:19:28.000 --> 00:19:44.940
Speaker 1: Also diese Kriterien also das Kriterium der Barmherzigkeit wo ich meine Und von der anderen Seite meine Interessen als jemand, der sich mit dem Koran auseinandersetzt in einer plural-demokratischen Gesellschaft.

00:19:45.020 --> 00:19:53.760
Speaker 1: Da habe ich auch Interessen – bin ja auch Bidagoge und hab viel mit vielen jungen Menschen zu tun in den Schulen und die jungen Männchen fragen!

00:19:54.200 --> 00:20:01.620
Speaker 1: Kann ich den Islam so verstehen, dass er nicht im Widerspruch zu meiner Realität ist?

00:20:01.700 --> 00:20:02.700
Speaker 1: Kann ich ihn so leben?

00:20:02.800 --> 00:20:05.820
Speaker 1: Gibt es eine Interpretation dieses sowohl als auch.

00:20:05.899 --> 00:20:07.700
Speaker 1: Ich möchte ein Demokrat sein!

00:20:08.260 --> 00:20:15.960
Speaker 1: Ich möchte einen Befürworter einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung aber ist das noch islamisch oder muss ich mich verabschieden von meiner Religion?

00:20:16.500 --> 00:20:29.040
Speaker 1: und deshalb da bringen wir uns als Leserinnen und Lesern natürlich auch aktiv in dem Prozess den Sinn erzeugen wir gemeinsam mit dem Kriterium der Barmherzigkeit.

00:20:29.159 --> 00:20:45.520
Speaker 1: Also das ist nicht nur der Text alleine, es ist auch nicht wirklich alles Mögliche Unmögliche hineinlesen was uns gerade gefehlt und das höre ich immer als Vorwurf ja aber ist das nicht ein gebasteltes Islambild was uns grade genehm ist?

00:20:46.080 --> 00:20:46.700
Speaker 1: Ich meine nein.

00:20:46.740 --> 00:20:52.800
Speaker 1: die Rezeptionsästhetik sagt uns Das ist mehr als legitim, dass wir uns als Subjekte einbringen.

00:20:53.200 --> 00:21:04.460
Speaker 1: Aber um vor Beliebigkeit zu schützen brauchen wir auch aus dem Text heraus auch Kriterien und somit sind wir zwischen Autotext- und Leser oder Rezeptient.

00:21:05.500 --> 00:21:08.200
Speaker 1: diese Dynamik die darf man nicht aus dem Blick verlieren.

00:21:08.940 --> 00:21:12.139
Speaker 2: Und jede Generation stellt dann einfach neue Fragen?

00:21:12.879 --> 00:21:15.600
Speaker 2: an den Koran und an den Islam überhaupt.

00:21:16.080 --> 00:21:20.520
Speaker 2: Und bekommt dann halt auch wieder neue Antworten, kann man auch sagen oder?

00:21:21.340 --> 00:21:21.780
Speaker 1: So ist es.

00:21:22.080 --> 00:21:30.500
Speaker 1: Also stellt neue Fragen aber stellt auch oder erwartet neue Antwort auf alte Fragen.

00:21:30.980 --> 00:21:32.879
Speaker 1: Und das ist immer wieder mein Kritikpunkt.

00:21:33.300 --> 00:21:48.340
Speaker 1: wenn wir heute noch immer, wenn wir Exegese betreiben fragen wir oder da war ein Gast jetzt bei uns aus Mecca, in die Universität dort und er meinte, na also XYG sie brauchen wir heute nicht mehr.

00:21:48.860 --> 00:21:53.480
Speaker 1: Tabaril Kurtoubi bin kaffiert, das sind alle gelehrt aus dem zehnten, elften, zwölften Jahrhundert.

00:21:54.200 --> 00:21:56.260
Speaker 1: Die haben ja alles ausgelegt.

00:21:56.300 --> 00:21:58.280
Speaker 1: fertig der Koran ist schon ausgelegt.

00:21:58.800 --> 00:22:09.139
Speaker 1: aber also wir müssen nur Rezipieren lesen was die gesagt haben und dass gilt und dafür säumt man eben diesen wertvollen Punkt, den du jetzt lieber Felix erwähnt hast.

00:22:09.179 --> 00:22:23.679
Speaker 1: Du verstehst, dass jede Generation, jeder Kontext auch dieselbe Generation in unterschiedlichen Kontexten andere Fragen und Bedürfnisse hat und auf der Suche nach anderen Antworten auf alte Fragen.

00:22:23.740 --> 00:22:28.100
Speaker 1: ansonsten wird Religion was wir leider erleben im christlichen wie muslimischen Kontext heute.

00:22:28.580 --> 00:22:33.440
Speaker 1: Wir leiden immer stärker das Studierendenzahl weniger werden.

00:22:33.500 --> 00:22:39.919
Speaker 1: Menschen seien ja Religion ist es mir zu weit weg zu abstrakte und da müssen wir die Leute abholen eben.

00:22:41.100 --> 00:22:41.500
Speaker 2: Ja, danke!

00:22:42.940 --> 00:22:48.659
Speaker 2: Du hast eben schon so ein bisschen auch angedeutet was das im politischen und gesellschaftlichen bedeuten kann.

00:22:48.860 --> 00:22:52.060
Speaker 2: können wir da noch mal ein bisschen genauer drauf eingehen?

00:22:52.120 --> 00:22:55.639
Speaker 2: vielleicht Frau Tann können Sie nochmal ein bisschen nachhaken ja?

00:22:56.419 --> 00:23:10.179
Speaker 0: Genau also warum auf der einen Seite diese starken Schuldgefühle dieses Gewaltspotenzial was Religion... Also wenn ich mir das anschaue Leider auch irgendwie in sich tragen und was ab und zu ganz explosiv hervorkommt.

00:23:10.800 --> 00:23:18.379
Speaker 0: Und andererseits kann man damit aber auch ganz viel Empowerment erleben, also das sind ja komplett unterschiedliche Erfahrungen, aber sie werden beide gemacht.

00:23:20.040 --> 00:23:23.679
Speaker 0: Also warum erzeugen viele Religionen eher Schuldgefühle statt Freiheit?

00:23:24.460 --> 00:23:26.780
Speaker 1: Na ja, was sind Schuldgefühle?

00:23:26.860 --> 00:23:29.919
Speaker 1: Schuldgefühl ist ein Instrument der Epressung.

00:23:30.060 --> 00:23:33.260
Speaker 1: Der emotionalen Epressing und das ist eine Fondegewalt.

00:23:33.720 --> 00:23:43.740
Speaker 1: Das kennen wir zwischen menschlichen Beziehungen mit Kindern durch Eltern, Partnerinnen, Partner... emotional erpresst werden.

00:23:44.220 --> 00:23:47.240
Speaker 1: Wenn du das nicht machst, dann liebe ich dich nicht mehr, ich liebe es.

00:23:47.620 --> 00:23:51.360
Speaker 1: entzug als Strafe oder du kriegst nicht mehr dies und jenes.

00:23:51.440 --> 00:23:58.600
Speaker 1: von mir ist es auch eine Form der Machtdemonstration die Kontrolle Dominanz über Menschen.

00:23:59.220 --> 00:24:11.659
Speaker 1: und wenn religiöse Institutionen Politik oder Individuen im Namen der Religion nach Macht suchen, da interpretiert man Religionen in diesem Sinne.

00:24:11.780 --> 00:24:20.139
Speaker 1: Im Sinne von Erzeugung vom Schuldgefühl, von emotionaler Epression und somit bin ich mächtig.

00:24:20.280 --> 00:24:31.060
Speaker 1: Ich habe die Menschen unter Kontrolle wenn du das und jenes nicht machst Ich überlege es dir zweimal, da wartet das Höllenfeuer auf dich und die vielen viel strafen.

00:24:31.159 --> 00:24:33.120
Speaker 1: Der drastischen Strafen auch.

00:24:33.540 --> 00:24:36.060
Speaker 1: Da kontrolliert man Menschen damit.

00:24:36.419 --> 00:24:39.159
Speaker 1: Und zeitlang hat das interessanterweise funktioniert.

00:24:39.220 --> 00:24:43.179
Speaker 1: also wie ich jetzt religiös sozialisiert bin in meiner Schulzeit.

00:24:43.560 --> 00:24:53.700
Speaker 1: Also bis heute kann mich sehr gut erinnern Unser Religionslehrer hat regelmäßig das kleine Feuerzeug immer mitgebracht und hat da entzündet.

00:24:53.760 --> 00:24:58.919
Speaker 1: Und dann sagt er, ja wie viel Sekunden kann einer von euch jetzt ein Finger drunter im Feuer?

00:24:58.980 --> 00:25:00.100
Speaker 1: Wer möchte probieren so?

00:25:01.280 --> 00:25:03.820
Speaker 1: Ja maximal einen Bruchteil von eine Sekunde.

00:25:04.220 --> 00:25:06.860
Speaker 1: stellt euch vor in der Hölle, wie es aussieht.

00:25:06.919 --> 00:25:18.020
Speaker 1: Da sitzt du Jahre und Jahrzehnte sogar also das habe ich oft gehört in meiner religiösen Sozialisation führte dazu, dass wir Angst und Panik hatten.

00:25:18.139 --> 00:25:20.320
Speaker 1: Also da hat man gesagt, oh hast du gebetet?

00:25:20.379 --> 00:25:21.240
Speaker 1: Heute nehmt Gott das Wind!

00:25:21.540 --> 00:25:24.379
Speaker 1: Und der hat mein immer Schuldgefühl und ist immer hinterher.

00:25:24.940 --> 00:25:34.300
Speaker 1: Manche in meiner Schulzeit was ich wieder jetzt erlebe auch bei jungen Menschen die Kontakt zu mir aufnehmen, manche hören auf mit Religion.

00:25:34.560 --> 00:25:38.120
Speaker 1: Das ist mir alles unangenehm und erpresst mich andauend.

00:25:38.580 --> 00:25:40.960
Speaker 1: Mit diesem Gott will ich nichts zu tun haben.

00:25:41.520 --> 00:25:50.740
Speaker 1: Interessanterweise sehr oft der Erfahrung, dass unbekannterweise junge Menschen mir schreiben oder irgendwie den Kontakt suchen über Social Media.

00:25:51.780 --> 00:25:59.899
Speaker 1: Wenn sie von diesem Barmherzigen Gott hören, die sagen mir das... Mit dem kann ich was anfangen.

00:25:59.980 --> 00:26:06.159
Speaker 1: und das hat mich wach gerüttelt, weil ich dachte mit Religion, mit Gott kann ich nie wieder etwas zu tun haben.

00:26:07.000 --> 00:26:24.300
Speaker 1: Aber dann bin ich darauf gekommen, naja eigentlich ist es nicht Gott das Problem sondern das was man mir über Gott erzählt hat diese Erpressung dieses dauernd Schuldgefühle mein Selbstwertgefühl ständig in Minus, weil ich immer das Gefühl habe.

00:26:24.780 --> 00:26:32.980
Speaker 1: Ich mache zu wenig... Schaff es nicht um vier Uhr jetzt im Sommer aufzustehen, um das Frühgebet zu beten?

00:26:33.060 --> 00:26:35.820
Speaker 1: Ich schaffe es gar nicht so beten oder Ramadan zu fasten.

00:26:35.919 --> 00:26:45.980
Speaker 1: Oder ich vergucke mich da und dort in das ein oder andere im Social Media oder auf der Straße was sich nicht hinschauen soll... Und da habe ich Schuldgefühle.

00:26:46.080 --> 00:26:47.500
Speaker 1: So sagen mir viele junge Menschen!

00:26:47.919 --> 00:26:48.980
Speaker 1: Und die leben ständig.

00:26:49.080 --> 00:26:56.659
Speaker 1: also Religion ist dann sozusagen eine Quelle von Problemen mit dem eigenen Selbstwertgefühl.

00:26:56.760 --> 00:26:58.540
Speaker 1: Und das ist nicht Sinn der Sache, eigentlich.

00:26:59.879 --> 00:27:22.820
Speaker 0: In kurzem Unterbrecher bekommt habe ich gerade einen ... Es gibt in der katholischen Theologie den Diskurs um spirituellen Missbrauch und ich finde es total gut dass sie jetzt diesen Begriff mal gibt, dass man überhaupt mal artikulieren kann was da sozusagen auch viel im... Also das sozusagen Schuldgefühle sowieso als Pastorales also als kein sollte man nicht tun.

00:27:23.240 --> 00:27:33.540
Speaker 0: Pastoral ist Instrument, benutzt dann werden um Leute so ein bisschen zu gängeln und zu dominieren und ihn eben so wirklich so ja dadurch so Schuldgefühle erzeugt werden.

00:27:34.280 --> 00:27:39.419
Speaker 0: also hat mich jetzt also ich kam gerade so mein Kopf als sie das erzählt haben mit dem Feuerzeug

00:27:40.780 --> 00:27:40.980
Speaker 1: Genau.

00:27:41.179 --> 00:27:51.120
Speaker 1: Ist eine emotionale Erpressung, also bevor der emotionalen Erpressungen die Menschen in ihrer Seele dann stark belasten auch und das ist nicht Sinn der Religion.

00:27:51.360 --> 00:28:04.179
Speaker 1: Übrigens ich kann mich erinnern ziemlich gut erinnernd als mein Buch erschienen ist Islams Barmherzigkeit ein Funktionär ich sage den Namen nicht auch nicht Institution bekannter hier in Deutschland.

00:28:05.240 --> 00:28:10.139
Speaker 1: Der kam zu mir und hat mir gesagt dass du jetzt von Barmherzigkeit sprichst.

00:28:11.020 --> 00:28:13.120
Speaker 1: Du weißt schon, du verdierst unsere Kinder!

00:28:13.940 --> 00:28:18.320
Speaker 1: Wenn die Kinder von Barmherzigen liebenden Gott dann hören, die ganze Zeit.

00:28:19.419 --> 00:28:22.280
Speaker 1: Dann hören sie auf, brav zu sein und zu beten.

00:28:22.760 --> 00:28:24.340
Speaker 1: Die fangen an den Alkohol zu trinken.

00:28:24.399 --> 00:28:25.300
Speaker 1: Und die sind hier hin.

00:28:25.360 --> 00:28:25.560
Speaker 1: Wieso?

00:28:25.679 --> 00:28:26.600
Speaker 1: Wie kommst du auf diese Idee?

00:28:27.560 --> 00:28:31.720
Speaker 1: Du musst im selben Atemzug sagen Gott ist barmherzig aber aufpassen!

00:28:31.800 --> 00:28:32.780
Speaker 1: Gott ist strafend.

00:28:33.919 --> 00:28:35.220
Speaker 1: Ich muss immer daran erinnern.

00:28:35.340 --> 00:28:45.580
Speaker 1: Interessante Weise im Koran gibt es natürlich die Rede von der Strafe Gottes Aber es gibt kein Attribut Strafende, also Al-Muawib oder so.

00:28:45.639 --> 00:28:46.300
Speaker 1: was gibt es nicht.

00:28:46.379 --> 00:28:47.320
Speaker 1: Also der Strafender.

00:28:47.679 --> 00:28:50.679
Speaker 1: Mich fasziniert zum Beispiel dieser kuranische Fers.

00:28:51.040 --> 00:28:54.220
Speaker 1: Ich habe es mir hier aufgeschrieben, siebte Sure unter sechsundfünfzig.

00:28:54.600 --> 00:28:59.440
Speaker 1: da heißt das meine Strafe erwischt wen ich möchte.

00:28:59.940 --> 00:29:07.460
Speaker 1: aber meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge und dann heißt das in Sure fünfzehn neunundvierzig.

00:29:08.139 --> 00:29:12.379
Speaker 1: Sag meinen Dienern, ich bin der Vergebende der Barmherzige.

00:29:12.960 --> 00:29:15.240
Speaker 1: Aber meine Strafe ist hart!

00:29:15.760 --> 00:29:18.659
Speaker 1: Meine Strafe sagt nicht... Aber ich bin der Strafender.

00:29:19.000 --> 00:29:25.040
Speaker 1: Das finde ich schon ein wichtiger Punkt, also dass Gott sich selbst nicht mit dem Strafenden identifiziert.

00:29:25.440 --> 00:29:27.460
Speaker 1: aber tatsächlich ist die Rede von Strafe.

00:29:28.120 --> 00:29:31.419
Speaker 1: Übrigens mir gefällt sehr gut diese Interpretation von Rasali.

00:29:31.500 --> 00:29:36.379
Speaker 1: Rasali ist ein Gelehrter aus dem elften Anfang des zwölften Jahrhunderts, Elfhundert-Elfe-Storben.

00:29:39.179 --> 00:29:47.919
Speaker 1: Der schreibt über... in seinem Buch diese Wiederbelebung, erheblich um den Wiederbelegungen der islamischen Disziplinen könnte man sein.

00:29:48.540 --> 00:29:52.080
Speaker 1: Er beschreibt... dann das mit Paradies und Hölle.

00:29:52.620 --> 00:30:06.940
Speaker 1: Und kritisiert sehr stark, sagt die Menschen, die Gott anbeten weil sie sich erhoffen ein Paradies wie es im Koran beschrieben wird Essen trinken Erotik oder Angst vor allem Feuer also des Brennts, sagt der sind.

00:30:07.280 --> 00:30:17.720
Speaker 1: das ist eine politistische Haltung sagt er, sagt da sind Politisten die haben's gar nicht verstanden Weil wenn du Gott wirklich anbetest, weil es Gott ist.

00:30:17.960 --> 00:30:22.100
Speaker 1: Dann darfst du dir nichts daneben hoffen essen trinken.

00:30:23.040 --> 00:30:23.940
Speaker 1: Das ist keine reine

00:30:24.040 --> 00:30:24.639
Speaker 1: Intention.".

00:30:24.760 --> 00:30:39.080
Speaker 1: Und dann sagt er ja diese Bilder gibt es im Koran aber diese Bilder sind nur Bilder die man allegorisch verstehen soll im Sinne Paradies ist ein Zustand, in der Gegenwart Gottes zu sein.

00:30:39.300 --> 00:30:46.500
Speaker 1: So verwendete diesen Begriff Al-Hadr al-Ilahir und getrennt seien von Gottes das Feuer.

00:30:47.659 --> 00:30:52.120
Speaker 1: Daraus habe ich übrigens auch ein Modell, also der Fortgedacht seine Gedanken.

00:30:52.179 --> 00:30:53.919
Speaker 1: Was bedeutet diese Strafe?

00:30:53.980 --> 00:31:01.820
Speaker 1: Das Gott straft ist es nichts anderes als die Konfrontation mit den Konsequenzen unseren eigenen Handlungen weil Gott gerecht ist.

00:31:02.300 --> 00:31:13.540
Speaker 1: wenn ich jemand verletzt habe in dieser Welt und das nicht wieder nicht geschafft habe das wieder gut zu machen bei diesen Menschen Dann begegnen wir uns am Tage des Gerichts, heißt das nach dem Tod im Jenseits.

00:31:13.600 --> 00:31:17.260
Speaker 1: Da glauben wir Muslime an die Wiederaufstellung aller Menschen zum Tag des

00:31:17.320 --> 00:31:17.639
Speaker 1: Gerichtes.".

00:31:18.159 --> 00:31:23.679
Speaker 1: Und diesen Schmerz, den ich verursacht habe und nicht wieder gut gemacht habe, der wird mir zu eigen.

00:31:24.639 --> 00:31:37.760
Speaker 1: Denn spüre ich dieses Schmerzen damit ich einsichtig werde und Gerechtigkeit waltet und durch die Barmherzigkeit Gottes, die über seine Gerechtigkeiten steht, ich dann in die Gegenwart Gottes

00:31:37.840 --> 00:31:38.040
Speaker 1: komme.".

00:31:38.520 --> 00:31:52.340
Speaker 1: Das heißt es ist keine Strafe weil Gott Interesse hat sich zu rechnen oder weil er böse ist sondern er sagt wie der Lehrer dekorrigiert und gibt uns den Noten, sagt das ist einfach das was ihr geschrieben habt.

00:31:52.419 --> 00:31:59.760
Speaker 1: Es widerspiegelt nur die... Ja, dass was ihr geleistet habt nicht mehr, nicht weniger so.

00:32:00.360 --> 00:32:02.360
Speaker 2: Manat meinst du nicht sogar auch?

00:32:02.700 --> 00:32:16.139
Speaker 2: Du kannst auf so einen Repräsentanten der dir sagt, die Kinder sind nicht mehr brav wenn du ihn nicht vom Zornig strafen mit Gott sprichst Kannst du so einem Repräzentant nicht auch antworten?

00:32:17.340 --> 00:32:25.760
Speaker 2: Eine Verkündigung unseres Glaubens als Glauben an den Barmherzigen.

00:32:25.820 --> 00:32:33.919
Speaker 2: Gott hat sehr wohl was Orientierendes, hilft den Menschen auch zwischen gutem und schlechtem Weg zu unterscheiden.

00:32:34.020 --> 00:32:44.240
Speaker 2: Also der Islam verliert doch meines Erachtens seine Kraft als moralischer Kompass nicht Wenn du so redest, wie du eben redest.

00:32:45.480 --> 00:32:47.780
Speaker 2: Wie giste denn mit diesem Vorschlag um?

00:32:48.740 --> 00:32:54.500
Speaker 1: Ja ich mein... Also du sprichst mir ja aus der Seele gerade, also das was du sagst.

00:32:54.659 --> 00:33:04.159
Speaker 1: Nur das Problem ist dass viele sich das leichter tun indem sie sagen aber durch Angst, durch diese Drohungen oder das was Frau Tannenfeuer gesagt hat.

00:33:04.480 --> 00:33:08.460
Speaker 1: Diese Erpressung dieser Emotional erreichen wird das Ziel viel schneller.

00:33:10.520 --> 00:33:22.379
Speaker 1: Angst ist ein schreckliches emotionales Gefühl schnell erschüttert so, dass man denn aus Angst Dinge macht oder nicht macht.

00:33:22.780 --> 00:33:26.620
Speaker 1: Oder mit dem Schuldgefühl und schlechten Gewissen dann lebt.

00:33:27.020 --> 00:33:32.540
Speaker 1: Und das ist für manche so ein Art Motiv wo manche noch immer bis heute darauf beharmen sein.

00:33:32.899 --> 00:33:34.800
Speaker 1: Das ist ein Motiv angst zu haben.

00:33:35.440 --> 00:33:40.419
Speaker 1: und die lesen literalistisch also wortwörtlich den Koran und der seine.

00:33:40.500 --> 00:33:41.879
Speaker 1: aber Gott selbst droht.

00:33:42.260 --> 00:33:45.899
Speaker 1: Gott selber droht im Koran mit dem Höllenfeuer und mit diesem drastischen.

00:33:47.000 --> 00:33:49.139
Speaker 1: Also Gott selbst, du weißt es ja besser als wir.

00:33:49.600 --> 00:33:54.159
Speaker 1: Er verwendet ja... dieses Szenario, warum dürfen wir das nicht?

00:33:54.500 --> 00:33:58.320
Speaker 1: Das heißt die so argumentieren mit der Angst haben.

00:33:58.399 --> 00:34:00.540
Speaker 1: die stärkeren Argumente muss ich leider sagen.

00:34:01.020 --> 00:34:12.240
Speaker 1: Mein Argument verlangt dass man alle diese Stellen im Koran, die davon sprechen, dass man sie metaphorisch auslegt dem historischen Kontext ist.

00:34:12.360 --> 00:34:21.580
Speaker 1: es braucht eine intellektuelle Herausforderung und deshalb verstehe ich Einige meine Studierende sagen, das überzeugt mich nicht was sie sagen.

00:34:22.179 --> 00:34:23.760
Speaker 1: Es widerspricht dem Koran.

00:34:23.820 --> 00:34:24.300
Speaker 1: wie kann ich Gott?

00:34:24.540 --> 00:34:26.139
Speaker 1: Wer bin ich um Gott zu widersprechen?

00:34:26.460 --> 00:34:33.880
Speaker 1: Er selber verwendet ja diese Szenarien Und deshalb versuche ich genau, wie du es richtig gesagt hast auch die Barmherzigkeit.

00:34:34.320 --> 00:34:38.239
Speaker 1: und also gepaart mit diesem Gedanken der Mensch ist Beauftragter.

00:34:38.679 --> 00:34:46.980
Speaker 1: Wir lassen Gott im Stich wir versetzen ihn wenn wir uns nicht einsetzen in dieser Welt für das Gute.

00:34:47.900 --> 00:34:57.779
Speaker 1: diese beiden Gedanken sind sehr stark orientierungsgebend aber sie verlangen schon von den Menschen gewisse aktive Haltungen nicht nur aus Angst agierig.

00:34:58.759 --> 00:35:01.820
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, Leute, die sehr aus Angst... Das ist immer so ein Quick Fix.

00:35:02.600 --> 00:35:05.779
Speaker 0: Man kommt ja in Angst eigentlich in einen Fight of Light-Modus.

00:35:05.860 --> 00:35:09.400
Speaker 0: Also sehr schnell wird irgendwas passieren und ich würde eigentlich... Übrigens

00:35:09.440 --> 00:35:11.340
Speaker 1: will ich Koste ergänzen zu dem Punkt.

00:35:11.400 --> 00:35:20.360
Speaker 1: Sie haben mich jetzt erinnert weil sie das sagen bei uns im Volksislam gibt es... stark verbreitet manche Theologen, die produzieren auch diesen Gedanken.

00:35:20.799 --> 00:35:27.040
Speaker 1: Dass wenn man nach Mecca fährt und dort bildet werden alle Sünden dann einfach getilgt.

00:35:27.080 --> 00:35:28.380
Speaker 1: also man hat keine Sünden mehr.

00:35:28.440 --> 00:35:28.500
Speaker 1: so.

00:35:29.180 --> 00:35:36.120
Speaker 1: Und dann höre ich von vielen Menschen, die sagen, naja, ich will nach Mecca aber erst mal mit siebzig oder so.

00:35:36.740 --> 00:35:41.279
Speaker 1: Ich sammle erstmal das Uni, sind kurz vor dem Tod, damit es alles getilgt ist.

00:35:41.540 --> 00:35:53.620
Speaker 1: Also man merkt eine Religion verliert überhaupt ein irgendwelche Bereicherheit... also keine Bereichere in der Ressource mehr für die Menschen sondern Religion ist nur da um meine Haut zu retten im Jenseits.

00:35:54.120 --> 00:36:00.040
Speaker 1: und die Beziehung zu Gott ist sowas von gestörtes gar keine Beziehungen sondern Schauen wir, wie ich Gott tricke.

00:36:00.520 --> 00:36:03.700
Speaker 1: Das hat mich nicht bestraft und deshalb lebe ich erst mal.

00:36:03.740 --> 00:36:03.779
Speaker 1: Und

00:36:03.880 --> 00:36:06.540
Speaker 0: der Religion wird auch so ein bisschen zu einer Serviceleistung.

00:36:06.660 --> 00:36:09.100
Speaker 0: also man geht ja dann da wirklich hin um einen gewissen Service zu erfahren.

00:36:09.160 --> 00:36:09.799
Speaker 0: oder gibt man wieder?

00:36:12.720 --> 00:36:13.980
Speaker 0: Es gab es ja auch irgendwie.

00:36:14.120 --> 00:36:19.040
Speaker 0: Ablasshandel hatte auch gewisse Dynamik.

00:36:20.380 --> 00:36:29.799
Speaker 0: und jetzt noch eine Frage die ihn sicherlich auch nicht fremd ist wahrscheinlich auch leider öfter erleben.

00:36:30.900 --> 00:36:44.940
Speaker 2: Ja genau, also ich gehe mal darauf ein... Also wenn ich es richtig wahrnehme, Mohanat gibt's in Deutschland zumindest vielleicht auch international so ein regelrechtes Rorschied-Bashing!

00:36:45.140 --> 00:36:52.240
Speaker 2: Also fast schon einen Sport, wer kann Mohanad Rorschid noch was an den Kopf werfen?

00:36:53.799 --> 00:36:59.620
Speaker 2: Entweder du giltst als das geschönte Gesicht des Islam, so eine Tarnung.

00:36:59.779 --> 00:37:05.580
Speaker 2: Das machen dann die Super-Islamkritiker oder du bist nicht präzis genug sagen.

00:37:06.180 --> 00:37:12.980
Speaker 2: manche von der islamwissenschaftlichen Seite oder die einen Muslime sagen halt Du bist zu liberal, das haben wir ja eben schon

00:37:13.040 --> 00:37:13.420
Speaker 1: gehört.

00:37:14.020 --> 00:37:20.720
Speaker 2: aber da gibt es auch wieder andere, die sagen auch du bist zu islam kritisch vielleicht zu staatsnah.

00:37:22.600 --> 00:37:27.980
Speaker 2: deswegen würde ich wirklich mal Hören, falls du dazu was sagen kannst?

00:37:28.640 --> 00:37:35.440
Speaker 2: Wie lebst du denn mit so viel Kritik vor allem auch aus deiner eigenen Community.

00:37:37.480 --> 00:37:42.080
Speaker 1: Inhaltliche Kritik, die nehme ich tatsächlich ernst und versuche wirklich zu verstehen.

00:37:42.380 --> 00:37:51.680
Speaker 1: Also man glaubt es kaum aber manche sogar unter der Gürtelinie schimpfen, die schicken mir in Instagram so nachrichten Ich gehe ganz höflich und nett darauf ein auch E-Mails.

00:37:51.740 --> 00:38:06.220
Speaker 1: Ich reagiere auf solche E-mails wenn ich Zeit habe Und versuche ganz nett und dann stellt sich raus dass die wenigsten, die so mit einem harten Gericht gehen, wirklich theologisch irgendwie reflektiert sind.

00:38:06.259 --> 00:38:13.860
Speaker 1: Sondern irgendwann stoßen sie sehr schnell in ihre Grenze und sagen okay ich wusste nicht oder sie kennen mich gar nicht.

00:38:13.940 --> 00:38:18.160
Speaker 1: also einfach der haben ihnen was gehört oder so und gibt die Erzählung.

00:38:18.720 --> 00:38:22.520
Speaker 1: das ist Islamhasser und dort gibt es eine Erzählung das ist der Schönredner.

00:38:22.759 --> 00:38:22.900
Speaker 2: Ganz

00:38:24.340 --> 00:38:24.520
Speaker 1: genau!

00:38:24.820 --> 00:38:26.560
Speaker 1: Und zwischen all diesen Stühlen befinde ich mich.

00:38:26.640 --> 00:38:36.700
Speaker 1: aber ich gehe auf sachliche Kritik versuche ich wirklich sie mir genauer anzuhören, vor allem wenn es auch etwas intellektuell ist oder also das finde ich auch wichtig ehrlich gesagt.

00:38:36.779 --> 00:38:44.299
Speaker 1: Auch für einen Theologen dass man sich immer weiterentwickelt und immer bei sich schaut und auch überlegt vielleicht mache ich doch etwas falsch?

00:38:44.340 --> 00:38:48.100
Speaker 1: Vielleicht überfordere ich die Menschen mit manchen Gedanken?

00:38:48.200 --> 00:38:51.960
Speaker 1: Vielleicht muss ich meine Sprache präzisieren oder den ein oder anderen Punkt.

00:38:52.520 --> 00:38:54.340
Speaker 1: Auf der anderen Seite gibt es komische Kritik.

00:38:55.700 --> 00:39:02.320
Speaker 1: Also keine Ahnung, wer jetzt meine Wikipedia-Seite hat, man mir gesagt, irgendwelche Islamisten haben's seit einiger Zeit manipuliert.

00:39:02.700 --> 00:39:12.000
Speaker 1: also wenn ich dort lese kommt da diesen Islamhasser raus, der nur Moscheein schließen will und keine Ahnung... Und der für Geheimdienst Ägypten unter Arabischen Emiraten arbeitet.

00:39:12.680 --> 00:39:23.740
Speaker 1: Schön wäre ist dann welch nicht immer in Minus am Ende des Monats jedes paar Monate, aber solche absurden Sachen wo ich denke komme Das ist schon komisch.

00:39:23.840 --> 00:39:27.299
Speaker 1: Also das muss jetzt wirklich nicht sein, also so diese Sachen ignoriere ich.

00:39:27.580 --> 00:39:30.340
Speaker 1: Die lasse ich einfach... Viele haben mir gesagt, komm du musst was tun!

00:39:30.400 --> 00:39:31.640
Speaker 1: Du musst etwas reagieren!

00:39:32.060 --> 00:39:44.240
Speaker 1: Keine Zeit und damit lebt man auch.. Was wirklich weh tut, ist wenn je näher dem Menschen in einem sind und wenn Faktor neid, man gönnt einem nicht.

00:39:44.960 --> 00:39:47.500
Speaker 1: Diese Messer in den Rücken, das tut weh.

00:39:49.020 --> 00:39:56.660
Speaker 1: Ich glaube, wenn man es für sich sehen würde für den man keine lauter Wunden in meinem Rücken sehen.

00:39:57.040 --> 00:39:59.740
Speaker 1: Das tut weh schon, vor allem Menschen die man geholfen hat.

00:40:00.440 --> 00:40:07.259
Speaker 1: Also von denen man das nicht erwartet hätte so dass das tut wehh aber ich habe gelernt mein Gott das gehört auch dazu einfach weitermachen.

00:40:08.680 --> 00:40:25.279
Speaker 2: Wahnsinn ja und wenn man auf diese Kritiker schaut dann muss man sich ja auch manchmal fragen sind sie eigentlich ihrem Text Tradition, ihrer Religion eigentlich treu.

00:40:25.440 --> 00:40:37.880
Speaker 2: Also warum wirken viele super religiöse Menschen eigentlich von einem ganz anderen Geist gesteuert als es ihre Texte hergeben?

00:40:39.000 --> 00:40:41.440
Speaker 1: Es ist eine sehr berechtigte Frage tatsächlich.

00:40:42.060 --> 00:40:46.400
Speaker 1: Sagen wir so, es sind nicht alle religiös interessiert.

00:40:46.460 --> 00:40:49.400
Speaker 1: also ich habe... Ich nenne sie jetzt Gegner und Anführungszeichen.

00:40:49.440 --> 00:40:50.440
Speaker 1: das hört sich nach Krieg an.

00:40:50.540 --> 00:40:58.759
Speaker 1: aber gut Es gibt Gegner, auch von meiner Person oder der ganze Theologie, die waren Herzlichkeit aus der islamischen Community.

00:40:59.299 --> 00:41:02.720
Speaker 1: Die eigentlich nur ein politisches Agenda haben.

00:41:03.279 --> 00:41:04.620
Speaker 1: Da geht es um die Deutungswoche.

00:41:05.700 --> 00:41:08.220
Speaker 1: Wieso wird er überall interviewt?

00:41:08.299 --> 00:41:11.360
Speaker 1: Wieso sitzt der und redet mit Felix Gönner, wieso nicht wir.

00:41:11.820 --> 00:41:13.880
Speaker 1: Wieso nicht diese oder jene Institutionen?

00:41:13.940 --> 00:41:15.660
Speaker 1: Warum... Oder diese oder jede Person?

00:41:16.220 --> 00:41:17.720
Speaker 1: Also das gibt es auch so.

00:41:18.100 --> 00:41:38.980
Speaker 1: Aber was du jetzt meinst ist etwas spezifisch wenn es um in einer islamischen Kritik geht gerade aus islamistischer von mentalistischer Seite wo ich tatsächlich meine Aber ich bin bescheiden und sage, dass widerspricht meinem Verstehens vom Islam.

00:41:39.320 --> 00:41:42.980
Speaker 1: Weil in deren Augen ist das genau die Wiedergabe des Textes.

00:41:43.060 --> 00:41:44.640
Speaker 1: Und wir sind textutreu!

00:41:46.940 --> 00:41:52.860
Speaker 1: der manipuliert den Islam, indem er von Gleichberechtigung der Geschlechter redet.

00:41:52.940 --> 00:41:53.180
Speaker 1: Nein!

00:41:53.540 --> 00:41:58.540
Speaker 1: Im Koran ist ganz klar vierte Sohre, fünfvierunddreißig Rejaluqa'u Amuna.

00:41:59.160 --> 00:42:03.500
Speaker 1: so die Männer sind stehen über den Frauen verantwortlich für die Frauen und so weiter.

00:42:03.759 --> 00:42:08.960
Speaker 1: also diese wortwörtliche Lesart, die argumentieren damit und in deren Augen bin ich der Falsch.

00:42:10.320 --> 00:42:15.360
Speaker 1: Und deshalb Ich finde jetzt, es soll ein Ringen um die Argumente sein.

00:42:16.460 --> 00:42:24.720
Speaker 1: Es ist legitim dass sie sagen ich bin falsch das ich sage diesen falsch aber wichtig ist dass die Argumenten und Gegenargumente hier sprechen.

00:42:24.799 --> 00:42:34.160
Speaker 1: was ich vermisse ist genau diesen Diskurs diesen theologischen argumentativen Diskurs beziehungsweise Wenn jemand kommt und argumentiert, nur mit Text.

00:42:34.340 --> 00:42:35.480
Speaker 1: Und sagt aber so steht das?

00:42:36.000 --> 00:42:36.540
Speaker 1: Und Punkt!

00:42:36.940 --> 00:42:44.680
Speaker 1: Und hat überhaupt keinen Sinn für dieses Kunst des Verstehens, diese Hermeneutik und so... Da kannst du überhaupt nicht in den Diskurs mit ihm einsteigen.

00:42:44.740 --> 00:42:49.480
Speaker 1: Weil der wird dir immer sagen, es tut mir leid so steht das, so ist das Punkt.

00:42:49.660 --> 00:42:54.160
Speaker 1: ich will nicht darüber reden, nicht diskutieren wie man das heute im Kontext versteht.

00:42:54.600 --> 00:43:00.180
Speaker 1: also das ist ein sehr autoritatives Argument und da kommt man nicht dagegen.

00:43:00.320 --> 00:43:05.259
Speaker 1: und dass problematisch dabei ist wenn junge Menschen anwesend sind bei so einer Diskussion.

00:43:06.380 --> 00:43:08.040
Speaker 1: er überzeugt sie viel schneller als ich.

00:43:08.140 --> 00:43:09.320
Speaker 1: das ist ja auch das Problem.

00:43:09.759 --> 00:43:22.960
Speaker 2: Ja, aber du kannst Ihnen dann schon auch sagen... Auch die frühen Muslime haben über die Bedeutung des Koran diskutiert und haben geforscht.

00:43:23.080 --> 00:43:29.020
Speaker 2: Und haben gefragt schon nach ein paar Jahrzehnten was ist das eigentlich für einen Wort?

00:43:29.080 --> 00:43:30.299
Speaker 2: Das kennen wir sonst gar nicht!

00:43:30.540 --> 00:43:34.940
Speaker 2: Dann müssen wir noch mal schauen wo es überhaupt herkommt um zu verstehen was damit gemeint ist.

00:43:35.000 --> 00:43:46.460
Speaker 2: und dann gab's die Richter ganz Islam und Koran treu verstanden haben, die in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich entschieden haben.

00:43:46.580 --> 00:44:13.540
Speaker 2: Also es gehört doch eigentlich von Anfang an zum Leben nach dem Koran dass man dann nicht nur sagt es steht ja schon alles da und damit ist die Frage geklärt oder kann man sich sogar auch auf also Auslegungs- und Diskussionsgeschichte von Anfang an als Beleg dafür nehmen, dass die Sache nicht so einfach ist wie diese Fundamentalisten.

00:44:15.720 --> 00:44:20.200
Speaker 1: Tatsächlich, das ist übrigens die Methode, die wir hier anwenden im Studium.

00:44:20.779 --> 00:44:30.360
Speaker 1: Dass wir diese reiche Traditionen, reich an verschiedensten Positionen einfach diskriptiv darlegen.

00:44:30.420 --> 00:44:41.960
Speaker 1: und seien ihr schau mal wie sie diskutiert haben über diesen Vers, über diese Position, jene Position denn entsteht tatsächlich, wie du richtig sagst ein Bewusstsein für diese inner islamische Vielfalt.

00:44:44.840 --> 00:44:45.100
Speaker 1: Danke.

00:44:45.860 --> 00:44:52.580
Speaker 1: Es ist alles so eindeutig von Beginn an, das wird erschüttert und dann entsteht so ein Bewusstsein.

00:44:52.660 --> 00:45:00.259
Speaker 1: okay es gibt nicht die eine wahre Auslegung des Islams aber das braucht ein intellektueller Discord.

00:45:00.560 --> 00:45:10.259
Speaker 1: dass kriegen wir hin mit unseren Studierenden in den theologischen Zentren oder Instituten problematisch ist heute.

00:45:10.560 --> 00:45:13.799
Speaker 1: Hauptkonkurrenz ist zwischen Media geworden.

00:45:14.360 --> 00:45:24.380
Speaker 1: Da gehen die jungen Menschen dort und da handelt es sich um ganz einfache Antworten, zuletzt höre ich von einem wird gefragt Ist Unuspielen im Islam erlaubt?

00:45:24.420 --> 00:45:26.160
Speaker 1: Dann sagt man einen Haram das ist ein Glücksspiel.

00:45:27.100 --> 00:45:30.020
Speaker 1: Und dann kommt der nächste Frage Ist Schnickschnack nur erlaubtem?

00:45:30.259 --> 00:45:32.060
Speaker 1: Nein Haram, das ist GlücksSpiel Punkt!

00:45:32.380 --> 00:45:33.480
Speaker 1: Nächste Frage und so weiter.

00:45:34.160 --> 00:45:37.520
Speaker 1: Das heißt, das ist überhaupt kein theologischer intellektueller Diskurs.

00:45:38.080 --> 00:45:47.540
Speaker 1: Und das macht mir schon Angst, dass religiöse Diskurse auf sowas reduziert werden und das Intellektuelle dann total in den Hintergrund gerät.

00:45:48.000 --> 00:45:57.100
Speaker 1: Und wie du richtig sagst können wir auch nicht mehr an die Menschen herantreten mit dieser innerislamischen Vielfalt schon hinter Tradition weil keiner sich mehr interessiert.

00:45:57.380 --> 00:45:58.840
Speaker 1: Anektodisch erzähle ich euch was!

00:45:59.560 --> 00:46:08.040
Speaker 1: Ich arbeite auch zum Teil mit radikalisierten jugendlichen Gefängnis, zuletzt in einer Gruppe fragen mich zwei und ich rede von radikaliserten.

00:46:08.100 --> 00:46:11.000
Speaker 1: Also die waren bereit auch Dinge anzustellen.

00:46:12.200 --> 00:46:16.360
Speaker 1: Zwei Fragen mich lebt der Prophet Mohammed noch?

00:46:16.720 --> 00:46:29.580
Speaker 1: Ach also die wussten nicht einmal, dass es Mohammed... Und also geschweige davon, dass keiner – seit vier Jahren bin ich arbeit im Gefängnis – dass keiner mir irgendwas erzählen konnte was im Koran wo was steht.

00:46:30.540 --> 00:46:35.820
Speaker 1: Dass irgendwie legitimiert oder im Gegenteil sogar wenn wir über Koran reden, Al-Fatiha.

00:46:35.980 --> 00:46:41.680
Speaker 1: Das weißt du ja die erste Sohre wie Vater Unser in jeder Gebeteinheit wird recitiert.

00:46:41.720 --> 00:46:42.680
Speaker 1: das sind fünf Zeiler.

00:46:42.759 --> 00:46:45.180
Speaker 1: so also die wenigsten kennen den wo.

00:46:45.240 --> 00:46:47.440
Speaker 1: ich denke Moment also wo stehen wir gerade?

00:46:47.840 --> 00:46:54.900
Speaker 1: Menschen die im Namen des Islams sogar Gewalt ausüben wollen und Die haben das ABC nicht darauf.

00:46:55.240 --> 00:47:03.380
Speaker 1: Da habe ich zum ersten Mal bei dieser Arbeit kennengelernt, was Peter Neumann ein Forscher von Radikalisierung meinte mit diesem religiösen Analphabetismus?

00:47:03.480 --> 00:47:03.520
Speaker 1: Ja

00:47:04.160 --> 00:47:04.580
Speaker 0: absolut!

00:47:04.700 --> 00:47:25.420
Speaker 0: Das glaube auch, dass es sehr wichtig ist überhaupt eine gewisse Bildungsgrad über seine eigene Religion oder auch grundsätzlich über andere Religionen zu haben um sie wirklich Also diese innerrente Vielfalt, die religiöse Tradition haben überhaupt kennenlernen zu können und dass das auch ein Prozess ist.

00:47:25.460 --> 00:47:32.259
Speaker 0: Dass es ja nicht irgendwann aufhört und dann hat man's und dann gehts... Ja jetzt haben wir noch eine Frage.

00:47:33.520 --> 00:47:46.720
Speaker 0: so ein bisschen wie also ihr Islam ist ja ein sehr humanistischer Islam oder also ihr Ansatz, den sie vortragen.

00:47:47.980 --> 00:48:04.960
Speaker 0: Und wenn man jetzt... Also in Deutschland gibt es ja auch viele Leute die mittlerweile nicht eine sich einer religiösen Gemeinschaft zugehörig fühlen aus unterschiedlichsten Gründen oder auch Leute, die ja sehr auch ein wenig kämpferisch atheistisch unterwegs sind.

00:48:06.500 --> 00:48:12.400
Speaker 0: Worin liegt dann genau der Mehrwert oder noch der Unterschied zu einem Humanismus.

00:48:13.220 --> 00:48:15.940
Speaker 0: Also was ist sozusagen dann das Plus?

00:48:18.160 --> 00:48:19.960
Speaker 1: Das ist eine ganz, ganz wichtige Frage.

00:48:20.060 --> 00:48:27.880
Speaker 1: Weil es gibt islamische Diskurse die versuchen den Islam auf die ethische Dimension zu reduzieren.

00:48:28.200 --> 00:48:31.460
Speaker 1: das hatten wir in der Ideengeschichte auch.

00:48:31.540 --> 00:48:50.880
Speaker 1: also die Motazila zum Beispiel haben gemeint naja die Offenbarung ist nur eine Erinnerung an dass was ohnehin wird wer vernunft schon ableiten können und deshalb meint man wird auch zur Rechenschaft gezogen im jenseits Auch wenn man nie vom Islam gehört hat, weil schon wehr vernunft hätte.

00:48:50.960 --> 00:48:54.940
Speaker 1: Man wissen soll dass es gott gibt und das man in ihn glauben soll und so weiter.

00:48:55.360 --> 00:49:02.540
Speaker 1: Das ist so eine das am nennt sich dem oder sehr die rationalistische schule aus dem achten Anfang des neunten jahrhunderts im islam.

00:49:03.640 --> 00:49:13.700
Speaker 1: Und sie werden kritisiert heute Welte den islam auf diese ethische dimension reduziert haben und das ist gefährlich weil das macht der religion dann obsolid Weil denn tatsächlich kommen.

00:49:13.779 --> 00:49:15.820
Speaker 1: humanisten sein okay wenn es nur darum geht.

00:49:16.279 --> 00:49:19.720
Speaker 1: dies das Ethische, das kriegen wir auch ohne Gott hin und ohne Religion.

00:49:20.299 --> 00:49:35.100
Speaker 1: Und deshalb ihre Frage ist mehr als berechtigt und ich finde sie sogar heute eine der wichtigsten Fragen an alle Religionen weil wir in einem Zeitalter leben wo die Vernunft waltet und vieles können wir über die Vernünft ableiten.

00:49:35.700 --> 00:49:40.299
Speaker 1: Warum gibt es uns religiöse Menschen oder warum gibt es Religionen, was ist der Mehrwert?

00:49:40.840 --> 00:49:47.279
Speaker 1: Und da würde ich sagen die Stärke des Islams und auch andere Religionen liegt in der Spiritualität.

00:49:47.420 --> 00:49:57.540
Speaker 1: In der Ermöglichung Räume zu der transcendenten Erfahrung zu öffnen aber auch um die Frage also der Perspektive.

00:49:58.060 --> 00:50:14.120
Speaker 1: Also ich erlebe das jeden Tag in meiner Existenz als Mensch jetzt, nicht nur als Theologe oder als Mohandas oder als Mensch wenn ich aufwache und was ist das...was mich antreibt und sagt ja komm mach mal dies oder jenes gerade in unserem Job.

00:50:16.279 --> 00:50:17.620
Speaker 1: Das ist jetzt böse, was ich jetzt sage.

00:50:17.680 --> 00:50:23.160
Speaker 1: Aber man kann ja zu seinen Lehrveranstaltungen als Professor gehen und nur die Lehre leisten.

00:50:23.620 --> 00:50:28.880
Speaker 1: Keine Bücher schreiben keine Forschung, keine Projekte und man kriegt den selben Gehalt und so alles gut.

00:50:30.140 --> 00:50:33.520
Speaker 1: Wenn ich ein bisschen schieflage bin, wenn ihr mich fragt aber ist auch so.

00:50:33.620 --> 00:50:36.440
Speaker 1: das heißt es muss ein intrinsischer Grund sein.

00:50:36.540 --> 00:50:40.720
Speaker 1: für manche ist dass die Karriere und ich will groß rauskommen und dies und jenes.

00:50:41.620 --> 00:50:44.759
Speaker 1: Für mich fragt mich das sehr oft endlich, Tag für Tag.

00:50:45.279 --> 00:51:08.640
Speaker 1: Aber dieser Gedanke dass Gott mir seine Hände anvertraut hat und ich höre im Geiste seine Stimme jeden Tag mir sagen Moana du weißt Ich habe keine Hände weil ich euch Menschen die gegeben habe wenn Du jetzt nicht aufstehst um das und dies und jenes macht und dich einsetzt da und dort bleiben die Dinge unerledigt.

00:51:08.940 --> 00:51:14.060
Speaker 1: Bleiben die armen Menschen arm und bleibt die Ungerechtigkeit, Ungerechtkeit usw.

00:51:14.980 --> 00:51:16.200
Speaker 1: Ihr habt diesen Auftrag.

00:51:16.580 --> 00:51:30.960
Speaker 1: dieser Gedanke das ist über das ethische hinaus und über das humanistische würde ich sagen, hinaus weil er mir eine andere, ein transcendentes auf das Transcendente hin gesteuertes Motiv.

00:51:32.900 --> 00:51:35.480
Speaker 1: Ich trage eine große Verantwortung.

00:51:35.980 --> 00:51:42.279
Speaker 1: Gott überlässt mir seine Hände und es gibt ein Leben danach, wo ich diese Hände zurückgebe.

00:51:42.700 --> 00:51:49.100
Speaker 1: und mir wünsche auch, dass dieser Gott stolz auf mich ist und ich in seinen Armen umarmt mich und seit gut gemacht.

00:51:49.420 --> 00:51:52.420
Speaker 1: Da und dort hast du Mist gebaut aber gut machen alle.

00:51:52.980 --> 00:51:56.420
Speaker 1: Aber da und dort war ich stolz darauf und danke!

00:51:56.920 --> 00:51:57.820
Speaker 1: dass du das gemacht hast.

00:51:57.860 --> 00:52:06.560
Speaker 1: Deshalb finde ich es so schön, diese vier Stellen im Koran die von den Menschen im Jenseits reden über sie zufrieden ist.

00:52:06.600 --> 00:52:13.799
Speaker 1: Da heißt das an den Vierstellen Gott ist mit ihnen zufrieden und sie sind mit Gott auch zufriedene.

00:52:13.960 --> 00:52:16.220
Speaker 1: Das finde ich ja interessant, dass Gott

00:52:16.299 --> 00:52:17.420
Speaker 0: sich selbst... Keine Einbahnstraße!

00:52:17.779 --> 00:52:21.180
Speaker 1: Genau, er sagt uns dann Danke.

00:52:21.720 --> 00:52:24.100
Speaker 1: Und war das alles so erfüllend für euch?

00:52:24.620 --> 00:52:31.220
Speaker 1: Ich finde es unglaublich lebenserfüllend zu wissen ... Ja, Gott ist auf mich angewiesen.

00:52:31.299 --> 00:52:32.640
Speaker 1: Nicht existenziell angewies.

00:52:32.740 --> 00:52:38.140
Speaker 1: Aber er hat die Welt zu erschaffen, dass er sagt, ich brauche euch Menschen bitte versetzt mich nicht.

00:52:38.200 --> 00:52:40.180
Speaker 1: Lass mich nicht im kalten Faser stehen!

00:52:40.560 --> 00:52:43.120
Speaker 1: Ich habe die Welt so erschaffen das ihr mein Werkzeug seid.

00:52:43.220 --> 00:52:44.000
Speaker 1: Ihr seid meine Hinde.

00:52:45.160 --> 00:52:53.340
Speaker 1: Ich glaube es ist schon über das humanistische aber auch diese Beziehung auch zu Gott, dass sich mit ihm redet und sich am Abend sitze.

00:52:54.200 --> 00:52:59.860
Speaker 1: Ich rede nicht von einem Pflichtgebet jetzt, sondern einfach so sitzen mit Gott reden.

00:53:00.620 --> 00:53:02.820
Speaker 1: Im Guten wie im Schlechten auch einfach so.

00:53:03.299 --> 00:53:04.820
Speaker 1: das öffnet eine Perspektive.

00:53:04.920 --> 00:53:08.440
Speaker 1: man hört auch diese innere Stimme mit einem auch irgendwo reden.

00:53:08.980 --> 00:53:24.560
Speaker 1: ich glaube dass erinnert mich auch dass sich nicht nur eine Maschine der Leistung ist und Ein ethisches Wesen des Ethischen, sondern auch ein Wesen der Spiritualität.

00:53:25.180 --> 00:53:28.620
Speaker 1: Mir gefällt auch Vektor Frankel hat das in einem seiner Bücher geschrieben.

00:53:30.380 --> 00:53:37.120
Speaker 1: Ist es eine anthropologische Konstante im Menschen, dass er Sehnsucht hat nach transcendenter Erfahrung?

00:53:37.180 --> 00:53:45.860
Speaker 1: Der Mensch ist mehr als nur dieses hier und jetzt, das was wir mit den Sinnesorganen wahrnehmen.

00:53:45.980 --> 00:53:50.660
Speaker 1: Sondern es gibt irgendwo eine Stimme in uns die uns die ganze Zeit transcendiert.

00:53:51.299 --> 00:53:54.700
Speaker 1: Alleine wenn wir uns selbst fragen wie geht es mehr?

00:53:55.220 --> 00:53:55.900
Speaker 1: Okay wer hat das?

00:53:56.040 --> 00:53:56.840
Speaker 1: mich gefragt ist?

00:53:57.080 --> 00:53:57.520
Speaker 1: Wer war das?

00:53:57.900 --> 00:54:00.200
Speaker 1: Ich transcendiere mich um mich von außen zu sehen.

00:54:00.600 --> 00:54:11.540
Speaker 1: also irgendwie es gibt mehr als nur das was ich hier erlebe und ich glaube dass öffnet uns schon eine Perspektive um noch mehr Mensch zu sein, jenseits von Leistung und Ethik.

00:54:11.920 --> 00:54:19.540
Speaker 1: Also es holt noch mehr raus aus uns die religiöse Dimension über das humanistische hinaus.

00:54:19.600 --> 00:54:22.120
Speaker 1: Ich weiß nicht, ob's mir gelungen ist, dass ich überzeugend sein

00:54:22.200 --> 00:54:22.360
Speaker 0: darf.

00:54:23.440 --> 00:54:28.320
Speaker 0: Professor Körner nennt das ja immer den Weltgestaltungs... Auftrag zur Weltgestaltung.

00:54:29.020 --> 00:54:41.920
Speaker 0: Und damit kann ich mich auch im katholischen Sprichmann oder am christlichen Sprichman vom Reich Gottes, was jetzt schon anbricht aber gleichzeitig auch noch aussteht und man sich einbringt also auch einen Call to Action.

00:54:44.020 --> 00:54:44.240
Speaker 0: Genau!

00:54:45.340 --> 00:54:52.500
Speaker 0: Jetzt wollten wir nochmal bisschen in die Richtung wie dieses Gottesbild dann die Welt genau gestaltet?

00:54:58.720 --> 00:55:03.620
Speaker 2: Ich glaube ja, was du sagst das gestaltet eben auch die Erziehung.

00:55:03.680 --> 00:55:17.799
Speaker 2: Die Bildung selbst unser politisches Leben und die Sexualmoral wie wir Geschlechterbilder entwickeln.

00:55:18.560 --> 00:55:26.960
Speaker 2: also vielleicht es war jetzt wirklich auch hilfreich wegen konkret schon gesprochen hast, können wir da noch mal ein bisschen weitermachen?

00:55:27.420 --> 00:55:29.240
Speaker 2: Wenn wir was ganz platt vielleicht fragen.

00:55:29.820 --> 00:55:34.720
Speaker 2: Wie verändert ein anderes Gottesbild die Gesellschaft?

00:55:37.060 --> 00:55:39.180
Speaker 1: Ziemlich enorm.

00:55:39.360 --> 00:55:49.259
Speaker 1: auch würde ich sein eine religiös interessierte Gesellschaft also nicht nur sekular ist es entscheidend sogar für so eine Gesellschaft das Gottesbild.

00:55:49.380 --> 00:55:59.520
Speaker 1: weil ich sage jetzt etwas plakativ mache ich in manchen öffentlichen Vorträgen, dass ich sage ja es gibt dieses eine eher restriktive, ich nenne sie immer monologische.

00:55:59.980 --> 00:56:05.520
Speaker 1: Das monologisch Gottesbild das man kann der nur ein Seite spricht und das andere das dialogisch-kommunikative.

00:56:05.620 --> 00:56:23.200
Speaker 1: so also wenn man so plakativ von beiden Modellen ausgeht dann würde man würde ich jetzt sagen das monologischer Gottesbild an Gott demes um sich selbst geht da rückt der Mensch nicht so in Zentrum auch nicht in den Nähe sondern der Mensch ist marginalisiert.

00:56:23.900 --> 00:56:31.500
Speaker 1: oder wie man es plakativ sagt, dann ist der Mensch da für die Religion nicht der Religion für den Menschen.

00:56:31.560 --> 00:56:33.600
Speaker 1: Das heißt es geht gar nicht um uns Menschen.

00:56:34.080 --> 00:56:41.880
Speaker 1: das widerspricht jetzt dem anderen Modell, dem Dialogisch-Kommunikativen wo der Mensch stärker ins Zentrum rückt.

00:56:42.680 --> 00:56:47.480
Speaker 1: ich erinnere an diese Geschichte mit einem Adam Engel und wo Gott die zwei Schritte zurückmacht.

00:56:47.640 --> 00:56:57.779
Speaker 1: als Ansage hier geht's um Das ganze zu denken, also ich rede nicht von einem egoistischen Menschen dem es um sich selbst geht auch.

00:56:58.060 --> 00:57:01.040
Speaker 1: Um den Kalifen und den verantwortungsvollen Menschen redig.

00:57:02.240 --> 00:57:11.500
Speaker 1: Und jetzt das erste Modell Der Mensch ist auch ein politisches Wesen eines Religiöses und Religion ist durch-unddurchpolitisch.

00:57:11.560 --> 00:57:17.759
Speaker 1: Und so verstehe ich auch Religion, dass wir die Aufgabe haben uns politisch einzusetzen.

00:57:17.799 --> 00:57:22.740
Speaker 1: Da hast du ein wunderbares Büchlein dazu geschrieben, Felix was sich auch unterschreiben würde.

00:57:23.720 --> 00:57:32.840
Speaker 1: Ich weiß, ich kenne das Missverständnis wenn man vom politischen Islam spricht also Fachbegriff um nicht gewalttätigen Islamismus zu bezeichnen.

00:57:32.880 --> 00:57:34.600
Speaker 1: Das sind ganz, Geschichte.

00:57:35.120 --> 00:57:43.120
Speaker 1: Aber das Religion politisch sein soll auch, ich glaube Christentum Islam anders würde man sie nicht verstehen können.

00:57:43.560 --> 00:58:01.740
Speaker 1: ansonsten sehen Sie einfach nur also sehr egoistische Religionen für den für das Individuum, für das Wohlfühl des Individuums aber schaut ignorant in die Gesellschaft hinein und das ist nicht Sinn der Religion.

00:58:01.799 --> 00:58:12.180
Speaker 1: Deshalb verstehe ich Religion auch so als Auftrag... die Welt eben zu gestalten, dass es ja in Begriff des Kalif sein und das ist Religiosität.

00:58:12.279 --> 00:58:13.840
Speaker 1: Auch das ist gelebte Religiositäten.

00:58:13.880 --> 00:58:18.759
Speaker 1: Ich kritisiere immer bei uns diese Diskurse der Religioskeit so stark.

00:58:18.860 --> 00:58:21.040
Speaker 1: reduzieren auf religiöse Rituale.

00:58:21.480 --> 00:58:23.980
Speaker 1: oder trinkst du mit der rechten Hand oder mit der linken?

00:58:24.080 --> 00:58:27.360
Speaker 1: Und ob das Fleisch jetzt geschichtet oder nicht?

00:58:28.279 --> 00:58:30.560
Speaker 1: Also viele Dinge, die uns so stark beschäftigen.

00:58:31.680 --> 00:58:35.400
Speaker 1: nach meinem Verstehen würde Gott sagen, das ist mir so egal.

00:58:35.799 --> 00:58:37.580
Speaker 1: Aber der Mensch ist mir nicht egal.

00:58:37.920 --> 00:58:49.240
Speaker 1: und jetzt werde ich konkret auch... Du hast nach konkreten gefragt die Lebensgestaltung mit diesen sensiblen Themen Sexualität, Homosexualität und so und ich weiß es fast ein Tabuthema.

00:58:50.279 --> 00:59:00.200
Speaker 1: aber wenn es Gott um den Menschen als solchen geht, den verantwortungsvollen Menschen und der Mensch ein selbstbestimmtes Subjekt ist.

00:59:00.360 --> 00:59:01.680
Speaker 1: Ah, damit er in die Mitte steht!

00:59:02.200 --> 00:59:07.320
Speaker 1: Dann alles was dem Menschen gut tut, ist es im Sinne Gottes und Gott will das auch für den Menschen.

00:59:08.340 --> 00:59:14.180
Speaker 1: Das heißt ich würde meinen oder daraus ableiten Thema Sexualität, Homosexualität.

00:59:14.220 --> 00:59:22.480
Speaker 1: Das soll jeder für sich entscheiden und das ist kein Gegenstand mit dem sich Religion sich auseinandersetzen sollte auch.

00:59:24.660 --> 00:59:27.980
Speaker 1: dem Stellenwert des Menschen als solchen auseinandersetzen.

00:59:28.060 --> 00:59:39.320
Speaker 1: Aber Religion ist nicht da, um uns zu sein was wir im Schlafzimmer zu tun haben oder wenn wer heiraten soll oder nicht oder eine muslimische Frau einen Nichtmuslime heiraten darf oder nicht?

00:59:39.880 --> 01:00:06.279
Speaker 1: Also ich lese das so dass dort wo Liebe zwischen Menschen waltet wo Gott sagt ihr habt mein Segen mir geht es um die Liebe und der Vielfalt ist von mir gewollt auch in der Natur wenn es um Homosexualität geht Tiereswelt und so würde ich meinen, dass hier Religion gestalterisch eingreift indem sie uns an unser Mensch sein erinnert.

01:00:06.360 --> 01:00:17.819
Speaker 1: Und unser Subjekt sein aber auch an unsere Verantwortung das heißt nicht an das egoistische Subjekt sondern die Verantwortung des Menschen für sich Mit Menschen.

01:00:18.180 --> 01:00:21.080
Speaker 0: Noch mal eine Frage, also ganz konkret weil ich es einfach nicht weiß.

01:00:22.819 --> 01:00:53.680
Speaker 0: Ich komme aus Berlin und da spreche auch immer vielen Leuten die mit Religion wirklich gar nichts am Hut haben und wenn ich den ein bisschen so erkläre was der Unterschied ist zu anderen Vergemeinschaften in der Gesellschaft dann habe ich immer das Beispiel dass sich sage ja also wenn man sich im Fitnessstudio anmeldet dann tut man da etwas für sich man gestaltet seine Gesundheit für sich sicherlich genau in einer Religionsgemeinschaft dabei zu sein, sozusagen der Mehrwert davon ist dass diese Religionsgemeinschaft auch immer ein Überschuss produziert für Leute die nicht dabei sind.

01:00:53.799 --> 01:01:03.279
Speaker 0: Also die zum Beispiel psychosoziale Beratung und die Leute sind meistens haben überhaupt nichts mit der Katholischen Kirche zu tun.

01:01:03.460 --> 01:01:13.279
Speaker 0: oder Ja irgendwie Obdach-Rosenhilfe, also irgendwie marginalisierte Gesellschaft haben einen Wert an sich.

01:01:13.440 --> 01:01:17.920
Speaker 0: Also ob sie Mitglied sind oder nicht ist erst mal nicht so wichtig.

01:01:18.480 --> 01:01:24.000
Speaker 0: und genau das sozusagen Weltgestaltung auch über den eigenen Bereich hinaus.

01:01:25.879 --> 01:01:29.319
Speaker 0: können Sie da nochmal kurz was sagen wie es im Islam ist?

01:01:30.440 --> 01:01:34.740
Speaker 1: Also ich lese das im Islam genauso, aber darüber hinaus.

01:01:34.799 --> 01:01:43.319
Speaker 1: Weil wenn wir in der Argumentation das nur reduzieren auf diese sozialen Dimensionen die könnten ersetzbar sein.

01:01:43.460 --> 01:01:49.160
Speaker 1: auch also wenn sich das Staat stärker einbringt und sagt Ich kümmere mich auch darum brauchen wir uns Religionen nicht mehr.

01:01:50.259 --> 01:02:02.060
Speaker 1: Deshalb würde ich sagen Wo Religionen und da das habe ich richtig verstanden dieser wertvolle Gedanke von ihnen, dass religiöse Menschen die Verantwortung tragen über ihre Gemeinschaft hinaus.

01:02:02.160 --> 01:02:09.299
Speaker 1: Und denken nicht nur ob Sache uns geht es gut oder mir geht's gut sondern was leisten wir für die Gesellschaft?

01:02:09.359 --> 01:02:29.380
Speaker 1: Was leisten wir Für die kommenden Generationen für diese Welt umwelt und so und Da würde ich auch hier noch mal daran erinnern diese Dimension der Spiritualität Aufgabe haben die Welt zu bereichern, unsere Gesellschaft zu bereichernden indem wir auch Elemente vielleicht einbauen der Entschleunigung.

01:02:30.960 --> 01:02:34.279
Speaker 1: Elemente einbauten die Menschen daran erinnern in sich hineinzugehen.

01:02:34.339 --> 01:02:45.200
Speaker 1: wo die Reise nach ihnen so interpretiere ich übrigens das Pilgern materiell gesehen, man geht einen Weg.

01:02:45.680 --> 01:03:15.120
Speaker 1: Aber Sinn der Sache ist es die Reise nach innen eigentlich und so öffnen Religionen Räume nicht nur für sich selbst sondern sie laden alle anderen ein sich daran zu erinnern wir sind Menschen und das heißt Wir sind nicht nur diese eine Dimension der Leistung und die andere der Ethik oder der Vernunft Sondern wir sind auch eine Dimention des Spiritualität mit der wir auch die Welt bereichern wollen über unsere Gemeinschaft hinaus.

01:03:15.200 --> 01:03:34.839
Speaker 1: Aber das verlangt auch von uns eine Sprache, die auch nicht sehr stark religiös ist aber doch religiös konnotiert ist, aber eine Sprach mit der wir in die Gesellschaft hineingehen und wo man uns versteht und sagt okay ich muss nicht Christ oder Muslim werden um dann auch spirituelle Erfahrung zu machen.

01:03:34.940 --> 01:03:40.520
Speaker 1: Gott gehört uns allen gehört steht auch mit offenen Armen, auch für Atheisten heißt das.

01:03:42.100 --> 01:03:54.680
Speaker 1: Es gibt diesen Hadith vom Propheten Gott streckt seine Arme am Tag und seine Armen in der Nacht die sich von ihm abgewandt haben also für die streckt er die Arme aus.

01:03:55.000 --> 01:03:56.759
Speaker 1: Das finde ich auch starke Szene auch so

01:03:58.259 --> 01:03:58.700
Speaker 2: sehr schön.

01:03:59.460 --> 01:04:03.299
Speaker 2: ja Ich würde sagen, dann verabschieden werde ich jetzt.

01:04:03.399 --> 01:04:04.339
Speaker 2: lieber Moana hat.

01:04:04.839 --> 01:04:06.759
Speaker 2: Super dass du dir Zeit genommen hast!

01:04:07.259 --> 01:04:20.080
Speaker 2: War wirklich ein großes Vergnügen endlich mal wieder mit dir zu reden und dir und deiner ganzen großen Aufgabe weiter alles Gute und viel Frucht.

01:04:20.720 --> 01:04:21.359
Speaker 1: Ja, danke euch.

01:04:22.140 --> 01:04:25.160
Speaker 1: Die Zeit ist unglaublich auch schnell vergangen, sehe ich gerade.

01:04:25.660 --> 01:04:27.680
Speaker 1: Also es hat so Spaß gemacht mit euch beiden!

01:04:27.799 --> 01:04:28.620
Speaker 1: Vielen vielen Dank!

01:04:28.779 --> 01:04:32.040
Speaker 1: Danke euch und hoffentlich bis zum nächsten Mal!

01:04:33.880 --> 01:04:34.200
Speaker 0: Bis zum

01:04:35.420 --> 01:04:35.859
Speaker 1: nächsten mal!

01:04:35.940 --> 01:04:36.640
Speaker 1: Alles Liebe dann!

01:04:36.740 --> 01:04:37.220
Speaker 1: Danke Euch!

01:04:42.600 --> 01:04:45.460
Speaker 2: Ui, das war ja gerade ein interessantes Gespräch.

01:04:45.819 --> 01:04:46.859
Speaker 2: Hat mir sehr gefallen.

01:04:46.920 --> 01:04:52.259
Speaker 2: aber Frau Tann wie ist denn Ihnen dabei ergangen und wie denken Sie jetzt darüber?

01:04:52.339 --> 01:04:54.100
Speaker 2: was bleibt Ihnen noch im Herzen?

01:04:54.960 --> 01:04:56.180
Speaker 0: Ja alles klar!

01:04:56.440 --> 01:04:57.080
Speaker 0: Was nehme ich mit?

01:04:59.399 --> 01:05:11.640
Speaker 0: Ich glaube den Kern den ich mitnehme es beim Herzigkeit als hemmeneutischer Schlüssel Und ich finde, das passt auch total gut zu unserer Podcast-Aktion.

01:05:11.720 --> 01:05:18.299
Speaker 0: Weil wir haben ja auch... Wir wollen Religionswissen also Menschen Religions Wissen ermöglichen als Schlüssel zur Gegenwart.

01:05:20.060 --> 01:05:26.040
Speaker 0: und ja so sein Appell ist sehr stark oder seine Arbeit fokussiert sehr stark.

01:05:26.120 --> 01:05:33.680
Speaker 0: man braucht irgendwie Also man muss den Koran kann man unterschiedlich verstehen und es gibt unterschiedliche Perspektiven.

01:05:34.740 --> 01:05:41.460
Speaker 0: Der Koran geht mit dem Leserin oder dem Leser auch eine Beziehung ein und ereignet sich was.

01:05:42.839 --> 01:05:57.819
Speaker 0: Und das ist auch total in Ordnung, es gibt nicht nur eine Verstehensweise sondern es gibt unterschiedliche und seine ist eine die sich sozusagen sehr von dem Punkt der Barmherzigkeit auf den Koran schaut.

01:05:58.819 --> 01:05:59.799
Speaker 0: Das nehme ich sehr stark mit.

01:06:00.380 --> 01:06:04.160
Speaker 0: Die BarmHerzigkeit als hemmeneutischer... Schlüssel.

01:06:04.420 --> 01:06:06.000
Speaker 0: Ich hoffe, ich habe Ihnen richtig verstanden.

01:06:06.279 --> 01:06:06.319
Speaker 0: Ja

01:06:06.460 --> 01:06:07.440
Speaker 2: ja, der ist sehr schön!

01:06:07.660 --> 01:06:08.540
Speaker 0: Was nehmen Sie mit?

01:06:08.720 --> 01:06:11.100
Speaker 0: Also was ist bei Ihnen noch im Kopf...

01:06:11.160 --> 01:06:27.220
Speaker 2: Also an einem Wort hat in Antwort auf meine Frage ja das Plus der Mehrwert den jetzt religiöse Menschen haben zu anderen Menschen die nicht glauben aber auch beim Herz sich und liebevoll leben können.

01:06:27.759 --> 01:06:30.140
Speaker 2: und da hat er dann von der Transzendenz geredet.

01:06:30.240 --> 01:06:36.160
Speaker 2: Also ich hänge jetzt so ein bisschen an dem Wort Transzendenz, das ist ja erstmal sehr abstrakt und vielleicht einfach so.

01:06:36.200 --> 01:06:40.180
Speaker 2: ein anderes Wort für Gott aber mir wurde dann ebenso klar.

01:06:41.980 --> 01:06:56.980
Speaker 2: Transzendez heißt ja eigentlich auch geht hinaus über und also wir können halt durch diese Begegnungen mit Gott auch über uns selber hinausgehen.

01:06:57.140 --> 01:07:14.940
Speaker 2: Also wir schaffen es, wenn wir so uns der Kraft Gottes öffnen – auch über das was ich sonst vielleicht nicht fertig bringen würde eine Selbstüberwindung oder eine Selbsthingabe zu geben.

01:07:16.399 --> 01:07:26.620
Speaker 2: Das war noch mein Nachgedanke zur Transzendenz durchaus nicht nur was Abstraktes sondern Eine Bewegung, die uns Gott ermöglicht vielleicht.

01:07:29.100 --> 01:07:34.240
Speaker 0: Das gefällt mir eine Bewegung nicht zu statisch das ganze zu betrachten.

01:07:37.520 --> 01:07:39.960
Speaker 1: Alles Gute und bis zum nächsten Glauben!

01:07:40.839 --> 01:07:54.299
Speaker 0: Dann kommen wir jetzt unser letzten Kategorie Alles Gute bis zum nächsten Glauben, in der wir uns immer ein unser Lieblingswort des Monats vorstellen und ich bin jetzt ganz gespannt welches Wort Sie mitgebracht haben.

01:07:54.339 --> 01:07:55.560
Speaker 2: Ja okay dann fahre ich mal an!

01:07:56.100 --> 01:08:04.200
Speaker 2: Lustigerweise ist das was ich mir längst vorher überlegt hatte auch im Podcast mehrfach vorgekommen.

01:08:05.220 --> 01:08:05.319
Speaker 2: Okay.

01:08:05.359 --> 01:08:10.160
Speaker 2: Geschichte dazu... Also ich habe Geschichten dazu gefolgen.

01:08:10.319 --> 01:08:23.700
Speaker 2: Ich hatte gestern die Messe Neu ist, da wo manche Großfelter mit ihren schon recht großen also jungen erwachsenen Enkeln auch waren.

01:08:24.099 --> 01:08:34.620
Speaker 2: Und bevor ich die Messe hatte habe ich nochmal in dem Schreiben von Papst Leo gelesen Die Magnifika Humanitas und da geht es um die Würde des Menschen.

01:08:35.500 --> 01:08:42.340
Speaker 2: Also das ist natürlich erstmal Der Grund warum wir alle, egal wie wir sind Menschenrechte haben.

01:08:42.460 --> 01:08:43.319
Speaker 2: das ist unsere Würde.

01:08:43.500 --> 01:08:47.040
Speaker 2: Aber sagt er dann ausdrücklich man kann seine Würde auch empfinden.

01:08:47.639 --> 01:08:52.380
Speaker 2: und jetzt ist folgendes in der Messe passiert Kommunion-Austeilung.

01:08:52.519 --> 01:09:00.899
Speaker 2: also das heilige Brot teile ich aus Und die Leute kommen vor und empfangen die Kommunion.

01:09:02.100 --> 01:09:11.979
Speaker 2: Als allerletzte kommt eine Frau die noch gar nicht alt ist aber keine Zähne mehr zu haben scheint vielleicht keinen Obdach hat.

01:09:13.740 --> 01:09:18.660
Speaker 2: Und sie kommt schüchtern auch so ein bisschen geknickt da, zu.

01:09:18.779 --> 01:09:21.059
Speaker 2: mir hält die Hand auf um die Kommunion zu empfangen.

01:09:21.740 --> 01:09:32.420
Speaker 2: Ich freue mich dass sie kommt ich strahle sie an und plötzlich beginnt sie auch zu strahlen und es schien wir dann so jetzt empfindet sie ihre Würde.

01:09:33.380 --> 01:09:38.139
Speaker 2: Also, das ist das Wort, dass mich immer mit so ein bisschen bewegt.

01:09:39.519 --> 01:09:39.899
Speaker 0: Voll schön!

01:09:40.040 --> 01:09:43.200
Speaker 0: Ja, etwas Aufrichtendes.

01:09:44.580 --> 01:09:45.460
Speaker 0: Ich bin interessant.

01:09:45.740 --> 01:09:49.979
Speaker 0: Mein Wort hat eine Verbindung auch dazu.

01:09:50.359 --> 01:09:51.700
Speaker 0: Es ist Zumutung

01:09:52.399 --> 01:09:53.380
Speaker 1: und die Zumutungen

01:09:53.439 --> 01:09:57.880
Speaker 0: sind ja erst mal wenn man wirklich geführt, dass es hier eine Frechheit und wie kann es sein?

01:09:57.960 --> 01:09:58.780
Speaker 0: Volle Zumutung.

01:09:59.700 --> 01:10:05.059
Speaker 0: aber ich finde man kann das Wort auch ein bisschen wenden und zwar Da steckt ja das Wort Mut drin.

01:10:06.080 --> 01:10:14.120
Speaker 0: Und für mich ist es schon sehr zentral bei Professor Koch Hides, Herr Meneutik oder Ansatz wie er den Koran versteht.

01:10:14.780 --> 01:10:23.380
Speaker 0: Denn Zumuten heißt eigentlich Zweierlei also etwas jemanden abverlangen aber eben auch jemandem Mut zu sprechen und mutzumachen.

01:10:24.860 --> 01:10:31.880
Speaker 0: Dann hat es noch mal eine ganz andere Wendung oder ein anderer Gedanke Weil auf der einen Seite steht dann irgendwie Empowerment.

01:10:32.700 --> 01:10:53.019
Speaker 0: Also Gott traut einem etwas zu, er sieht an jetzt nicht ständig nur als irgendwie die Sünderin oder der Sünder, der irgendwie kontrolliert werden muss sondern jemand dem er sich zuwendet mit beim Herzlichkeit und auch einem gewissen Vorvertrauen dass diese Person ihre Freiheit schon...

01:10:53.920 --> 01:10:54.080
Speaker 1: Auch

01:10:54.920 --> 01:10:58.740
Speaker 0: die Möglichkeit hat sie gut zu gestalten Genau.

01:10:58.860 --> 01:11:09.800
Speaker 0: Und ich finde, das ist so das Gottesbild ... Wenn ich jetzt nach dem Gespräch mit Professor Koch hiehde, was sich da bei mir rauskristallisiert hat, was er skizziert?

01:11:09.940 --> 01:11:15.660
Speaker 0: Also ein Gott der Mut zuspricht, der aufrichtet und eben nicht die Menschen ganz klein halten will.

01:11:17.059 --> 01:11:21.559
Speaker 0: Und gleichzeitig lässt dieser Gott einen auch nicht in Ruhe!

01:11:22.880 --> 01:11:34.980
Speaker 0: Er fordert einen dann irgendwie immer wieder heraus auch diese Würde zuspricht und das gegenüber kann ein durchaus auch herausfordern manchmal.

01:11:35.019 --> 01:11:39.660
Speaker 0: Also kennen wir sicherlich alle, aber das ist natürlich dann auch eine Zumutung bzw.

01:11:40.840 --> 01:11:44.440
Speaker 0: Herausforderung an die eigene ja vielleicht auch Bequemlichkeit.

01:11:46.120 --> 01:11:56.420
Speaker 0: Ja und ich würde sagen also das Gottesbild von Professor Kokide ist für mich eine Zumutung in dem Sinne, dass man getragen wird und gleichzeitig auch gefordert wird.

01:11:57.780 --> 01:12:01.860
Speaker 0: Man bekommt Mut zugesprochen aber man hat auch eine Verantwortung, man wird auch in die Pflicht genommen.

01:12:02.680 --> 01:12:08.120
Speaker 0: Und ich würde sagen so vielleicht auf unsere Ausgangsfrage Wann ist Gott in den falschen Händen?

01:12:08.200 --> 01:12:17.300
Speaker 0: Ich denke wenn das so in dieser Balance hat also getragen und auch geordert werden dann könnte Gott vielleicht in den richtigen Händens sein!

01:12:19.019 --> 01:12:23.260
Speaker 2: Jetzt haben sie ja wirklich mit diesem Wort eigentlich alles nochmal zusammengebunden, ganz toll.

01:12:23.360 --> 01:12:39.519
Speaker 2: Also die Barmherzigkeit, die Transcendenz, die Würde und den Mut mit einem hermenäutischen Schlüssel an den eigenen heiligen Texts und das Leben ranzugehen.

01:12:40.900 --> 01:12:41.180
Speaker 0: Genau!

01:12:41.300 --> 01:12:43.840
Speaker 0: Ja, das hoffe ich also eine Zumutung.

01:12:48.320 --> 01:12:51.559
Speaker 0: Also es war ein schönes Gespräch mit Professor Kochide.

01:12:52.340 --> 01:12:59.700
Speaker 0: Und ich glaube, dann bleibt uns nichts weitereres als zu sagen alles Gute und bis zum nächsten Glauben!

01:13:03.980 --> 01:13:06.059
Speaker 0: Das war die neue Folge von Alles Glaubem.

01:13:06.500 --> 01:13:10.820
Speaker 0: Wir hoffen ihr konntet etwas für euch mitnehmen Wenn euch diese Folge gefallen hat.

01:13:11.120 --> 01:13:18.300
Speaker 0: abonniert gerne den Podcast Und eine richtig große Freude macht ihr uns, wenn ihr diesen Podcast mit fünf Sternen bewertet.

01:13:18.740 --> 01:13:22.160
Speaker 0: Alles Gute euch und bis zum nächsten letzten Dienstag im

01:13:30.080 --> 01:13:30.900
Speaker 1: Monat!